{"id":1023,"date":"2016-11-04T12:39:08","date_gmt":"2016-11-04T11:39:08","guid":{"rendered":"https:\/\/luciaklatil.wordpress.com\/?p=1023"},"modified":"2016-11-04T12:39:08","modified_gmt":"2016-11-04T11:39:08","slug":"valencia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/?p=1023","title":{"rendered":"Valencia"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\">Tapetenwechsel im Oktober?<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Nach einem wunderbar harmonisch, gem\u00fctlichen, verl\u00e4ngerten Wochenende im Romantikschl\u00f6ssl am Lormanberg im steirischen Vulkanland, zu dem ich meine j\u00fcngere Schwester Julia und\u00a0ihre H\u00fcndin Diva\u00a0 eingeladen hatte (endlich mal ein Geburtstagsgutschein, der auch eingel\u00f6st wurde!)\u00a0&#8211; Bodo durfte nat\u00fcrlich auch mit, denn einer musste ja Feuer im Kamin machen und fotografieren! &#8211; war noch eine andere Reise zu zweit geplant. Nachdem unsere heurige Wanderung ja leider ein abruptes Ende fand und Bodo aufgrund einiger Schulprojekte die Sommerferien durcharbeiten musste und daher kaum etwas Sonne abbekam, machte ich\u00a0dank eines\u00a0Tipps meiner Freundin Ute spontan eine Reisebuchung mit dem Ziel, die letzten Tage des Oktobers bis zur Uhrumstellung auf Winterzeit in w\u00e4rmeren Gefilden zu verbringen. Ich bin kein Freund von langen Flugzeiten, daher ist Spanien immer eine gute Wahl &#8211; die wundersch\u00f6ne Stadt Valencia, s\u00fcdlich (!!!) von Barcelona und auch am Mittelmeer gelegen, im Besonderen!<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Einfach w\u00e4re sch\u00f6n, ist es aber nicht!\u00a0Denn Bodo hat am Tag vor dem Abflugdatum hohes Fieber und arge Bauchschmerzen &#8211; bitte nicht! Als ich vom Sporteln heimkomme, meint er mit schwacher Stimme, dass ich alleine fliegen m\u00fcsse, um nicht alles verfallen zu lassen! Wie stellt er sich das vor? Zum einen: wer pflegt ihn? Zum anderen: wer hilft mir Orientierungsniete durch unbekannte Stra\u00dfen? Ich grolle, weine innerlich und bleibe stumm. 2 Aspirin-Brausetabletten, von Bodo gehasste feuchte Wadenwickel und eine hei\u00dfe Tomatensuppe &#8211; kurz nachher schie\u00dft der fiebrige Schwei\u00df! Ich gehe zu Bett &#8211; noch ist nichts gepackt!<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Als der Wecker um 4 Uhr l\u00e4utet, sind wir beide wach, Bodo beinahe quietschvergn\u00fcgt und fieberfrei. Der Handgep\u00e4ck-Koffer ist rasch gepackt, die Fototasche sowieso griffbereit &#8211; wir k\u00f6nnen los: DANKE!<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Der Flug mit Zwischenstopp in Genf, von dort dann die Betreuung des freundlichsten Flugbegleiters, den ich jemals kennenlernen durfte. Er verw\u00f6hnt &#8222;ausgew\u00e4hlte&#8220; Passagiere mit zus\u00e4tzlichen Croissants und Schweizer Schokolade. Mit der U-Bahn sind wir dann binnen 30 Minuten am Ziel, nur wenige Meter auf einer interessanten \ud83d\ude42 Einkaufsstra\u00dfe &#8211; und wir haben unser kleines Hotel Lotelito gefunden. M\u00fcde sind wir jetzt allemal, aber wir verschieben das Power-Napping auf den sp\u00e4ten Nachmittag und erkunden die Altstadt mit ihren prunkvollen, reich geschm\u00fcckten Kirchen, Palazzos, den einladenden Pl\u00e4tzen, den beiden m\u00e4chtigen Torbauten. Es gibt viel zu schauen, aber der Kopf ist bald m\u00fcde, sodass wir unser Bett mit der harten Matratze testen wollen. Allein, an geruhsamen Schlaf ist nicht zu denken, denn vor\u00a0unserem Hotel\u00a0zieht auf der Hauptstra\u00dfe ein Demonstrationszug langsam, aber sehr laut, vorbei, begleitet von einem tosenden Hubschrauber genau \u00fcber unseren K\u00f6pfen. Morgen kaufen wir Ohrst\u00f6psel!<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Das erste Abendessen ist italienischer Art &#8211; wir sitzen im Freien, es hat noch immer 20 Grad, vor uns pl\u00e4tschert ein hell erleuchteter Brunnen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Der erste volle Tag! Wir machen uns auf zum Botanischen Garten, den wir gestern schon entdeckt hatten. Viel mediterrane Pflanzen, aber auch Exoten, sehr viele Katzen, die hier leben und gr\u00fcne Papageien. Bodo ist nat\u00fcrlich mit der Kamera unterwegs, ich bleibe auch schon mal gerne in der Sonne sitzen und studiere den Stadtplan. In einer offenen Parklaube turnen \u00e4ltere Damen unter Anleitung. Nachmittags fahren wir dann zum Meer, finden nur nach l\u00e4ngerem Suchen ein kleines Lebensmittelgesch\u00e4ft, wo wir Wasser und Obst kaufen. Am Strand bleiben wir aber nicht lange, es wird zu windig und damit zu k\u00fchl. Zumindest meine Beine testen kurz das Meerwasser &#8211; schon\u00a0a bissi frisch!<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Das zweite Abendessen ist spanischer Art &#8211; wo wir schon hier sind, m\u00fcssen wir doch eine Paella verdura kosten. Bodo meint: bei mir schmeckt\u00b4s besser!<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Bodo schl\u00e4ft mit den Ohrst\u00f6pseln, ich gebe meine bald wieder raus, weil sie jucken.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Ich stehe kurz vor 7 Uhr auf &#8211; es ist noch\u00a0stockdunkel &#8211; wir sind ja weit im Westen Europas! Heute bin ich wieder fit f\u00fcr einen Lauf. Valencia hat vor einigen Jahren den Fluss umgeleitet und aus dem alten trocken gelegten Flussbett eine gewaltige Gr\u00fcnanlage gemacht, 9 Kilometer lang &#8211; ein Eldorado! In der Dunkelheit sehe ich zwar nicht allzu viel, ich finde aber eine beleuchtete Laufstrecke und f\u00fchle mich sicher. Ich bin fast 90 Minuten unterwegs. Bodo: da m\u00fcssen wir auch bei Tageslicht hin! Tun wir dann auch, wir wenden uns zuerst Richtung Westen und kommen dort am Ende zu beeindruckenden Bauten vom Genie-Architekten Calatrava. Besonders der Palast der K\u00fcnste &#8211; ein Opernhaus f\u00fcr 4.000 Zuschauer &#8211; macht sprachlos, schwebt doch \u00fcber dem eigentlichen Bauk\u00f6rper, der an eine Muschel erinnert oder doch an ein offenes Fischmaul?, ein\u00a0&#8222;Blatt&#8220;, nur an einem &#8222;Stiel&#8220; mit dem Boden verbunden. Mr. Calatrava: how does it works? Noch immer sprachlos fahren wir mit dem Bus in ein nahe gelegenes Naturschutzgebiet, das uns dann etwas entt\u00e4uscht, denn ohne\u00a0Barke kommt man nicht durch das dichte Schilfgebiet. Wir fahren mit einem fr\u00fchen Bus wieder zur\u00fcck und spazieren lieber in &#8222;unserem&#8220; Park &#8211; viel Stopp &amp; Go, weil Bodo viele, sehr viele Fotomotive entdeckt. Besonders skurril sind die mit Dornen besetzten flaschenf\u00f6rmigen B\u00e4ume mit ihren malvenartigen Bl\u00fcten. Das viele Warten macht mich ein bisschen m\u00fcde &#8230; und gereizt \ud83d\ude42<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Das dritte Abendessen ist dann wieder italienisch &#8211; same place, allerdings drinnen, denn au\u00dfen ist alles besetzt. Wir sind sp\u00e4t dran, Bodo hat heute Abend seine Night-Picture-Session. Und ich muss mich ein bisschen in Geduld \u00fcben &#8211; ich lasse einfach den Ort und das Treiben auf mich wirken.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Am n\u00e4chsten Morgen laufe ich im Park weiter, ich bin noch nicht bis ans andere Ende gekommen. Eine Steinmauer hat mich gestern in die Irre gef\u00fchrt, denn ich dachte, dass hier schon aus w\u00e4re, derweil beginnt dahinter erst der Biopark, den ich dann mit Bodo bei Tageslicht so richtig erkunden kann. Wir halten uns einen Gro\u00dfteil des Tages dort auf, am Nachmittag schlendern wir wieder durch die Altstadt und suchen\u00a0nach noch unbekannten\u00a0Gassen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Das\u00a0vierte Abendessen ist\u00a0schon wieder italienisch &#8211; aber wir finden nichts anderes. Warum wechseln, wenn es schmeckt? Und einen Vorteil gibt es noch: die Kellnerin kennt uns jetzt und verhilft uns zu einem Tisch im Freien &#8211; da schauen andere ganz dumm aus der W\u00e4sch`! Die junge Dame ist in Venedig geboren, hat in Deutschland gearbeitet &#8211; ist daher multilingual! Kompliment!<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Und schon ist der Tag der Abreise gekommen. Wie durch ein Wunder ist es ruhig auf den Stra\u00dfen, denn unser &#8222;Gr\u00e4tzl&#8220; ist heute autofrei. Wir bleiben, solange es geht, auf dem gro\u00dfen Platz vor dem Rathaus. Die Sonne scheint, alles ist fr\u00f6hlich und hat die Uhrumstellung gut \u00fcberstanden. Mit ein wenig mehr Gep\u00e4ck &#8211; ich bin bei Pull&amp;Bear f\u00fcndig geworden: tolle Klamotten um einen Spottpreis (z.B. flauschiger Wollmantel, der offen zu tragen ist, um \u20ac 35,-!) und auffallende Stiefel aus schwarzem Stoff mit wei\u00dfer unterbrochener Sohle &#8211; treten wir schweren Herzens die lange R\u00fcckreise an, dieses Mal mit Zwischenstopp im Z\u00fcrich und eigenartigen Passagieren (vor uns zwei Kleinkinder, die sich \u00fcber den Sitz lehnen und Bodo fast auf die Stirn spucken &#8211; he is not amused!)<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Valencia: wir kommen sicher wieder, denn: wir haben entdeckt, dass hier an der Kathedrale ein Jakobsweg beginnt, der uns zum Beispiel bis Burgos f\u00fchren k\u00f6nnte &#8230; Bodo hat den gelben Pfeil zuerst entdeckt!<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">p.s.: die vielen tollen Fotos wird es demn\u00e4chst zu sehen geben &#8211; ich halte Euch am laufenden!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tapetenwechsel im Oktober? 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