{"id":1208,"date":"2017-09-12T17:13:10","date_gmt":"2017-09-12T15:13:10","guid":{"rendered":"https:\/\/luciaklatil.wordpress.com\/?p=1208"},"modified":"2017-09-12T17:13:10","modified_gmt":"2017-09-12T15:13:10","slug":"potluck-im-oryoki-style","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/?p=1208","title":{"rendered":"Potluck im Oryoki-Style"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\">Was soll das nun wieder hei\u00dfen? &#8211; Mir ging es nicht anders, bis ich\u00a0im Yoga-Weiterbildungsblock Nr. 6 aufgekl\u00e4rt wurde: 1) Potluck ist unver\u00e4ndert unser sonnt\u00e4glicher gemeinsamer yogisch-vegetarisch-veganer Brunch, bei dem jeder etwas Schmackhaftes zum Verkosten mitbringt (davor\u00a0gestalten zwei Yoginis je eine Yoga-Einheit, danach [mit vollem Bauch!] folgt eine dritte Yoga-Einheit. 2) Oryoki aber ist ein Ritual aus dem Zen, das schwer den Fokus auf Geben &amp; Nehmen hat. Gekommen ist das Ganze von den buddhistischen M\u00f6nchen, die ihre Nahrung rein durch Almosen bekommen hatten &#8211; in der &#8222;modernen&#8220; Zen-Welt wurde dies zur Zeremonie erhoben. Es gibt eigene Kurse, um das alles\u00a0zu lernen (und zu \u00fcben)!<\/p>\n<p align=\"justify\">Wir (= 17 Yogalehrerinnen, die sich gerade um das 300 Stunden Teacher Training bem\u00fchen) wurden am vergangenen Sonntag quasi ins kalte Wasser geschmissen. Allein die Vorbereitungen wurden uns verraten: &#8222;Bringt Euer eigenes Oryoki-Set mit!&#8220; &#8230; bestehend aus: 3 Sch\u00fcsserln in vorzugsweise 3 Gr\u00f6\u00dfen, damit man sie ineinanderstapeln kann, Besteck in einer Stofftasche, ein Fetzerl f\u00fcrs Hoppala-Wegwischen, eine Serviette f\u00fcrs Mauli-Abwischen, eine gro\u00dfe Serviette, um alles in einen tragbaren Beutel einzuwickeln &#8211; wie ein Wanderm\u00f6nch halt.<\/p>\n<p align=\"justify\">Jede hat sich offensichtlich bem\u00fcht, ein appetitliches Oryoki-Set zu gestalten (ich war noch schnell in einem Gesch\u00e4ft, um neue Geschirrt\u00fccher als Serviettenersatz zu kaufen).<\/p>\n<p align=\"justify\">Einiges an Unbehagen, Unruhe, Unsicherheit\u00a0und Ungeduld\u00a0vor dem &#8222;Start&#8220;:\u00a0Zwei von uns\u00a0mussten den Raum herrichten (Kissen auflegen etc.), wir wurden in 4 Gruppen eingeteilt. Dann endlich\u00a0der &#8222;Einmarsch&#8220; mit dem Oryoki-Set, danach der &#8222;Einmarsch&#8220; mit den Speisen. Danach gehen alle hintereinander\u00a0im Kreis, bis jeder vor seinem Sitzplatz\u00a0ankommt und Platz nimmt. Eine gemeinsame Verbeugung, ein gemeinsam gesungenes Mantra;\u00a0Geschirr\u00a0und Besteck werden\u00a0nach einer bestimmten Reihenfolge und Handtechnik ausgepackt\u00a0&#8211; und erst dann wird serviert und zwar: zuerst gibt jeder aus der einen Gruppe einem\u00a0jeden aus seiner Gruppe. Der &#8222;Gebende&#8220; stellt sich dabei vor den &#8222;Nehmenden&#8220;, kniet nieder, beide verbeugen sich, der &#8222;Gebende&#8220; teilt seine Speise aus, der &#8222;Nehmende&#8220; gibt an, in welches Sch\u00fcsserl er die Speise haben will und wieviel davon. Ganz wichtig: unbedingt &#8222;Stopp&#8220; deuten, denn andernfalls ist der &#8222;Gebende&#8220; gezwungen, weiter zu geben und zu geben und zu geben\u00a0&#8211; und da k\u00f6nnte dann doch leicht ein Hoppala passieren! Essen darf man erst, wenn alle etwas in einem Sch\u00fcsserl haben.\u00a0Und der n\u00e4chste Gang kommt erst, wenn alle aufgegessen haben. So geht das weiter, bis jeder aus einer Gruppe einmal dran war. Danach entschied aber unsere Yogalehrerin, den Prozess dahingehend zu beschleunigen,\u00a0dass immer einer aus einer Gruppe alle Gruppen, und damit alle der Reihe nach, bediente.<\/p>\n<p align=\"justify\">Das wahrlich Besondere:\u00a0Alles\u00a0ging\u00a0SCHWEIGEND \u00fcber die B\u00fchne! &#8230; Wer h\u00e4tte gedacht, dass 16\u00a0FRAUEN f\u00fcr etwas mehr als eine Stunde den MUND HALTEN k\u00f6nnen- also abgesehen vom Mund-Auf&amp;Zu, um zu essen?<\/p>\n<p align=\"justify\">Auch speziell: Man nimmt automatisch von einer Speise nur wenig, und nimmt von jedem etwas, weil man\u00a0dem &#8222;Gebenden&#8220;\u00a0Respekt zollen will (ausgenommen\u00a0sind dabei eingefleischte Veganer [oophs!] und\u00a0Allergiker [Erdn\u00fcsse, Kichererbsen]\u00a0&#8230; weil: es kommen ja noch andere Sachen zum Kosten! Und f\u00fcr den Nachtisch muss auf jeden Fall noch Platz sein!<\/p>\n<p align=\"justify\">Ist jeder satt, wird es nochmals speziell: mit einer Spatel werden die Sch\u00fcsserln sauber gespachtelt. Das, was abgespachtelt wurde, wandert auch noch in den Mund (ich machte den Fehler, zuerst das &#8222;s\u00fc\u00dfe&#8220; Sch\u00fcsserl &#8222;auszuschlecken&#8220; und dann das &#8222;pikante&#8220; &#8211; eine eigenartige Geschmacksbombe f\u00fcr meinen Gaumen!) Im Original wird noch mit hei\u00dfem Wasser nachgesp\u00fclt (auch dieser &#8222;Tee&#8220; muss dann getrunken werden!) &#8211; bei uns wurde darauf verzichtet.<\/p>\n<p align=\"justify\">Nach dem Essen wird dann alles wieder in einer bestimmten Reihenfolge eingepackt. Der &#8222;Auszug&#8220; erfolgt analog zum &#8222;Einmarsch&#8220; &#8230; und erst dann (!!!) darf wieder geplaudert werden!<\/p>\n<p align=\"justify\">Eine interessante Erfahrung, isst man doch meistens achtlos, zu schnell, zu viel, zu unkontrolliert!<\/p>\n<p align=\"justify\">Wir alle waren aber trotz &#8222;wenig essen&#8220; satt bis obenhin und\u00a0empfanden quasi eine Art von Befriedigung\u00a0&#8230; und danach (mit vollen B\u00e4uchen) folgte meine Einheit &#8222;Your Love &#8211; Your Yoga &#8211; Your Life&#8220;! &#8230; and: It was perfect!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was soll das nun wieder hei\u00dfen? &#8211; Mir ging es nicht anders, bis ich\u00a0im Yoga-Weiterbildungsblock Nr. 6 aufgekl\u00e4rt wurde: 1) Potluck ist unver\u00e4ndert unser sonnt\u00e4glicher gemeinsamer yogisch-vegetarisch-veganer Brunch, bei dem jeder etwas Schmackhaftes zum Verkosten mitbringt (davor\u00a0gestalten zwei Yoginis je eine Yoga-Einheit, danach [mit vollem Bauch!] folgt eine dritte Yoga-Einheit. 2) Oryoki aber ist ein &hellip; <a href=\"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/?p=1208\" class=\"more-link\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[],"class_list":["post-1208","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lucia-and-her-sports"],"views":348,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1208","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1208"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1208\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1208"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1208"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1208"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}