Back to Discipline

Heute ist im Osten Österreichs (endlich wieder?!) Schulbeginn – für rd. 490.000 Schüler*innen beginnt wieder das Zittern um Präsenzunterricht oder Distance-Schooling, 3x pro Woche muss getestet werden, Maskenpflicht außerhalb der Klassenräume – bitte macht kein Drama daraus! Diese Maßnahmen bedeuten keinen Beinbruch und verhindern vielleicht und hoffentlich Zustände wie vor einem Jahr!

Aber darüber wollte ich eigentlich gar nicht schreiben! „Zurück zur Disziplin“ – das soll eigentlich auf mich gemünzt sein, denn nach einer Woche einer ausgedehnteren Nachtruhe – statt um 5:00 Uhr bin ich erst zwischen 6:00 und 6:30 aufgestanden; die Yogakurse beim Festival im Gasteinertal fingen erst um 8:00 Uhr an; davor ging ich eine Runde spazieren, um mir danach vom Frühstücksbuffet ein bisschen Obst mitzunehmen – ließ ich mich heute Morgen gerne wieder um 4:59 von meinem Uhr-Alarm in den Tag bugsieren, um ins Laufgewand zu steigen! Ich war dann aber doch sehr erstaunt, dass am Himmel noch kein Anzeichen von Sonne zu bemerken war und stattdessen die Sterne lustig herunterfunkelten, um mich zu begrüßen. Ist der Sonnenaufgang binnen weniger Tage so arg schnell nach „später“ versetzt worden?

Sei´s drum – es ist, wie es ist: die Straßenlaternen leuchteten mir den Weg, und als ich im Prater ankam, hatte sich die Morgendämmerung schon ein wenig vorgekämpft. Überrascht allerdings waren die Rehe auf einer Wiese, die noch ganz traumverhangen nicht recht wussten, wie sie auf meinen leichtfüßigen Elefantentritt reagieren sollten – die meisten blieben dann einfach im Gras liegen, so als wüssten sie, dass von mir keine Gefahr ausgeht.

„Back to Discipline“ bedeutet für mich aber auch so was wie geregelte und gewohnte Abläufe, Routine, damit auch Sicherheit. — Puh! Wie langweilig!!! Wie viel Veränderung braucht ein Mensch? Wie viel Veränderung verträgt ein Mensch? In meinem letzten Blog habe ich vom Yogafestival berichtet – und von dieser argen Übung, wo ich wie ein Käfer hin- und herschaukeln musste – der Titel dieser Einheit hieß: „Be the Change“ – es muss keine große Revolution in einem stattfinden, aber es kann Kopf & Geist (und Körper) durchaus bereichern, täglich mal ein wenig von der gewohnten Routine abzuweichen – und dies kalkuliert-durchdacht in den Tagesablauf einfließen zu lassen oder spontan-ungeplant einfach passieren zu lassen!

Einfach passieren lassen: Ich habe heute Morgen nach dem Laufen und meinem Kopfstand auf der Terrasse aus einem Impuls heraus die Fenster geputzt! 🙂