{"id":1292,"date":"2018-03-18T18:12:31","date_gmt":"2018-03-18T17:12:31","guid":{"rendered":"https:\/\/luciaklatil.wordpress.com\/?p=1292"},"modified":"2018-03-18T18:12:31","modified_gmt":"2018-03-18T17:12:31","slug":"in-klausur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/?p=1292","title":{"rendered":"In Klausur"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\">Ich bin jetzt seit einem Jahr im Pfarrgemeinderat. Ein Jahr, in dem nicht viel passiert ist, au\u00dfer einigen Sitzungen, bei denen aber sowieso die Alteingesessenen das Zepter schwingen. In meiner Funktion als Pr\u00e4ventivbeauftragte gegen Gewalt in der Kirche wurde ich bislang zum Gl\u00fcck noch nicht angesprochen, und im Verm\u00f6gensverwaltungsrat habe ich bislang aktiv nur gew\u00fcnschte bauliche Investitionen bewertet und die Kosten f\u00fcr eine mobile Rampe herausgesucht. Mit einem Wort: ein Jahr der mittleren Ern\u00fcchterung.<\/p>\n<p align=\"justify\">Daher eine gewisse Spannung und Erwartung, als es hie\u00df, dass wir uns einen Tag in Klausur begeben m\u00fcssen, um zuk\u00fcnftige liturgische Themen zu besprechen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Fast alle Pfarrgemeinder\u00e4te waren gekommen. Ein auf solche Klausuren getrimmter Moderator sollte uns durch den Tag f\u00fchren.<\/p>\n<p align=\"justify\">Die Holzst\u00fchle im Kreis aufgestellt und auf Dauer\u00a0ziemlich unbequem.<\/p>\n<p align=\"justify\">Die Vorstellungsrunde kurzweilig.<\/p>\n<p align=\"justify\">Die erste Aufgabe: Jede der drei Teilgemeinden soll aufschreiben, welche Veranstaltungen \u00fcbers Jahr rund um ihre Kirche stattfinden. Unausgesprochen wurde ich in unserer Gruppe zur \u201eSchriftf\u00fchrerin\u201c des Tages (das Beschreiben von K\u00e4rtchen- und Flipcharts ist mir ja im Mediationskurs in Fleisch und Blut \u00fcbergegangen \ud83d\ude0a). Danach mussten wir die K\u00e4rtchen nach Tageszeit und angesprochene Altersgruppen auf dem Boden auflegen. Es zeigte sich bald: Kinder und Senioren, dazwischen\u00a0die klassische\u00a0L\u00fccke!<\/p>\n<p align=\"justify\">Die zweite Aufgabe: Jeder soll f\u00fcr sich seinen Herzenswunsch bezogen auf die Pfarrgemeinde nennen und auch anf\u00fchren, wo dabei Steine in den Weg gelegt werden. Dabei kristallisierten sich vier \u00fcbergeordnete Themen heraus: Kinder &amp; Jugendliche, Gleichwertigkeit der Wochenmessen, Musik als \u00fcbergreifendes Medium und das Thema \u201eGlauben neu verstehen\u201c. Nachdem ich mich mit den ersten drei Themen gar nicht identifizieren konnte, mein Herzenswunsch in Richtung \u201edurch sich selbst zu Gott finden\u201c ging, war klar, mit welcher Gruppe ich weiterarbeiten wollte \u2013 einem Dreamteam, bestehend aus unserem Pfarrvikar (ein genialer, weltoffener und es stets auf den Nagel treffender Prediger), den beiden ehrw\u00fcrdigen Schwestern, dem Diakon, der Pfarrsekret\u00e4rin, einem kulturell interessierten Pfarrgemeinderat und mir, die ich meine Rolle und Bestimmung im Pfarrgemeinderat noch nicht ganz gefunden habe \u2013 \u00e4ndert sich das jetzt?<\/p>\n<p align=\"justify\">Der Pfarrvikar hat uns mit seinem Herzenswunsch, einen Glaubenskurs, ins Leben zu rufen, wachger\u00fcttelt. Sich seiner L\u00fccken im Glaubensbild nicht sch\u00e4men zu m\u00fcssen, sondern Antworten auf nicht gestellte Fragen bekommen zu k\u00f6nnen. Sehnsucht nach Glauben zu sp\u00fcren. Durch den Glauben eine Oase der Contemplation zu erfahren \u2013 f\u00fcr mich ein Deja-vu: Im Yoga geht es um sehr \u00c4hnliches, wenngleich hier \u201eGott\u201c eine andere Bedeutung hat als im katholischen Glauben. Faszinierend f\u00fcr mich auch die so unverf\u00e4lschte Herzlichkeit und Aufgeschlossenheit der Nonnen in ihrem schwarzen Habit &#8211; Frauen, denen gro\u00dfer Respekt geb\u00fchrt! Ich bin wirklich ein gro\u00dfer Fan!<\/p>\n<p align=\"justify\">Die dritte Aufgabe: Es geht an die Umsetzung \u2013 wer, wie, womit, bis wann? Wir wollen vor dem Sommer noch eine Informationsveranstaltung organisieren, um das Interesse ausloten zu k\u00f6nnen. Ich denke, ich melde mich f\u00fcr diesen Glaubenskurs sicher an, denn ich bin mir sicher, dass mein Glaubenswissen L\u00fccken aufweist!<\/p>\n<p align=\"justify\">Der Tag war, auch wenn der Moderator eher schleppend wie ein nasser Lappen agierte, f\u00fcr alle bereichernd und interessant &#8211; ich jedenfalls habe von Dingen aus der Pfarrgemeinde\u00a0erfahren, die mir davor g\u00e4nzlich unbekannt waren! Eines ist mir jedenfalls bewusstgeworden: Mein daily business, meine Neben-Besch\u00e4ftigungen und sonstigen Alltags-Interessen stehen einem aktiveren Pfarrgemeindeleben ordentlich im Wege. Vielleicht hilft mir aber der geplante Glaubenskurs, doch noch in die Rolle eines Pfarrgemeinderats hineinzuwachsen!?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin jetzt seit einem Jahr im Pfarrgemeinderat. Ein Jahr, in dem nicht viel passiert ist, au\u00dfer einigen Sitzungen, bei denen aber sowieso die Alteingesessenen das Zepter schwingen. 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