Gedenklauf

Liebe Fendi!

Du bist seit etwas mehr als einer Woche leider nicht mehr bei uns, aber ich muss dir erzählen, dass ich Dir zu Ehren gestern 42,195 km gelaufen bin. Es ging von Bad Ischl nach St. Wolfgang und einmal um den See herum. Es war kalt, es war anstrengend, der zu bezwingende Berg gefühltermaßen noch höher als beim letzten Mal, aber ich habe es schlussendlich in einer na ja, nicht so berauschenden Finisher-Zeit bis ins Ziel geschafft – geschafft, weil ich in den Phasen, als mich meine Kräfte zu verlassen drohten, an dich gedacht habe, daran, wie du mit unermüdlicher Freude den Berg hinaufgerannt wärst, wie du mit fliegenden Ohren und heraushängender Zunge den Berg herabgekommen wärst, daran gedacht, welch Kämpferin du immer warst: du hast dich, als du noch unter Geschwistern warst, vorgedrängt und dir dein Frauchen und Herrchen ausgesucht, du hast dich ins Herz der älteren Kimba gekämpft, du hast als 4-jähriger Hund gegen eine schwere Krankheit angekämpft, du hast immer wieder erfolgreich um eine Belohnung gebettelt, du hast uns alle um den kleinen Finger gewickelt und dein Frauchen und Herrchen um so manche ruhige Nachtstunde gebracht, weil dich irgendwelche Geräusche in den Garten lockten. An der Leine warst du ein kleiner Plagegeist, beim Ohrenkraulen der größte Genießer, Haarbürste und Fotoapparat hast du so gar nicht gemocht, umso mehr aber die Kredenz mit der Kekslade.

Danke für die vielen schönen Stunden und Erinnerungen, die wir im Herzen bewahren können – wir vermissen Dich!

Fashion Sale versus Top Swap

Um an meinen Blog zum Fashion Sale kurz anzuschließen: die Nachfrage war leider enttäuschend minimal bis Null 🙁 willhaben.at ist wohl nicht die passende Plattform. Und die angeschriebenen SecondHandShops haben schon gar nicht geantwortet. Daher kam mir die Einladung zum „Erntedank-Fest-Kleidertausch“ gerade richtig: binnen kürzester Zeit suchte ich aus meinem „ich trenne mich-Stoß“ 20 Kleidungsstücke und Schuhe aus, die ich für eine SwapParty entbehren konnte – habe dann zwei Riesensäcke hingeschleppt, 20 Euro hingelegt und …. abgewartet, was sich tun würde: einige Kleidungsstücke haben den Weg nach drinnen in den Showroom gar nicht gefunden; da waren die Mädels hinter der Theke schneller beim Zugreifen. Und das, was dann aufgehängt wurde, war auch nicht lange da – kein Wunder, haben sich meine Tauschsachen qualitätsmäßig doch von den anderen Fetzen (im wahrsten Sinne des Wortes) deutlich abgehoben. Mit ein, zwei Frauen, die sich als neue Besitzerinnen zeigten, kam ich dann auch ins Gespräch. Die eine meinte, so tolle Sachen! Sie hätte ihre schöneren Kleidungsstücke lieber noch zu Hause gelassen, weil sie erstmal schauen wollte, was die anderen so brächten. Blöd nur, dass jede Frau so denkt! Das tut der Swapperei auf Dauer nicht gut!

Ich habe nach einer Stunde des Beobachtens ein schwarzes kurzes enges Kleid ergattert, habe ein Paar meiner eigenen Schuhe wieder geschnappt, die restlichen Gutscheinpunkte an engagierte Swapperinnen verschenkt – und war schlussendlich zufrieden: ich bin ein paar Sachen los geworden, ich habe ein paar Frauen eine Freude gemacht und darf mich selbst über ein weiteres schwarzes Kleid in meinem Schrank freuen!

Und mit dem Rest der tatsächlich Top-Sachen versuche ich auf anderem Weg mein Glück – nicht locker lassen!