Hoffentlich …

… lebt sie noch?

 

Ich war heute in der Früh laufen – was sonst? Meistens überlege ich mir im Vorhinein, welche Laufstrecke ich nehme, manchmal kommt es auch ein wenig anders. Heute war es recht stürmisch, was mich ein wenig aus dem Konzept gebracht hat, weil ich an manchen Straßenkreuzungen von entgegenwirkenden Böen gebremst wurde und dann mit mal wieder in ein Windloch fiel.

Dazu noch ein Rest Schläfrigkeit.

Und eine rinnende Nase (aber das ist ganz normal, wenn ich im Laufschritt die Morgendämmerung durchbreche).

Dann war ich auch schon im Stadtpark, der sich trotz des wechselhaften Wetters mit sehr erfreulich-belebender Frühlingsstimmung zeigt.

Und dann war da plötzlich und unvermutet ein Bodenkontakt mit einem harten, buckligen Widerstand. Ich dachte: Hoppla, ein Stein / ein Ast! Und blickte mich intuitiv um … der Stein / der Ast hatte vier Beine und einen dünnen Schwanz … Ich bin da gerade auf eine Ratte getreten!!! War das deutlich spürbar knacksende Geräusch ein brechender Knochen oder gar der Rattenschädel? Wie aber floh das Tier, als wäre es von meinem Fuß nur gestreichelt worden? Haben auch Ratten mehr als ein Leben? Oder ist es wie bei den Hühnern, wenn diese nach dem Schlachten kopflos durch die Gegend rennen?

Ich bin wirklich kein Freund von diesen Nagern – meine Begegnungen mit dieser Spezies im Hausflur meiner ersten Wiener Wohnung oder im Hausmüll bzw. natürlich in der Stadt, dann aber meistens im Gebüsch … und manchmal auch als Leckerbissen für die nimmersatten Krähen – genügen mir vollauf, aber heute hatte ich echt ein schlechtes Gewissen und hatte einen kurzfristigen Adrenalinschub (der allerdings mit Gegenwind ganz schnell wieder verpuffte).

Ich will kein Rattenfänger sein, aber auch kein Rattenmörder! Den Schnecken mit Haus, die seit kurzem wieder aktiv sind, versuche ich ja auch, so gut als möglich, auszuweichen (was noch schwieriger ist, vor allem, wenn sie zu mehrt auf Wanderschaft gehen)!

Also, liebe Ratte – es war mit Sicherheit keine Absicht – und auch für dich gilt: schau nach rechts und links, wenn du einen Weg queren möchtest!