{"id":1150,"date":"2017-06-30T12:59:22","date_gmt":"2017-06-30T10:59:22","guid":{"rendered":"https:\/\/luciaklatil.wordpress.com\/?p=1150"},"modified":"2017-06-30T12:59:22","modified_gmt":"2017-06-30T10:59:22","slug":"perfektionistische-ambition-durch-biodynamik-wieder-in-balance","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/?p=1150","title":{"rendered":"Perfektionistische Ambition durch Biodynamik wieder in Balance"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\">Ich und mein ambitionierter Perfektionismus! Zum Gl\u00fcck ist mein Sch\u00e4del genauso tough und hart im Nehmen!<\/p>\n<p align=\"justify\">Aber mal alles der Reihe nach: Schauplatz: ein Fleckerl unm\u00f6blierter Parkettboden geh\u00f6rt, sofern ich nicht ins Yogastudio fahre, meiner Yogamatte, die fr\u00fchmorgens, w\u00e4hrend Bodo und die Hausspinne Robert noch schlafen, ausgerollt wird. Staubfreier Untergrund w\u00e4re dabei super. Leider bin ich derzeit, bedingt durch die Hitze, etwas nachsichtiger gegen\u00fcber\u00a0diesen unsichtbaren, von mir so ungeliebten Zimmergenossen, die sich nach einem erf\u00fcllten Dahinschweben auf dem Boden zur Ruhe niederlassen. Und da die Fenster und Balkont\u00fcren\u00a0zwecks Durchzug fast immer ge\u00f6ffnet sind, w\u00e4re\u00a0eine Laufrunde mit dem knallgelben Dyson au\u00dfer schwei\u00dftreibend\u00a0\u00fcberhaupt kein\u00a0effektives Training. Wie auch immer: die Matte war Dienstag vergangener Woche bereit, mich bei der Zusammenstellung meiner \u00dcbungseinheit im Zuge des YogaTeacherTrainings zu unterst\u00fctzen. Mein Anspruch an diese Einheit vor 18 anderen Yogalehrerinnen: es muss anspruchsvoll und einzigartig werden! Meine Zutaten: Eka Pada (auf einem Bein), Baddha (H\u00e4nde hinter dem R\u00fccken gehalten), Parivritta (Twist im Oberk\u00f6rper), die ich zu einer \u00dcbung zusammenf\u00fcgen wollte: eka pada baddha parivritta parsvakonasana &#8211; klingt komplizierter als es ist, verlangt aber nach Flexibilit\u00e4t, Kraft und vor allem Konzentration. Alles da &#8211; fast: f\u00fcr einen Moment nicht 100% bei der Sache und es machte einen sehr, sehr lauten Rums &#8211; so laut, dass Bodo abrupt aus seinem geliebten Morgen-Tiefschlaf gerissen wurde und mich\u00a0im Bette kerzengerade\u00a0stehend\u00a0mit weit aufgerissenen Augen\u00a0anstarrte &#8211; komplett konfus, was kein Wunder ist!<\/p>\n<p align=\"justify\">Ich bin &#8211; in mir selbst verknotet und einbeinig &#8211; wie ein Zementsack zur Seite umgekippt und mit dem Kopf diritissima auf den (unstaubfreien) Boden gedonnert. Autsch! Im ersten Moment: Schock, kurzes Testen: Was tut weh? Ist mir schwindlig? Soweit alles ok &#8211; bis auf den linken Brustkorb \/ die Rippen, da d\u00fcrfte beim Aufprall doch etwas passiert sein, denn hier meldete sich ein &#8222;Aua&#8220;. Aber: Atmen kann ich,\u00a0dann wird schon nichts gebrochen sein &#8211; oder? Also wie gehabt weitermachen &#8211; obwohl: die Yoga-Session habe ich dann doch beendet!<\/p>\n<p align=\"justify\">Am Donnerstag beim Yoga mit Lehrer und brav nach Ashtanga-Ablauf wurde ich allerdings geh\u00f6rig in meine Schranken verwiesen: Springende Bewegungen, bei der sich Brustkorb und Bauch n\u00e4her kommen &#8211; das ging auf einmal gar nicht mehr! Irgendwas war da &#8222;au\u00dfer Kontrolle&#8220; geraten. Instinktiv habe ich mit einem Handschubser die Rippen zwar wieder &#8222;eingerenkt&#8220; &#8211; es machte auch\u00a0h\u00f6rbar &#8222;Klick&#8220;, aber gut war\u00b4s deswegen\u00a0ganz und gar nicht! Diese Selbstbehandlung habe ich\u00a0dann noch zwei-\/drei Mal\u00a0durchf\u00fchren m\u00fcssen und mir\u00a0dann doch jegliches H\u00fcpfen verboten &#8211; meine Yogapraxis bekam\u00a0somit einen\u00a0recht dem\u00fctig-langsamen Touch. Am Montag habe ich dann mit viel Gl\u00fcck einen timeslot bei einer Osteopathin bekommen &#8211;\u00a0bis Mittwoch nachmittags musste ich noch warten. Erwartet h\u00e4tte ich mir ein kraftvolles Anpacken und Hin- und Her-Geruckle, aber nein! Behandelt wurde ich mit Biodynamik: ein kaum sp\u00fcrbares Handauflegen an bestimmten Stellen, um das &#8222;Trauma&#8220;, das Kopf und Rippen offenbar erlitten hatten, abzuleiten. Klingt unheimlich, aber ich kann nur sagen: es hat geholfen! Die Schmerzen sind so gut wie weg. Und auch wenn ich mit dem Springen noch ein wenig warten werde, habe ich meine innere Balance wieder gefunden.<\/p>\n<p align=\"justify\">Ob ich eka pada baddha parivritta parsvakonasana\u00a0nochmals ausprobieren werde? Ich denke schon, aber ich muss meine Ambitionen und meinen Hang zum Perfektionismus unter Umst\u00e4nden doch ein wenig runterschrauben und simplifizieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich und mein ambitionierter Perfektionismus! Zum Gl\u00fcck ist mein Sch\u00e4del genauso tough und hart im Nehmen! Aber mal alles der Reihe nach: Schauplatz: ein Fleckerl unm\u00f6blierter Parkettboden geh\u00f6rt, sofern ich nicht ins Yogastudio fahre, meiner Yogamatte, die fr\u00fchmorgens, w\u00e4hrend Bodo und die Hausspinne Robert noch schlafen, ausgerollt wird. Staubfreier Untergrund w\u00e4re dabei super. 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