{"id":1365,"date":"2019-02-27T12:43:14","date_gmt":"2019-02-27T11:43:14","guid":{"rendered":"https:\/\/luciaklatil.wordpress.com\/?p=1365"},"modified":"2019-02-27T12:43:14","modified_gmt":"2019-02-27T11:43:14","slug":"108-sonnengruesse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/?p=1365","title":{"rendered":"108 Sonnengr\u00fc\u00dfe"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\">Ich glaube, auch Nicht-Yogis sind die Sonnengr\u00fc\u00dfe ein Begriff. Nein, es handelt sich nicht um leichtes Winken mit der Hand, sondern um eine Abfolge von Bewegungen, die mit der Ein- und Ausatmung einhergehen und den K\u00f6rper optimal auf yogische Betriebstemperatur bringen. In der von mir bevorzugten Ashtanga-Praxis sind die Sonnengr\u00fc\u00dfe vielleicht noch ein bisschen dynamischer als in anderen, ruhigeren Yogaarten. In meinem Yogaunterricht muss ich immer wieder erkennen, dass einige Praktizierende im tiefen Liegest\u00fctz und im abschauenden Hund an ihre Grenzen kommen, wenn Rumpf- und Armmuskulatur bzw. die Handgelenke zu schwach sind.<\/p>\n<p align=\"justify\">Sonnengr\u00fc\u00dfe sind im Yoga einfach essentiell!<\/p>\n<p align=\"justify\">Sonnengr\u00fc\u00dfe k\u00f6nnen routinem\u00e4\u00dfig abgespult oder wundersch\u00f6n zelebriert werden. Im Grundkurs wird die Abfolge gerne seziert und schlussendlich wieder zum gro\u00dfen Ganzen zusammengesetzt.<\/p>\n<p align=\"justify\">Und dann gibt es die Besonderheit der \u201e108 Sonnengr\u00fc\u00dfe\u201c, die gerne dann praktiziert wird, wenn ein Energiewechsel stattfindet, zum Beispiel zum Jahresanfang oder zur Sommersonnenwende!<\/p>\n<p align=\"justify\">Warum gerade 108? Ich habe dazu ein bisschen recherchiert, zumal in dem \u201eWorkshop\u201c, den ich vor kurzem besucht habe, dar\u00fcber leider kein einziges Wort gefallen ist:<\/p>\n<p>\u2022 Die Zahl 108 gilt im Yoga, sowie in verschiedenen Traditionen auf der ganzen Welt, als heilig, ist eine gl\u00fccksverhei\u00dfende und eine bedeutende spirituelle Zahl.<br \/>\n\u2022 Sie repr\u00e4sentiert die Gesamtheit der Existenz.<br \/>\n\u2022 Die Zahl 108 ist eine kosmische Ordnungszahl, die sich wie folgt zusammensetzt:<br \/>\no 12 &#8211; die Anzahl der Monate im Jahr<br \/>\no 3 x 12 = 36 &#8211; die 3 steht f\u00fcr die 3 Dimensionen in unserem Leben<br \/>\no 3 x 36 = 108 &#8211; diese 3 steht f\u00fcr Vergangenheit-Gegenwart-Zukunft<br \/>\no Die Zahl 9: die Zahl der Weisheit &#8211; sie steht f\u00fcr die h\u00f6chste Vollendung: 1 + 0 + 8 = 9<br \/>\no Jedes ganze Teilergebnis der Zahl 108 ergibt addiert die Zahl 9 (108 \/ 3 = 36 \u2192 3 + 6 = 9).<\/p>\n<p>\u2022 1, 0 und 8: Einige sagen, dass die \u201e1\u201c f\u00fcr Gott bzw. die h\u00f6here Wahrheit steht, \u201e0\u201c f\u00fcr Leere und Vollst\u00e4ndigkeit in der spirituellen Praxis und \u201e8\u201c f\u00fcr Unendlichkeit und Ewigkeit.<br \/>\n\u2022 Insgesamt laufen 108 Energielinien im K\u00f6rper zusammen, um das Herz-Chakra zu bilden.<br \/>\n\u2022 Im Ayurveda werden 108 Druckpunkte beschrieben.<br \/>\n\u2022 In der Astrologie gibt es 12 Tierkreiszeichen und 9 Planeten. 12 x 9 = 108.<br \/>\n\u2022 \u2026 und noch viele andere Auslegungen!<\/p>\n<p align=\"justify\">Mit diesem Google-Wissen im Kopf und gro\u00dfer Erwartung in den Fingerspitzen machte ich mich also in aller Fr\u00fch auf den Weg in ein mir unbekanntes Yogastudio irgendwo im 8. Bezirk, nahe am stark befahrenen G\u00fcrtel. Leider hatten sich nur vier Yoginae f\u00fcr den 2-Stunden-Workshop angemeldet. Tats\u00e4chlich waren wir dann nur zu dritt.<\/p>\n<p align=\"justify\">Der Yoga-Raum im Erdgeschoss, zwei Stra\u00dfenfronten, gro\u00dfe K\u00e4lte-abstrahlende Glasfronten, \u2026<\/p>\n<p>nur ein (sichtbarer) Heizk\u00f6rper!<\/p>\n<p align=\"justify\">Ich friere selten, aber da musste ich mir doch schnell meine l\u00f6chrigen Socken und meinen Kuschel-Schal aus der Garderobe holen!<\/p>\n<p align=\"justify\">Unsere Yoga-Lehrerin &#8211; freundlich-aufgedreht &#8211; startete mit einer kurzen Herz-Meditation (weil das Workshop-Datum nahe am Valentinstag war) und einer kleinen Atem\u00fcbung.<\/p>\n<p align=\"justify\">Und mir wurde immer k\u00e4lter!<\/p>\n<p align=\"justify\">Nur eine knapp gehaltene Anleitung, dass die Sonnengr\u00fc\u00dfe in einer steten Aneinanderreihung ohne Pause, einer Perlenschnur gleich, durchgef\u00fchrt werden. Eine Yogina entschied sich f\u00fcr die Intervall-Variante, sprich im Wechsel 10 Sonnengr\u00fc\u00dfe mitmachen bzw. 10 Sonnengr\u00fc\u00dfe aussetzen.<\/p>\n<p align=\"justify\">F\u00fcr mich kein Thema \u2013 bin ich doch extra hergekommen, um zu sp\u00fcren und zu erfahren, wie sich 108 Sonnengr\u00fc\u00dfe anf\u00fchlen!<\/p>\n<p align=\"justify\">V\u00f6llig unerwartet aber und daher \u00e4u\u00dferst befremdlich f\u00fcr mich &#8211; und auch die beiden anderen \u2013 war aber die Geschwindigkeit, die uns die Yoga-Lehrerin vorgab! Nichts mit gleichm\u00e4\u00dfigem Ein- und Ausatmen, von einem regelm\u00e4\u00dfigen Yoga-Rhythmus keine Rede! Mein Puls fing alsbald zu galoppieren an. In meiner Nase sammelte sich Schleim und ich konnte nur mehr durch den Mund atmen.<\/p>\n<p align=\"justify\">108 Sonnengr\u00fc\u00dfe \u2013 Meditation in Bewegung! Aber dieses Tempo? Ich hatte ein bisschen das Gef\u00fchl, gehetzt und getrieben zu werden. Vielleicht sind 108 Sonnengr\u00fc\u00dfe mehr als Yoga-Workout denn als Yoga-Inspiration zu sehen?<\/p>\n<p align=\"justify\">Bei den ersten 10 Sonnengr\u00fc\u00dfen dachte ich: Das wird eine langwierige Angelegenheit.<\/p>\n<p align=\"justify\">Nach den ersten 40 Sonnengr\u00fc\u00dfen wurde mir endlich warm.<\/p>\n<p align=\"justify\">Nach 60 Sonnengr\u00fc\u00dfen tropfte dann endlich der Schwei\u00df von der Stirn.<\/p>\n<p align=\"justify\">Und bald schon hie\u00df es: \u201eDie letzten 8!\u201c<\/p>\n<p align=\"justify\">108 Sonnengr\u00fc\u00dfe \u2013 und keine Zeit, schweren Gedanken nachzuh\u00e4ngen. Leichte Gedankenblitze drehten sich eigentlich nur um die Frage, mit welchem Bein ich zur\u00fcck- bzw. wieder nach vorne steigen sollte, um hier nicht zu einseitig zu werden. Ans Mitz\u00e4hlen musste ich zum Gl\u00fcck keinen einzigen Gedanken verlieren \u2013 diesen Part erledigte die Yoga-Lehrerin mit Hilfe kleiner Steinen aus Bali.<\/p>\n<p align=\"justify\">108 Sonnengr\u00fc\u00dfe \u2013 ich bin zwar um eine intensive Erfahrung reicher, aber von den zuvor zugrundeliegenden Attributen, wie gl\u00fccksverhei\u00dfend, spirituell, kosmisch etc. etc. war leider gar nichts zu sp\u00fcren, da dem Workshop eindeutig die entsprechende Inszenierung gefehlt hat.<\/p>\n<p align=\"justify\">Die n\u00e4chste \u201eChance\u201c auf 108 inspirierende Gr\u00fc\u00dfe an die Sonne bietet sich im Juni zur Sommersonnenwende \u2026 mir schweben da schon eigene Ideen im Kopf herum \u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich glaube, auch Nicht-Yogis sind die Sonnengr\u00fc\u00dfe ein Begriff. Nein, es handelt sich nicht um leichtes Winken mit der Hand, sondern um eine Abfolge von Bewegungen, die mit der Ein- und Ausatmung einhergehen und den K\u00f6rper optimal auf yogische Betriebstemperatur bringen. In der von mir bevorzugten Ashtanga-Praxis sind die Sonnengr\u00fc\u00dfe vielleicht noch ein bisschen dynamischer &hellip; <a href=\"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/?p=1365\" class=\"more-link\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[],"class_list":["post-1365","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ohne-kategorie"],"views":380,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1365","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1365"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1365\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1365"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1365"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1365"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}