Mein Tag beim Roten Kreuz

Es sind zwar noch Schulferien, aber die Vorbereitungen laufen: Bodo schuftet derzeit wieder bis zum Umfallen, im Bundesministerium wird herumgetüftelt, wie man Schule und CoV-19 unter einen Hut bringen kann – und dann gibt es die Aktion “Schulstartpakete” vom Roten Kreuz für Familien, für die der Schulbeginn eigentlich nur ein finanzielles Debakel darstellt. Allein in Wien werden an drei Stellen in Summe 30.000 solcher Pakete ausgegeben! Jeder Karton ist ungefähr so groß wie zwei Schuhkartons und prall gefüllt mit Schulrucksäcken, Stiften, Blöcken und und und – je nachdem, für welches Paket das Kind sich entscheidet – bei 1 bis 9 die Qual der Wahl. Die Aktion hat Ende Juli begonnen und endet in der zweiten Septemberwoche.

Bei 30.000 Paketen werden viele freiwillige Hände zur Unterstützung gebraucht!

Warum nicht auch meine? (Jetzt, wo der Lack ab ist :-))

Ich habe mir heute einen Urlaubstag genommen und bin in der Früh voller Neugierde in eine der drei Rot-Kreuz-Stellen gefahren/gegangen. Zuerst natürlich der formale Kram inkl. Sicherheitsunterweisungen (Feuerlöscher, Fluchtwege, Sammelstelle, …), dann die Entscheidung, ob ich administrative Tätigkeiten übernehmen oder direkt am Ausgabepult stehen möchte. Fang’  ich doch lieber mit der Dateneingabe ins System an. Ich muss mich einloggen und ein Passwort wählen. Dann erklärt mir eine junge Praktikantin, die jeden Tag dort ist, was zu tun ist – und vor allem nicht vergessen: Speichern! So schwer ist es nicht, nach ein paar ersten Hilfestellungen werde ich mir selbst überlassen. Wir sind in Summe anfangs zu Dritt, dann auch mal zu Viert. Der einzige große, sehr große Brocken, den wir zu schlucken haben, ist, dass die Türe nach draußen in den Innenhof geöffnet bleiben muss, damit ständig gut durchlüftet wird. – Kein Problem, denn es ist ja Sommer, und da freut man sich doch über jeden Windhauch, vor allem, wenn das Klimagerät streikt? Schon ein Problem, denn ein kräftiges Tief hat die Temperaturen mächtig abgekühlt – und keiner von uns ist für diesen Durchzug passend gekleidet! Der junge Mann links von mir flüchtet daher schon nach 2 Stunden, und die Frau an meiner rechten Seite überlässt gegen Mittag nur zu gerne ihren Arbeitsplatz, als ein weiterer Freiwilliger kommt.

Ich versuche, der Kälte zu trotzen! Zumindest ist es unterm MNS schön warm, wenn auch feucht – meine Brillen beschlagen sich dauernd.

Zum Abholen kommen Mütter und Väter – es darf nur immer ein Elternteil herein. Ich bekomme den Gutschein, das ausgefüllte Formular und einen Lichtbildausweis. Grob gesagt müssen die Daten vom Kind / den Kindern, den Eltern eingetragen werden, die ausgewählte Paketnummer, das Datum der Abholung. Bei mehreren Kindern kann man zum Glück die Grunddaten kopieren!

Wirklich herausfordernd ist das korrekte Abtippen der Namen der Antragsteller, deren Herkunftsländer der Balkan, die Türkei, Pakistan, Aphganistan, der Irak, … sind. Ich bekomme ein großes Zwischenlob von der “Qualitätskontrolle” im Büro nebenan, weil ich bei einer Familie bei allen drei Kindern ihre jeweils drei langen Vornamen vollständig und korrekt eingegeben habe! Und auch mancher Ausweis wird zur Challenge, weil die Ziffern so klein geschrieben sind, dass ich sie im schummrigen Gegenlicht auch mit Brille nur schwer entziffern kann.

Eine Plexiglasscheibe, die im Zug hin- und herwackelt, dient als Trennung zwischen mir und der Mutter / dem Vater, die / der zuvor vom Eingang abgeholt werden muss. Immer wieder muss ich Tisch und Stuhl desinfizieren. Die Leute sind durchwegs nett. Viele können natürlich kein Deutsch, daher stellt sich die Frage nach dem Ausfüllen des Feedbackbogens erst gar nicht. Bei allen ist Dankbarkeit zu spüren, nur ein Vater beklagt sich, dass er die “Sachen” noch vom letzten Jahr herumliegen hat und eigentlich lieber den Gegenwert des Schulstartpakets in Euro hätte. Bei ein paar der Mütter / Väter kommt man auch ein ganz klein wenig ins Gespräch: hier ist ein Sohn gestern 17 Jahre alt geworden,  dort ist ein Vater, der innerhalb eines Jahres zum Dreifach-Papa geworden ist (im Februar die erste Töchter und kurz vor Jahresende dann die Zwillinge!). Ein anderer Vater holt heute das letzte Paket ab, denn gestern war die Nummer 2 “aus” – auf der Gutscheinliste sind sechs Kinder angeführt!

Nachdem allerdings leider die Erfahrung gemacht wurde, dass viele der Mütter / Väter die Pakete auf der Straße aufreißen und den leeren Karton einfach liegen lassen – sehr zum Missfallen der Anrainer und der MA48, ist man dazu übergegangen, bei der Ausgabe nachzufragen, ob nur der Inhalt mitgenommen werden möchte – in jedem Karton gibt es obenauf einen Recycling-Sack, manche haben auch eigene Taschen dabei. Welches Bild gibt eine Mutter, die den Inhalt von vier (!) Paketen mitnehmen möchte!

Der Tag heute war ein ruhiger – den Erzählungen nach war aber an den ersten (noch dazu besonders heißen Tagen) der Ansturm so groß, dass zwischendurch Wasserflaschen ausgegegen werden und die Sanitäter eingreifen mussten, weil es hie und da auch zum Hitzekollaps kam. Heute war´s dagegen regelrecht fad (zu kalt, zu nass?) – fast zum Verzweifeln, weil dadurch die Kälte im Raum noch heftiger spürbar war – für´s allererste Mal aber sicher gut so, weil stressfreier!

Ich habe mich dann – früher als geplant – um halb zwei verabschiedet – klamme Finger, leichtes Kratzen im Hals – aber ohne schlechtes Gewissen, denn von den anderen drei Helferlein am Computer hat eigentlich nur einer was getan, die beiden anderen waren entweder am Rauchen oder am Tratschen – die haben das am Nachmittag sicher ohne mich ganz gut geschafft!

Ein bisschen Zeit opfern, eine Tätigkeit übernehmen, die zwar Aufmerksamkeit erfordert, aber nicht schwer ist – das Gefühl, einen kleinen sozial-caritativen Beitrag geleistet zu haben – da wird einem wieder ganz warm ums Herz!

Ich denke, ich werde mich schon nochmal den einen oder anderen Halbtag zur Verfügung stellen …

Der Lack ist ab!

Man sagt mir ja so einige Talente nach – sie aufzuzählen, würde hier den Rahmen sprengen 😉 -, aber eines gehört ganz sicher NICHT dazu: das Lackieren von Fuß- und/oder Fingernägeln!

Sobald der in bunte Farbe getauchte schmale Pinsel nur in die Nähe einer dieser gewölbten, durchsichtigen Keratinplatten (dieser Begriff entspringt nicht meinem Allgemeinwissen, sondern steht so im Wikipedia!) kommt, erschauert meine Hand und wird von einem heftigen Erzittern gepackt. Undenkbar, dass derart ein gleichmäßiges und sich nur auf den Nagel fokussiertes künstlerisches Ergebnis erzielen lässt! Der Lack ist noch nicht einmal trocken, wird dem Farbklacks bereits mit Aceton und Wattebällchen der Garaus gemacht!

Und der Farbton mag zwar im kleinen Flakon cool, sexy, erotisch, hip, … wirken, doch auf meinen Nägeln – egal ob auf Hand oder Fuß – ist die Abwehrhaltung fast schmerzhaft spürbar. In meinem Versuchslabor gab es (ich schreibe in der Mitvergangenheit, weil ich die meisten Tiegel hergeschenkt habe) grelles Nutten-Rot, dunkles Pflaumen-Rot, samtiges Tannen-Grün, frostiges Nacht-Blau, schmieriges Sonnen-Gelb, unschuldiges Nude – und für den Fall der Fälle – den einfachen Transparent-Lack.

Und nicht zu vergessen: der silbrige bzw. gold-bronzene Glamour-Lack mit echten Silber- und Goldpartikelchen (laut dem aktuellen Goldpreis eigentlich eine Wertanlage …?!). Klarer Vorteil von diesem Lack: Es muss nicht sauber gepinselt werden, denn die glitzernden Partikelchen kaschieren jeglichen Patzer. Großer Nachteil von diesem Lack: Du bekommst ihn nicht mehr ab! Was habe ich mich mit diversen Nagellackentfernern herumgeplagt – mit dem einzigen unerfreulichen Ergebnis, dass sich Wattefäden in den Partikelchen verfingen! Aber der Lack: der ging nicht ab – weshalb mir nichts anderes übrig blieb, als an den Stellen, die auf natürlichem Wege abgeschabt waren, nachzupinseln. Das kann´s aber nicht gewesen sein!?!? Dann schon mal lieber die Expertin im Drogeriemarkt fragen – und siehe da: es gibt den rosa Nagellackentferner = soft und den hellblauen Nagellackentferner = strong – ok … wenn das mal stimmt!?!?

Es stimmt: Mit “Strong” ging der Lack dann endlich ab – und die Nägel sind noch dran!

Und wenn ich ehrlich bin: Mir steht der Natur-Look am allerbesten! Jetzt muss ich zwar öfters den Dreck unter den Nägeln herauspulen 🙂 und dem Nägel-Schneiden / -Feilen mehr Aufmerksamkeit widmen; ich muss auch akzeptieren, dass aufgrund meines Laufsports ein paar Zehen sehr empfindlich gegen Druck und Stoß reagieren – mit dem Ergebnis, dass der Nagel auch schon mal blutunterlaufen ist und irgendwann abgestoßen wird – aber ich muss mich nicht wegen meiner Lackierei-Hoppalas genieren.

Und nein: Ein Besuch bei einer Pediküre / Maniküre kommt für mich nicht in Frage! … auch wenn es logisch nicht begründbar und wahrscheinlich gänzlich frauen-untypisch ist …

Pass auf!

Schon eigenartig, welche Gedankensteinchen manchmal aufs Hirn purzeln und dort dann einen richtigen Steinschlag verursachen! Mir geht es gerade so mit dem Umstand, dass unser ganzes Leben eigentlich mit einem ständigen Aufpassen verwoben ist:

Nehme man mal die ersten Monate eines neuen Erdenbürgers unter die Lupe: Da ein Baby von Grund auf hilflos ist, ist es davon abhängig, dass sich andere Menschen darum kümmern, dass es regelmäßig was zu essen bekommt, dass die Nahrung auch gut verträglich ist, dass keine wunden Stellen am Popo entstehen, dass der Schirm vom Buggy aufgespannt ist, wenn die Sonne zu stark scheint, … – kein Wunder, dass Eltern / Großeltern da trotz vollkommener Übermüdung immer mindestens ein wachsames Auge haben müssen, das aufpasst, dass nur ja nichts eintritt, was das junge Leben gefährden könnte.

Entdeckt der kleine homo sapiens dann das Stehen und Gehen, geraten Erwachsene in den nächsten Ausnahmezustand, denn erst jetzt wird offensichtlich, was alles zwischen Fußboden und etwa einem Meter darüber scharte, harte und gefährliche Ecken hat.

Am Kinderspielplatz ist es nicht viel anders, muss doch verhindert werden, dass der Sandpudding vernascht wird – von hohen Rutschen und Klettergerüsten gar nicht zu reden! Noch passen hier primär die Erwachsenen auf, aber sobald ein Kind sich einigermaßen artikulieren kann, wird angenommen, dass es automatisch auch versteht, was Gefahr bedeutet – was zu einem ordentlichen AUA führen könnte – und dann hört es wohl mehrmals am Tag: Pass auf!

Und es nimmt kein Ende!

Vom Kinderspielplatz in die Schule sind es nur ein paar Jahre – dazwischen liegen einige Straßen, Kreuzungen.

Kinder müssen lernen, dass eine rote Ampel Stopp bedeutet, dass ein fahrendes Auto einfach stärker ist, dass der Schutzengel auch mal Pause machen könnte.

Schulkinder müssen aufpassen, was vorne an der Tafel gesprochen wird – es geht schließlich ja um die Lehre fürs Leben!

Jugendliche müssen aufpassen, dass nicht jede bunte Pille ein Zuckerl ist, dass nicht überall, wo´s nach Coca Cola aussieht, auch tatsächlich nur Coca Cola drin ist, dass aus einem Schäferstündchen keine Teenie-Mama/Papa wird.

Auf dem rosa Schein, der zum Lenken / Fahren eines Autos berechtigt, sollte eigentlich groß drüber stehen:

Pass auf!

Und es nimmt kein Ende!

Denn auch wenn wir uns dann endlich „Erwachsen“ schimpfen dürfen: Aufpassen bleibt! Der Grad der Eigenverantwortung wird nicht weniger – irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo wir aufpassen müssen, dass wir nicht zu stark an Gewicht zulegen, dass wir bei der Arbeit nicht in einen Krummrücken einsinken, dass wir genügend Spurenelemente zu uns nehmen – aufpassen, dass wir unserem Körper Gutes tun!

Und möglicherweise kommt dann diese eine (letzte) Phase, wo wir wieder davon abhängig sind, dass jemand anderer das Aufpassen für uns übernimmt – der Kreis schließt sich.

Aufpassen – Aufpassen – Aufpassen – alles unter Kontrolle haben!

Doch was ist mit: Kontrollverlust?

Ist es verboten, auch mal die Kontrolle zu verlieren und auszubrechen aus dem Korsett des Aufpassens?

Warum greifen Menschen zu Drogen, warum trinken sie sich ins Koma, warum bewegen sich Menschen wie in Trance zu Technobeats?

Ausbrechen und das Korsett ablegen, um einfach mal tief durchatmen zu können: ja, durchaus, aber man sollte einschätzen können, wann dafür der richtige Zeitpunkt ist (sofern es dafür überhaupt einen richtigen gibt?).

Ohne Diskussion: Kontrollverlust über sich selbst kann nur dann in Ordnung sein, wenn man damit niemand anderen gefährdet – also, wie unter Drogen / Alkohol mit dem Auto fahren – und: wenn man sich dadurch nicht selbst gefährdet – doch auch da: Extremsportler, die zB ohne Seil an einer senkrechten hochklettern oder die nur mit einem flugtauglichen Anzug bekleidet aus x-tausend Metern herabstürzen oder die auf einem Motorrad mehr liegend als stehend die Kurve nehmen – die haben ihren Körper, die haben das, was sie gerade tun, voll und ganz unter Kontrolle – in jeder einzelnen Sekunde. Dort die Kontrolle zu verlieren, ist keine Option!

Damit ist klar: Ohne Aufpassen geht´s einfach nicht – in Zeiten wie diesen: UMSO MEHR!

not amused …

Bodo ist ziemlich aufgebracht! So klein kann ein Auto gar nicht sein, dass es nicht in Konflikt mit kopflosen Radfahrer*innen geraten könnte! Derzeit vergeht kaum ein Tag, an dem er nicht von einer Situation berichtet, wo ein Verkehrsteilnehmer auf 2 Rädern – ohne zu schauen, ohne zu hören, ohne zu denken – in eine Kreuzung hineinrast, bei Rot über die Straße fährt, kein Handzeichen beim Abbiegen gibt, das Einbahn-Gebot negiert – und keinerlei Reaktion zeigt, wenn unser Smart gerade mal eben so noch auf den Millimeter genau / auf die Millisekunde rechtzeitig abbremsen kann!

Seit CoV-19 hat die Anzahl der Radfahrer*innen in der Großstadt ordentlich zugelegt – zum einen wohl, um der Ansteckungsgefahr bzw. der Maskenpflicht in den Öffis zu entkommen, vielleicht aber auch, weil man sich kein Auto mehr leisten kann/will. Die wenigsten tragen einen Helm, viele haben stattdessen EarPods im Ohr.

Hört zu, Ihr Radfahrer*innen: Auch Ihr seid Bestandteil des GEMEINSAMEN NEBEN- und MITEINANDER auf den Straßen dieser Stadt – auch für Euch gelten daher REGELN, die im Straßenverkehr verhindern sollen, dass Polizei, Rettung, Notarzt, Bestattungsunternehmen sowie Anwälte, Richter und Gefängnisaufseher über Mehrarbeit zu klagen haben!

Mag sein, dass Radfahren die neue Freiheit auf Rädern bedeutet – doch was nutzt diese Freiheit, wenn man sie nicht mehr erleben kann oder nur mehr mit erheblichen körperlichen Einschränkungen? Wie kann man es mit dem eigenen Gewissen vereinbaren, wenn ein unschuldig zum Handkuss kommender Autofahrer eine Schuld zu tragen hat, die sich ganz leicht verhindern hätte lassen, wenn ein bisschen mehr auf das MITEINANDER geachtet worden wäre?

Ihr Radfahrer*innen: RÜCKSICHT ist das Gebot der Stunde – ein bisschen Rücksicht gegenüber allen anderen Teilnehmer*innen im Straßenverkehr – das heißt dann auch: Klaut den FUSS-GEH-er*innen nicht ihren GEH-Steig!

So hot!

Menschen anziehen – Kleidung tauschen – am vergangenen Freitag habe ich mich wieder einmal der illustren Gruppe von rund 20 Frauen angeschlossen, die einmal im Monat schwere Reise-Koffer oder prall gefüllte – unverkennbar schwedisch blaue – Riesen-Einkaufstaschen in ein Gebäude im 15. Arrondissement am Rand zu einer Kleingartensiedlung hineinschmuggeln und keuchend in das zweite Obergeschoss – ohne Aufzug! – hinaufschleppen. Mit Schweißtropfen auf der Stirn und leicht feuchten Achselhöhlen – draußen hatte es an diesem Tag über 30 Grad, die sich bis weit in den Abend nicht vertrieben ließen – wurden wir von unserer unermüdlichen Gastgeberin und ihrer fleißigen Tochter mit einer lecker-erfrischenden Nektarinen-Wassermelonen-Bowle begrüßt – unser „Schlachtfeld“ auf angenehme Raumtemperatur heruntergekühlt.

CoV-bedingt gab es natürlich auch bei der in der Regel monatlich stattfindenden Kleidertauschparty Einschränkungen bzw. Umorganisationsnotwendigkeiten, aber an diesem so heißen Sommerabend waren alle ohne Zweifel von Glück erfüllt, sich wieder einmal „komplett“ zu diesem kleinen-feinen Event treffen zu können. Fast wie ein Familientreffen – nur ohne Streitereien 😉 –

und unverändert: der „harte Kern“ dieser fashion-affinen Family macht gut drei Viertel aus, das letzte Viertel, zu dem auch ich mich zähle, wird von „Gelegentlichen“ bzw. „Neuzugängen“ gebildet – im Endeffekt aber vollkommen egal, denn jede Kleidertauschparty hat ihren eigenen Flair – jede Frau ist wie eine isolierte Zutat, ein spezielles Gewürz – in der Komposition wird daraus ein aufeinander abgestimmtes und schmackhaftes Menü!

Und bei allen, auch bei den routinierten Ladies, ist jedes Mal eine gewisse Aufregung zu spüren, ein Knistern liegt in der Luft – Neugierde, Vorfreude – und ein bisschen vielleicht auch der Ehrgeiz, die Schnellste beim Ergattern eines Schnäppchens zu sein.

Wer aber hat den größten Koffer, die prallste Einkaufstasche dabei?

Anzunehmen wäre, dass die „Gelegentlichen“ hier an der Spitze stehen, weil bei dieser Gruppe ja (theoretisch) über mehrere Wochen und Monate hinweg Kleidung aussortiert wird, die Quantität daher rein rechnerisch höher sein müsste. Ich zum Beispiel habe in den ersten Wochen der CoV-Starre mein Gewand unter sehr intensiven und möglichst objektiv-kritischen betrachtet, bewertet, (aus-)sortiert – es sei jetzt dahin gestellt, ob der CoV-Lockdown dafür die richtige Zeit war, zumal im Homeoffice der Anspruch an Fashion & Style doch deutlich heruntergeschraubt war. Jedenfalls musste ich bei meinem kleinen Reisekoffer auch die Shoppingfalte öffnen!

Bei den „Neuzugängen“ ist anzunehmen, dass noch eine gewisse Schüchternheit vorherrscht und lieber mal beobachtet wird, was die anderen da so aus dem Hut zaubern. Und möglicherweise ist anfangs das „Schnäppchen-Ergattern“ auch spannender als (vielleicht) im eigenen Kleiderschrank Luft zu schaffen.

Und beim „harten Kern“ hätte ich sowieso angenommen, dass die meisten der Kleidungsstücke quasi einen Monat lang getragen / getestet werden, um dann bei der nächsten Party weitergereicht zu werden.

Fakt ist: Meine Berechnung stimmt nur teilweise!

Fakt ist: Wahnsinn, wie viel Gewand wir Frauen alle haben!

Fakt ist: Ein und dasselbe Kleidungsstück sieht bei jeder Frau ein bisschen anders aus – entscheidend sind Typ, Ausstrahlung, Accessoires – das gewisse Etwas, das jede Frau so einzigartig macht!

Das zu beobachten und am eigenen Leib wahrzunehmen, macht jede Kleidertauschparty so spannend für mich! Denn anders, als in Ruhe in einer Boutique zu stöbern oder auf Zalando / Impressionen / Asos etc. zu surfen, geht es darum, möglichst rasch – eigentlich im Bruchteil einer Sekunde – abzuschätzen, ob das Kleid, der Pullover, die Jacke, das T-Shirt, … der „anderen“ etwas für mich wäre – eigentlich eine ganz schön sportliche Angelegenheit! Ich hatte an diesem Freitag gleich zwei Mal das Glück, über die „Tanzkarte“ (also als Zweite in der Reihenfolge der Interessierten) zu tollen Stücken zu kommen: einem schwarzen, figurbetonten Stretch-Kleid (das sogar recht locker sitzt) und einem coolen Armband – weißes Lederband, ca. 15 mm breit und grobe Metallteile (manches Mal haben kräftigere Handgelenke auch kleine Vorteile!). Bei einem leichten Sommerkleid in einem hellen Blau, ziemlich weit und lang, haben – wenn ich mich recht erinnere … es ging alles so schnell! – eigentlich die anderen bestimmt, dass das was für mich wäre – an dieser Stelle: Danke!!!

Ich mag dieses Event,

ich mag diese quirlige, friedliche, familiäre Truppe!

Danke an „Menschenanziehen“, dass es dieses nachhaltige Event gibt! Im Herbst bin ich sicher wieder dabei – das kritische Aussortieren hat bereits begonnen!

 

Yoga . Fitnes im Grünen – was bisher geschah

CoV-bedingte geschlossene Yoga- und Fitness-Studios und ein strahlender Frühling haben mich mit meiner Yogamatte ins Freie getrieben – und dieses Feeling wollte ich gerne mit anderen Yoga-Begeisterten teilen – daher entstand mein Angebot YOGA . FITNESS im Grünen – und dank Bodo´s Einsatz kann ich die Organisation über eine kleine, feine Website administrieren.

Die Wochen-Vorschau der Wetter-App entscheidet grundlegend, wann ich meine Einheiten anbiete – allein: im Juni gab es dann doch leider einige spontane wetterbedingte Absagen ☹!

Wien zeichnet sich wahrlich aus – zahlreiche Grünanlagen in unmittelbarer bis fuß- und/oder radläufig zu erreichender Nähe – doch auch da gibt es einige Tücken:

Bei städtischen Parkanlagen müssen gewerbsmäßig betriebene Sport-/Fitnesseinheiten angemeldet und bezahlt werden – trifft bei meinem Angebot grundsätzlich nicht zu, da ich nur auf Spendenbasis Yoga/Fitness-Einheiten anbiete.

Wenn nebenan gerade eine denkmalgeschützte Fassade mit viel Karacho sandgestrahlt / gekärchert wird, sodass ich schreien muss, um mich verständlich zu machen, ist der Entspannungsfaktor so ziemlich ganz am untersten Level.

Wenn beim Ausrollen der Matte auf der Wiese Millionen von kleinen Mücken aufsteigen, die ihr Revier dann mutig verteidigen, kann es durchaus sein, dass die Schleimhäute in Mund und Nase mit Insektenfleisch in Berührung kommen.

Bedenken sollte man, dass sich das Rauschen der starkbefahrenen Begleitstraßen stadtein- /-auswärts in der Senke des Donaukanals zwischen 1. und 20. Bezirk zu einer lärmgewaltigen Kaskade aufbäumt.

Bei starkem Wind mutiert der Yogi zum Fliegenden Holländer.

Und ich habe bislang nicht gewusst, dass die Polizei auch über die Prater Hauptallee, die eigentlich den Läufer*innen und Radfahrer*innen vorbehalten ist, mit dem seit dem Corona-Lockdown so immens lauten Sirenengeheule düst – und das genau dann, wenn ich zur Endentspannung aufrufe!

 

Und trotzdem: es ist ein extrem wohltuender Start in den Tag bzw. Arbeitstagausklang – einfach im Freien bekannt-routinierte Sonnengrüße und andere spontan-improvisierte Asanas zu üben!

Jetzt haben die Fitness-Studios wieder offen – und ich bin gut ausgelastet – aber das urbane Naturerlebnis mag ich trotzdem nicht missen!

Was ich mir natürlich wünschen würde, wäre ein Mehr an Teilnehmer*innen – derzeit sind es vorwiegend eher nur Einzeleinheiten -, aber ich kann verstehen, dass die meisten von uns ihr soziales Leben nach dem Lockdown und gerade jetzt im Sommer wieder aufleben lassen wollen – die übervollen Schanigärten sind der beste Beweis dafür!

 

Meinen YOGA . FITNESS im Grünen-Cocktail werde ich jedenfalls weiter mixen – vielleicht kommst DU mal vorbei, um zu kosten?!

Pizza am laufenden Band

Jeder, der Pizza mag, hat irgendwo in seiner Umgebung seinen „Lieblingsitaliener“ mit Wurzeln, die oftmals auch bis nach Eurasien und Indien reichen können.

Es gibt die runden Fladen mit dünnem Teig oder mit einem dick-flaumigen Teig, mit wenig Rand oder mit einem breiten trockenen und verbrannten Rand und neuerdings auch mit einem Käse-gefüllten Rand. Es gibt sie mit der traditionellen roten tomatigen Pizzasalsa oder mit einer hellen buttermilchigen Sauce. Damit´s eine Spur pikanter wird, neigen viele Pizzabäcker zum Knoblauch-Öl, nur zögerlich setzt sich feuriges Chili-Öl durch. Der Belag kann üppig sein oder bescheiden. Bei der Pizza-to-go ist sie meistens schon vorgeschnitten, damit man ohne Essbesteck auskommt – nicht aber ohne Serviette! Bei der am Tisch servierten Pizza ist das Zerschneiden sehr stark von der Form und Schärfe des Messers abhängig. Meistens wird gesäbelt auf Teufel-komm-raus – und übrig bleibt ein zerkratzter Teller. Der Durchmesser einer Pizza reicht vom Ausmaß einer mittelgroßen Herdplatte bis zur Größe eines Wagenrads – daher bleibt man entweder hungrig (und bestellt sich noch ein Tiramisu) oder man schafft nur die Hälfte, lässt den Rest entweder stehen ☹ oder lässt ihn sich einpacken.

Ich habe in meiner Pizza-Karriere schon zahlreiche Quattro Formaggi, Vegetariana oder einfach nur Margaritha bestellt. Wer meine letzten Reisetagebücher gelesen hat, weiß, dass Bodo und ich auf unseren Wanderungen – egal, ob in Frankreich oder Italien oder wie zuletzt in der Schweiz, abends sehr oft in einer Pizzeria gelandet sind.

2020 gibt es ja leider aus „speziellen Gründen“ keine Langzeitwanderung – wir waren nur ein paar Tage in Kärnten in einem kleinen engen Tal am Flüsschen Gurk. Aber Hallo: dort können sie Pizza backen! Bodo hat in einer „Speziale“ mit “von allem etwas” inklusive Spiegelei geschwelgt, meine war etwas „bescheidener“, aber nicht weniger köstlich!

Wenige Tage später gab es eine selbstgemachte – der Germ/Hefe-Teig original von Bodo´s Mutter, der Belag von mir – auf Wunsch mit Thunfisch, Zwiebel – und etwas Gorgonzala – sehr lecker!

Dann wieder in Wien – in unserem Grätzl gibt es einige Pizzerien mit überschaubarem Flair und einen reinen Pizza-Lieferservice, der sich vor kurzem in einen Schnitzelwirt verwandelt hat – schon morgens, wenn ich die Straße rauflaufe, sticht mir der Fettgeruch aus der Fritteuse in die Nase …

Man möchte meinen, der Markt bzw. Pizza-Magen ist gesättigt – doch weit gefehlt: einer geht noch! Ein Flyer flatterte ins Haus und hat uns neugierig gemacht, zumal wir nach unserem „Urlaub“ noch keine Zeit zum Kühlschrank-Auffüllen hatten und hungrig waren.

Der Name der Franchise-Kette – angelehnt an ein (chinesisches?) Lege- bzw. Geschicklichkeitsspiel aus rechteckigen Spielsteinen mit unterschiedlich vielen Augen. Die Art des Restaurants typisch amerikanisch Fast Food. ☹

Zu spät! Wir haben gesagt, dass wir´s testen wollen!

Die Bestellung erfolgt vollkommen anonym am Riesen-Tablet – man stellt sich durch Anklicken seine individuelle Pizza zusammen – erfährt aber erst ganz am Ende, wie sich das Aneinanderreihen und Aufschichten von Durchmesser, Teigart und Zutaten auf den Preis auswirkt – und dann ist es eigentlich schon zu spät. Denn wer storniert gerne seine Bestellung, wenn er mindestens fünf Minuten benötigt hat, sie zusammenzustellen? (und vielleicht hinter ihm andere Personen schon ungeduldig warten?) So teuer waren bislang nur die Pizzen in der Schweiz!

Nach der erfolgreichen Bestellung folgt das Warten. Dabei kann man die unterschiedlichen Stadien seiner Bestellung – anhand einer fortlaufenden Nummer und eines Vor- oder Fantasienamens definiert – auf einem Monitor mitverfolgen: in Vorbereitung – im Ofen – Qualitätskontrolle – Fertig zum Abholen.

Wir können nicht erkennen, was hier überhaupt noch von Menschenhand gemacht wird (außer der Ausgabe der Pizzskartons – die Bezahlung erfolgt bereits am Terminal), nehmen aber an, dass die jeweiligen Teige schon fix & fertig auf einem Backteller ausgerollt sind; das Belegen wird wohl hoffentlich von einem der drei mäßig motivierten jungen Männer manuell erledigt. Doch was schmerzt das Herz, als unsere Pizzen auf ein Laufband gelegt werden und in einem Stark-Erhitzer-Backautomaten verschwinden – nix mit Holzofen! Der einzige Vorteil: die Pizza ist rundum gleichmäßig gebacken – kein schwarz verkohlter Rand.

Wir sind mehr als skeptisch – und egal, wie die Pizzen dann gleich tatsächlich schmecken werden: das hier bleibt bei einem Single-Erlebnis – zu unpersönlich, zu maschinell, zu kalt und unfröhlich – vielleicht sind wir aber auch einfach zu alt oder snobistisch für diese Art von Gastronomie!?

“Ganz kleine” Vorurteile begleiten uns auf unserem eiligen Heimweg – die heißen Pizzaschachteln sind sehr aufwändig bedruckt und laden ein, über Facebook einen Kommentar / eine Bewertung abzugeben – ganz sicher nicht mit uns!

Schlussendlich sind wir dann doch überrascht, dass die Pizzen besser schmecken als wir angenommen haben – daher gibt es einen Pluspunkt!

Wir bleiben weiter auf der Suche nach einem Lieblingspizzabäcker  – und bis dorthin genießen wir sommerliche Salate, Eis und Prosecco!

Urlaub 2020

CoV hat wohl bei jedem die Urlaubspläne für 2020 durch einander gebracht. Keine Einreise-/Ausreisemöglichkeiten ohne Heimquarantäne oder teure Tests. Dann langsame Erleichterung an den Grenzen. An manchen Übergängen wird gar nicht mehr kontrolliert. Ab Mitte Juni wird es auch über uns am Himmel wieder mehr Traffic geben. Italien? Kroation? Spanien? Oder doch auf Nummer Sicher gehen und das eigene Land bereisen / erkunden / kennen lernen?

Wir haben uns als kleinen Ersatz für ein Mini-Ferienhaus in Kärnten entschieden – ein paar Tage “Hausherrin” und “Hausherr” spielen, die Gegend erkunden / hoffentlich auch mit Wanderungen verbunden. Kulturelles Ersatzprogramm wären der Dom zu Gurk, ein berühmtes Stift oder dann doch die Bierbrauerei?

Ganz klar, kein 1:1-Adäquat für das Piemont und die Provènce – aber trotzdem dankbar, dass wir in einem an Schönheiten “reichen” Land leben dürfen!

Wehmut im Rucksack

Der Mai 2020 ist knapp davor, dem Juni Platz zu machen – und ich blicke gerade mit ein bisschen Wehmut auf den Kalender, denn “normalerweise” wären wir seit vergangenem Freitag wieder mit unseren großen Rucksäcken unterwegs.

“Normalerweise” gibt es aber seit etlichen Wochen nicht mehr, auch wenn in der heutigen Pressekonferenz lang und breit von der nächsten Phase der Lockerung gesprochen wurde!

Für uns heißt es für dieses Jahr: keine Weitwanderung und damit keine müden & schmerzenden Füße, kein Falsch-Abbiegen, kein erwartungsvolles Ankommen, keine erzählenswerten Erlebnisse, keine bildbandfüllende Fotoserie – kein Wander-Tagebuch 2020!

Einerseits Wehmut, andererseits aber die tröstende Erkenntnis, dass es wichtigere Dinge im Leben gibt, vor allem dann, wenn es Personen im näheren Umfeld gibt, für die man jetzt einfach persönlich da sein sollte, nicht nur schriftlich und telefonisch, sondern auch persönlich! Momente mit geliebten Personen gemeinsam zu verbringen / zu erleben, sind kostbare Geschenke, die man dankbar annehmen sollte.

Und außerdem: Der für heuer geplante Wanderweg läuft uns nicht davon!

Halbmarathon virtuell

2020 wird es so gut wie keine Volksläufe geben – die Wien Marathon konnte nicht stattfinden, und auch der für den Herbst 2020 erhoffte Österreichische Frauenlauf wurde gestern offiziell zu Grabe getragen. Auch international wagt sich heuer keiner an ein Event dieser Größenordnung!

Laufen kann man aber doch auch sehr gut alleine – keine Frage, aber so mancher Läufer / so manche Läuferin braucht dann doch den Nervenkitzel, den ein Wettbewerb unweigerlich mit sich bringt.

Not macht im wahrsten Sinne und tatsächlich erfinderisch: Österreich läuft / walkt / geht – gemeinsam – einsam – einfach VIRTUELL!

Freie Zeiteinteilung an den Tagen 15. bis 17. Mai.

Freie Streckeneinteilung, nur ehrliche 5 km, 10 km, 15 km oder 21,1 km sollen es sein!

Geringe Startgebühr, je nachdem, ob man auf Startnummer, Medaille, Urkunde und Goodiebag steht.

Ihr dürft dreimal raten, wer unter den knapp 3.200 Läufer*innen österreichweit auch dabei war … natürlich: ICH!
Und für welche Strecke habe ich mich entschieden? … natürlich: die Halbmarathon-Distanz!

Am Freitag gab es morgens leider so viel Regen, dass ich meinen „Start“ auf Samstag früh verschieben musste. Um 04:50 war ich bereits putzmunter und mega-motiviert. Am Vortag hatte ich mich noch für den Prater als „Laufplatz“ entschieden – zum einen, weil der Prater einfach prädestiniert ist für Langstreckenläufe, zum anderen, weil´s dort einfach natürlicher ist als am Donaukanal entlang. Zur Feier des Tages habe ich mir dann noch eine Lauf-App heruntergeladen bzw. auf meiner Laufuhr, die Zeit- und Streckenmessung aktiviert – Dinge, die ich sonst nie benutze, weil ich einfach laufe, weil ich laufen will und dazu weder motivierende Computerstimmen noch sklavisches Erreichen von Einzel-Zielen brauche!

Auf los ging´s los – in einem normalen, gemütlichen Trab, keine Wettbewerbsgeschwindigkeit, dafür vollkommene mentale Gelassenheit, auch dann noch, als ich die Prater Hauptallee das zweite Mal in voller Länge lief. Kaum andere Läufer*innen um diese Uhrzeit, und wenn ja, nur verstreut – der Prater gehörte de facto mir allein! Die Morgenluft frisch und rein, der Durst gering, von Schwächeeinbruch keine Rede – bis zum Schluss! Herrlich!

Die Endzeit natürlich deutlich entfernt von meinen bisherigen Wettbewerbsergebnissen – was soll´s!-, dafür waren es ein paar Kilometer mehr als die geforderten 21,1 km. Ich brauche keine Urkunde, keine Medaille – virtuell ein Teil vom Großen gewesen zu sein, hat irgendwie Spaß gemacht – aber es wird wohl bei dem einen Mal sein, denn mir ist klar geworden: ich kann jederzeit (m)einen persönlichen Halbmarathon laufen – denn schließlich geht es mehr um ungezwungene Freude als um selbstauferlegte Besessenheit!