langer Weg zurück in die Zukunft

Sorry, dass ich nicht mehr gemeldet habe – aber ich hatte die Hände voll mit Malerfarbe …

Wer nach meinen letzten Blogs den Eindruck bekommen hat, wir hätten die Nase voll von einem Baustellenleben in den eigenen vier Wänden, liegt vollkommen richtig – allerdings hat das Vorzimmer nach den vielen Wochen, in denen es leergeräumt als Lagerfläche für das viele „Allerlei“ herhalten musste, so deutlich seine dunkle Seite, sprich deutliche Gebrauchsspuren, zum Vorschein gebracht, dass wir gar nicht umhin konnten, hier Hand an die Rolle zu legen!

Sollte ja nicht so schwierig sein, zumal wir bei „unserem guten Geist“ gut aufgepasst hatten – oder doch nicht?

Beim Abkleben war Bodo mehr als professionell

 

– ich bin bei solchen Dingen ja eher der „Es-wird-schon-keine-Farbkleckser-geben-Typ“.

Trotzdem habe ich mich zum Mal-Akt dann doch sicherheitshalber in „Schale“ geworfen und das „Maler-Kondom“, das wir uns im Frühjahr für die Terrassenwand-Sanierung besorgt hatten, angezogen – darunter nur Shirt und Shorts … heiß wurde mir aber trotzdem!

Zum Eingewöhnen begann ich mit einem Langstielpinsel und der Minirolle im Thermen-Kammerl – da war´s recht rasch eine wahre Freude, zu sehen, wie die über die Jahre verschandelten Flächen mit einem Mal in hellstem Weiß erstrahlten!

Na dann: ran ans Vorzimmer! Tapfer habe ich mit der großen Malerrolle auf einem Verlängerungsstiel bei der Decke begonnen – das Ergebnis: ein steifer Nacken, müde Arme – und ein fleckiger Plafond! Warum das nur!?!?!?

Nicht umsonst spricht man von Mal-Technik und nicht von Mal-irgendwie-wird-es-schon-Weiß-werden! Und auch an den Wänden zeichneten sich deutliche Längsrillen ab. – Die Farbe aus, Bodo kritisch – und ich deprimiert, weil ich offenbar mit der großen Rolle einfach nicht zu Rande komme 🙁

Am nächsten Morgen fuhr Bodo gleich zum Lagerhaus nach Schwechat (15 Kilometer!), um einen weiteren 5 kg Eimer mit der speziellen Malerfarbe zu besorgen – sollte doch für die wenigen Quadratmeter genügen oder nicht? … siehe weiter unten …

Beginn des zweiten Akts dieser Tragik-Komödie! Bodo brachte mir auch eine mittelgroße, daher etwas handlichere Rolle mit, mit der ich dann einen weiteren Versuch startete. …

Am Abend drohte Bodo damit, auszuziehen, wenn dieser allgemeine, langandauernde Baustellen-Ausnahmezustand nicht endlich zu einem Ende käme und der Wohnraum wieder bewohnbar würde!!!

Letzter Versuch? Dann bitte noch einen 5 kg Eimer! Und während Bodo brav zum Lagerhaus fuhr – die Verkäuferin dort hat schon gelacht, wenn er dort aufkreuzte … „und täglich grüßt das Murmeltier …, begann ich mit dem Rest aus dem „alten“ Eimer bei den Wänden – jetzt laut Ratgeber in kleineren Abschnitten, mit senkrechter und horizontaler Rollenführung – nur ja kein hektisches Kreuz-und-Quer mehr! Und tatsächlich: mit einem Mal war ich konzentrierter, achtsamer, ruhiger – schon mal was von MAL-YOGA gehört? Vielleicht ein neuer Weg zur Gelassenheit – die Wände bekommen zumindest eine gute Bewertung!

Bei der Decke hat mir dann doch Bodo geholfen – immer abwechselnd … das Ergebnis hier ist zwar noch immer nicht super-perfekt, aber es war Gemeinschaftsarbeit, damit sind wir beide quasi zu gleichen Teilen „schuld“ … und nachdem fast 20 Kilo an den Wänden und an der Decke haften, geht einfach nicht mehr! Außerdem ist nicht nur unsere zuletzt gekaufte Farbe aus, auch im Baumarkt ist das Regal nun leer!

Am Nachmittag haben wir dann begonnen, die Vorzimmer-Möbel wieder an den Platz zu stellen, wo sie vor mittlerweile sieben Wochen (!) zuletzt standen – jetzt ist es im Wohnungseingang halt wieder enger, dafür kann man sich im Wohnraum wieder ein bisschen freier bewegen, und wir müssen den Kopf nicht mehr einziehen, wenn wir, um ins Bad oder Klo zu kommen, durch den durchsichtigen Vorhang schlüpfen müssen

– und es hat sich gezeigt, dass wir den Herbst dazu nutzen sollten, uns von unnötigem Ballast zu trennen: verkaufen, verschenken, spenden, wegschmeißen!

Davor darf ich noch einmal kleckern, denn die Türstöcke brauchen auch einen neuen Anstrich! Und danach? … da kaufe ich mir vielleicht einen Malblock und Kreidestifte … oder ich tobe mich künstlerisch einfach auf den weißen Wänden aus? Ist jetzt ja abwaschbar! … Ich glaube aber, dann muss ICH ausziehen! 🙂

Lux, lucis – bald alles im neuen Licht

Heute kamen „pünktlich“ um 8:00 Uhr – ääähm: um 9:00 Uhr – die Installateure, wieder Herr Franz, aber mit einem „Neuen“. Wir lassen sie mal tun. Für die Mängelbesprechung hat sich Bodo prophylaktisch seine neue, aber bereits von Spuren gekennzeichnete, Arbeits-Jeans angezogen …

Gestern war bei „unserem guten Geist“ eine ruhige Hand angesagt, denn so easy-cheesy eine harmlose Silikonfuge aussieht – eine solche sauber aufzubringen, ist eine eigene Wissenschaft: zuerst die Festlegung, wie dick die Silikonfuge sein soll, dann die Aufsteckdüse an entsprechender Stelle kappen, dann das gleichmäßige Ziehen einer „Line“ – und dann muss alles ganz schnell gehen: „unser guter Geist“ hat einen Spezial-Löffel, mit dem das Zuviel abgeschabt wird, dann muss angefeuchtet werden (weil das Silikon oberflächlich betrachtet schnell trocknet) – und zum krönenden Abschluss wird mit etwas Speichel auf der Fingerkuppe der Glattstrich erzeugt. Ich habe gut aufgepasst, denn Silikonfugen sollten alle 5 Jahre erneuert werden!!!

Aber das Größte gestern war, dass wir endlich das Bodenvlies weggeben konnten! (Heute liegt es für die Installateure aber vorübergehend wieder als Schutz auf den noch nicht verfugten Fliesen – das wird dann die letzte gute Tag „unseres guten Geistes“ sein.)

Und da strahlen dann auch die weißen – unverfliesten!!! – Wände vor lauter Freude!

     

Woche 6 startet mit Baustellen-Stopp

Baustellen-Stopp! Und wer ist schuld? Der zweite Stich in den Oberarm hat „unseren guten Geist“ vorübergehend außer Gefecht gesetzt! Gestern lag er mit Fieber im Bett, heute Morgen stand er zwar unerwarteterweise pünktlich um 8:30 Uhr vor unserer Wohnungstür, weil er uns nicht hängen lassen wollte – ein echter SCHATZ! -, aber er war dann doch erleichtert, als wir ihn wieder ins Bett geschickt haben! Gutes Argument: Die Wandfarbe reicht nicht für den zweiten Anstrich! Bodo muss erst einen weiteren Eimer Farbe besorgen!

Vielleicht kommt er heute nachmittags, ansonsten morgen. Wir sind richtig entspannt deswegen – dauert´s halt noch ein wenig länger … so verkürzt sich auch automatisch die Lieferzeit der Duschwände — immer schön positiv bleiben!!!

Der Installateur ist daher auf „Standby“.

Aber!!! Es gibt doch auch gute, erfrischende News:

Wir haben im WC bereits den neuen Wandspiegel (mit LED-Beleuchtung) und den Unterschrank montiert (Foto davon ist leider schwierig zu machen, weil meine derzeitige Bad-Hair-Frisur zu sehr von der Eleganz der Spiegelform ablenken würde … das muss also noch ein bisschen warten!)

War´s das jetzt?

Der 19. Mai 2021 wird für das österreichische Volk unter Umständen genauso geschichtsträchtig werden wie der 08. Mai 1945 – damals wie heute geht es um das dringende Bedürfnis, „frei“ zu sein – Freiheit in den kleinen Dingen des Lebens, die uns Menschen aber so unbedingt wichtig sind: das Wiener Schnitzel vom Profi, der Cocktail auf der Terrasse am Ufer, das Knabbern von Popcorn auf roten Samtstühlen, jemand anderer, der das Bett für einen macht und das gemeinsame Schwitzen im Grouptraining!

Ich war trotz meiner online-Video-Routine vor meiner ersten Live-Einheit nach über 6 Monaten fast so nervös wie vor 21 Jahren (!) bei meiner allerersten Stunde als lizenzierte Fitness-Instructorin! Aber zum Glück: Den „Schummelzettel“ habe ich wirklich nicht gebraucht – mit dem ersten Beat war ich wieder ganz „die Alte“!

Das Schönste aber am Lockdown-Ende: Alle, die bei mir in den ersten Einheiten waren, sind so happy und dankbar, dass Sporteln in Gemeinschaft nun wieder möglich ist!

Und was wird so verbal frei gesetzt und rekapituliert?

* Ich habe seit Weihnachten nichts mehr gemacht! * Meine Wohnung ist zu klein, um turnen zu können. * Ich bin am Sofa picken geblieben. * Für Online-Kurse fehlt mir die Motivation. * Uih; bin ich um die Mitte fett geworden – oder ist einfach nur das Shirt zu eng? * Machst du heute bitte nur ein Aufbautraining? * Ich freue mich schon auf den Muskelkater morgen! * Danke für deine originellen Online-Klassen – die waren meine Rettung!

Ja, ja, ja … das klingt mir teilweise ein bisschen nach soften Ausreden und losgelassener Disziplin! Was haben die Leute nur in dem halben Jahr gemacht? Einbalsamiert im Homeoffice-Kokon? Endloses Streamen? Backfee und Putzteufel?

Manchmal (oder eigentlich oft?) bin ich schon froh, dass ich ein Steinbock bzw. ein Doppel-Pferd bin, denn ohne große Anstrengung schaffe ich es immer wieder, von allem etwas in meinen Tag hineinzupacken – und dazu ist nicht mal Multitasking notwendig, sondern es genügt eine glatte und zielorientierte Strukturierung meines Tages …

… vielleicht sollte ich neben Fitness und Yoga auch noch Coaching anbieten?

Fit-mal-eins

Leute! Das ist jetzt mein 40. sportliches Video!!! Sagenhaft!!! Geplant waren ein Dutzend, aber der Lockdown … lässt uns alle nur noch fitter werden – im Kopf & im Körper! Ich freue mich, wenn ich für DEIN Wohlbefinden einen kleinen Beitrag liefern konnte & kann! Perfekt bin ich nicht – und mein Schweiß zeigt sich oft an den unmöglichsten Stellen – ich gebe eben ALLES für DICH!

Yoga Video 40

Liegt das Glück auf der Straße?

Manch einem kommen die besten Gedanken unter der Dusche – mit oder ohne Ohrenschmerzen verursachendem Singsang, andere werden beim Gemüse-Schnipseln von Geistesblitzen erhellt. Aber auch ein penibler Frühlingsputz kann Geist befreiend wirken. Oder „es“ passiert, wenn man noch etwas schlaftrunken eine vereinsamte Gasse hinabläuft.

Bei mir gleich ums Eck gibt es eine für zwei Fahrspuren und Schrägparker eigentlich viel zu enge Straße mit dem französisch auszusprechenden Namen „Jaquingasse“. Vor der Einführung des „Sackerls fürs Gacki“ und der Strafandrohung dazu hieß diese Gasse bei uns aber nur die „Rue de la Gaque“, denn der Gehsteig war ein einziges (insbesondere im Sommer übel riechendes) Hundeklo! Man sagt ja gerne, dass das Glück auf der Straße liegt – hier hatte man dann echt Glück, wenn man auf den 500 Metern nicht versehentlich in einen Kothaufen trat, denn versteckt zwischen parkenden Autos und der mächtigen Sichtziegelmauer zum Botanischen Garten hin ließ es sich anscheinend gut ….

Mittlerweile haben Hunde und ihre Besitzer aber offenbar eingesehen, dass saubere Gehsteige ein Zeichen von Respekt und Miteinander sind – und so konnte ich heute Morgen über ein sauberes Trottoir laufen.

Was ist aber nun mit dem Glück? Braucht es dafür einen festen Boden, damit es sich nähren und gedeihen kann? Oder braucht es luftige Höhen, um sich ausbreiten zu können? Vielleicht entsteht Glück aber auch ganz verborgen im Innersten von einem jeden von uns und wartet nur darauf, sich zu zeigen. Auch wenn es zunehmend schwerer fällt, Glück zu empfinden – es ist da, auf jeden Fall! Man muss nur einen Weg finden, Glück für sich selbst zu definieren! Glück muss nicht groß sein, aber es ist großartig, wenn man es für sich gefunden hat!

Die Suche nach den Ostereiern 2021 ist vorbei. Lasst uns jetzt gemeinsam nach dem kleinen-großen Glück suchen!

Yoga Express

In dieser Yoga-Praxis-Einheit wird es … wie soll ich es beschreiben? … „schnittig“, „knackig“, … ein bisschen: „express-iv“ – mit ein paar Leckerbissen unter den bereits bekannten Stellungen! – Probiere es aus!

Yoga Video 31

Fit around the clock

Man ist entweder Morgenmuffel oder „der frühe Vogel fängt den Wurm“. Es gibt das Leistungstief am Vormittag oder erst nachmittags – oder man erreicht am Zenit des Tages den höchsten Punkt auf der persönlichen Leistungskurve. Man legt sich bereits mit dem Betthupferl schlafen oder man rockt bis spät nachts auf der Playstation herum.

Egal, welchem Biorhythmus du folgst: es sollte sich immer die eine oder andere Minute finden, um seinen GANZEN Körper in welcher Form auch immer zu bewegen! Es gibt hier KEINE Ausreden! 🙂 Ein paar Ideen meinerseits in diesem Video!

Yoga Video 30

Ich grüße Dich, Sonne des Herzens!

Endlich, endlich, scheint die Sonne über uns zu erwachen und ihr Feuer zu entfachen!

Unser Terrassen-Refurbishment-Vorhaben ist daher zum Glück auch schon weiter vorangeschritten: die Wand ist strahlend weiß, die Fenster sind blitz-blank, unsere Leiter, die aufs Sonnendeck führt, wurde versetzt, damit das neue Pflanzenregal besser zur Geltung kommt bzw. die Blumen mehr Sonne abbekommen, und wir haben seit gestern auch eine Pflanzen-Etagere – dank Bodo´s körperlichem Einsatz mega-stabil zwischen zwei Stützen montiert … alleine das Bodenabschleifen macht uns noch Sorgen …

Ein etwas eigenartiges Intro für mein nächstes yogisch-inspiriertes Video – aber es fällt nun halt leichter, die Sonne aktiv zu grüßen! Noch indoor, aber wenn es so weiter geht mit dem Frühlingserwachen, dann steht einer Yogapraxis im Grünen bald nichts mehr im Wege – außer der eine oder andere Lockdown …

Yoga Video 29