Yoga . Fitnes im Grünen – was bisher geschah

CoV-bedingte geschlossene Yoga- und Fitness-Studios und ein strahlender Frühling haben mich mit meiner Yogamatte ins Freie getrieben – und dieses Feeling wollte ich gerne mit anderen Yoga-Begeisterten teilen – daher entstand mein Angebot YOGA . FITNESS im Grünen – und dank Bodo´s Einsatz kann ich die Organisation über eine kleine, feine Website administrieren.

Die Wochen-Vorschau der Wetter-App entscheidet grundlegend, wann ich meine Einheiten anbiete – allein: im Juni gab es dann doch leider einige spontane wetterbedingte Absagen ☹!

Wien zeichnet sich wahrlich aus – zahlreiche Grünanlagen in unmittelbarer bis fuß- und/oder radläufig zu erreichender Nähe – doch auch da gibt es einige Tücken:

Bei städtischen Parkanlagen müssen gewerbsmäßig betriebene Sport-/Fitnesseinheiten angemeldet und bezahlt werden – trifft bei meinem Angebot grundsätzlich nicht zu, da ich nur auf Spendenbasis Yoga/Fitness-Einheiten anbiete.

Wenn nebenan gerade eine denkmalgeschützte Fassade mit viel Karacho sandgestrahlt / gekärchert wird, sodass ich schreien muss, um mich verständlich zu machen, ist der Entspannungsfaktor so ziemlich ganz am untersten Level.

Wenn beim Ausrollen der Matte auf der Wiese Millionen von kleinen Mücken aufsteigen, die ihr Revier dann mutig verteidigen, kann es durchaus sein, dass die Schleimhäute in Mund und Nase mit Insektenfleisch in Berührung kommen.

Bedenken sollte man, dass sich das Rauschen der starkbefahrenen Begleitstraßen stadtein- /-auswärts in der Senke des Donaukanals zwischen 1. und 20. Bezirk zu einer lärmgewaltigen Kaskade aufbäumt.

Bei starkem Wind mutiert der Yogi zum Fliegenden Holländer.

Und ich habe bislang nicht gewusst, dass die Polizei auch über die Prater Hauptallee, die eigentlich den Läufer*innen und Radfahrer*innen vorbehalten ist, mit dem seit dem Corona-Lockdown so immens lauten Sirenengeheule düst – und das genau dann, wenn ich zur Endentspannung aufrufe!

 

Und trotzdem: es ist ein extrem wohltuender Start in den Tag bzw. Arbeitstagausklang – einfach im Freien bekannt-routinierte Sonnengrüße und andere spontan-improvisierte Asanas zu üben!

Jetzt haben die Fitness-Studios wieder offen – und ich bin gut ausgelastet – aber das urbane Naturerlebnis mag ich trotzdem nicht missen!

Was ich mir natürlich wünschen würde, wäre ein Mehr an Teilnehmer*innen – derzeit sind es vorwiegend eher nur Einzeleinheiten -, aber ich kann verstehen, dass die meisten von uns ihr soziales Leben nach dem Lockdown und gerade jetzt im Sommer wieder aufleben lassen wollen – die übervollen Schanigärten sind der beste Beweis dafür!

 

Meinen YOGA . FITNESS im Grünen-Cocktail werde ich jedenfalls weiter mixen – vielleicht kommst DU mal vorbei, um zu kosten?!

Pizza am laufenden Band

Jeder, der Pizza mag, hat irgendwo in seiner Umgebung seinen „Lieblingsitaliener“ mit Wurzeln, die oftmals auch bis nach Eurasien und Indien reichen können.

Es gibt die runden Fladen mit dünnem Teig oder mit einem dick-flaumigen Teig, mit wenig Rand oder mit einem breiten trockenen und verbrannten Rand und neuerdings auch mit einem Käse-gefüllten Rand. Es gibt sie mit der traditionellen roten tomatigen Pizzasalsa oder mit einer hellen buttermilchigen Sauce. Damit´s eine Spur pikanter wird, neigen viele Pizzabäcker zum Knoblauch-Öl, nur zögerlich setzt sich feuriges Chili-Öl durch. Der Belag kann üppig sein oder bescheiden. Bei der Pizza-to-go ist sie meistens schon vorgeschnitten, damit man ohne Essbesteck auskommt – nicht aber ohne Serviette! Bei der am Tisch servierten Pizza ist das Zerschneiden sehr stark von der Form und Schärfe des Messers abhängig. Meistens wird gesäbelt auf Teufel-komm-raus – und übrig bleibt ein zerkratzter Teller. Der Durchmesser einer Pizza reicht vom Ausmaß einer mittelgroßen Herdplatte bis zur Größe eines Wagenrads – daher bleibt man entweder hungrig (und bestellt sich noch ein Tiramisu) oder man schafft nur die Hälfte, lässt den Rest entweder stehen ☹ oder lässt ihn sich einpacken.

Ich habe in meiner Pizza-Karriere schon zahlreiche Quattro Formaggi, Vegetariana oder einfach nur Margaritha bestellt. Wer meine letzten Reisetagebücher gelesen hat, weiß, dass Bodo und ich auf unseren Wanderungen – egal, ob in Frankreich oder Italien oder wie zuletzt in der Schweiz, abends sehr oft in einer Pizzeria gelandet sind.

2020 gibt es ja leider aus „speziellen Gründen“ keine Langzeitwanderung – wir waren nur ein paar Tage in Kärnten in einem kleinen engen Tal am Flüsschen Gurk. Aber Hallo: dort können sie Pizza backen! Bodo hat in einer „Speziale“ mit “von allem etwas” inklusive Spiegelei geschwelgt, meine war etwas „bescheidener“, aber nicht weniger köstlich!

Wenige Tage später gab es eine selbstgemachte – der Germ/Hefe-Teig original von Bodo´s Mutter, der Belag von mir – auf Wunsch mit Thunfisch, Zwiebel – und etwas Gorgonzala – sehr lecker!

Dann wieder in Wien – in unserem Grätzl gibt es einige Pizzerien mit überschaubarem Flair und einen reinen Pizza-Lieferservice, der sich vor kurzem in einen Schnitzelwirt verwandelt hat – schon morgens, wenn ich die Straße rauflaufe, sticht mir der Fettgeruch aus der Fritteuse in die Nase …

Man möchte meinen, der Markt bzw. Pizza-Magen ist gesättigt – doch weit gefehlt: einer geht noch! Ein Flyer flatterte ins Haus und hat uns neugierig gemacht, zumal wir nach unserem „Urlaub“ noch keine Zeit zum Kühlschrank-Auffüllen hatten und hungrig waren.

Der Name der Franchise-Kette – angelehnt an ein (chinesisches?) Lege- bzw. Geschicklichkeitsspiel aus rechteckigen Spielsteinen mit unterschiedlich vielen Augen. Die Art des Restaurants typisch amerikanisch Fast Food. ☹

Zu spät! Wir haben gesagt, dass wir´s testen wollen!

Die Bestellung erfolgt vollkommen anonym am Riesen-Tablet – man stellt sich durch Anklicken seine individuelle Pizza zusammen – erfährt aber erst ganz am Ende, wie sich das Aneinanderreihen und Aufschichten von Durchmesser, Teigart und Zutaten auf den Preis auswirkt – und dann ist es eigentlich schon zu spät. Denn wer storniert gerne seine Bestellung, wenn er mindestens fünf Minuten benötigt hat, sie zusammenzustellen? (und vielleicht hinter ihm andere Personen schon ungeduldig warten?) So teuer waren bislang nur die Pizzen in der Schweiz!

Nach der erfolgreichen Bestellung folgt das Warten. Dabei kann man die unterschiedlichen Stadien seiner Bestellung – anhand einer fortlaufenden Nummer und eines Vor- oder Fantasienamens definiert – auf einem Monitor mitverfolgen: in Vorbereitung – im Ofen – Qualitätskontrolle – Fertig zum Abholen.

Wir können nicht erkennen, was hier überhaupt noch von Menschenhand gemacht wird (außer der Ausgabe der Pizzskartons – die Bezahlung erfolgt bereits am Terminal), nehmen aber an, dass die jeweiligen Teige schon fix & fertig auf einem Backteller ausgerollt sind; das Belegen wird wohl hoffentlich von einem der drei mäßig motivierten jungen Männer manuell erledigt. Doch was schmerzt das Herz, als unsere Pizzen auf ein Laufband gelegt werden und in einem Stark-Erhitzer-Backautomaten verschwinden – nix mit Holzofen! Der einzige Vorteil: die Pizza ist rundum gleichmäßig gebacken – kein schwarz verkohlter Rand.

Wir sind mehr als skeptisch – und egal, wie die Pizzen dann gleich tatsächlich schmecken werden: das hier bleibt bei einem Single-Erlebnis – zu unpersönlich, zu maschinell, zu kalt und unfröhlich – vielleicht sind wir aber auch einfach zu alt oder snobistisch für diese Art von Gastronomie!?

“Ganz kleine” Vorurteile begleiten uns auf unserem eiligen Heimweg – die heißen Pizzaschachteln sind sehr aufwändig bedruckt und laden ein, über Facebook einen Kommentar / eine Bewertung abzugeben – ganz sicher nicht mit uns!

Schlussendlich sind wir dann doch überrascht, dass die Pizzen besser schmecken als wir angenommen haben – daher gibt es einen Pluspunkt!

Wir bleiben weiter auf der Suche nach einem Lieblingspizzabäcker  – und bis dorthin genießen wir sommerliche Salate, Eis und Prosecco!

Urlaub 2020

CoV hat wohl bei jedem die Urlaubspläne für 2020 durch einander gebracht. Keine Einreise-/Ausreisemöglichkeiten ohne Heimquarantäne oder teure Tests. Dann langsame Erleichterung an den Grenzen. An manchen Übergängen wird gar nicht mehr kontrolliert. Ab Mitte Juni wird es auch über uns am Himmel wieder mehr Traffic geben. Italien? Kroation? Spanien? Oder doch auf Nummer Sicher gehen und das eigene Land bereisen / erkunden / kennen lernen?

Wir haben uns als kleinen Ersatz für ein Mini-Ferienhaus in Kärnten entschieden – ein paar Tage “Hausherrin” und “Hausherr” spielen, die Gegend erkunden / hoffentlich auch mit Wanderungen verbunden. Kulturelles Ersatzprogramm wären der Dom zu Gurk, ein berühmtes Stift oder dann doch die Bierbrauerei?

Ganz klar, kein 1:1-Adäquat für das Piemont und die Provènce – aber trotzdem dankbar, dass wir in einem an Schönheiten “reichen” Land leben dürfen!