{"id":1393,"date":"2019-11-09T14:20:39","date_gmt":"2019-11-09T13:20:39","guid":{"rendered":"https:\/\/luciaklatil.wordpress.com\/?p=1393"},"modified":"2019-11-09T14:20:39","modified_gmt":"2019-11-09T13:20:39","slug":"der-brunnen-des-schweigens-wird-wieder-geflutet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/?p=1393","title":{"rendered":"Der Brunnen des Schweigens wird wieder geflutet"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\">Das war jetzt aber eine gewaltig lange Schweigeminute! Wieder einmal, aber ab &amp; dann versiegt halt der Brunnen der Mitteilsamkeit, um dann zu gegebener Zeit wieder geflutet zu werden. \u2013 Ich glaube, es ist jetzt soweit!<\/p>\n<p align=\"justify\">Es ist, wie es ist: Dieser Sommer war einfach zu hei\u00df, um dann auch noch mit Worten feurige Hitze zu entfachen!<\/p>\n<p align=\"justify\">Nach einem harmonischen und begeisternden Jakobsweg im Juni \u2013 das Reisetagebuch dazu ist gerade im Entstehungsprozess \u2013 waren die anschlie\u00dfenden Monate mit dem t\u00e4glichen Allerlei-Mix aus Arbeit und Sport gef\u00fcllt.<\/p>\n<p align=\"justify\">Was quasi neu ist, ist meine Morgenroutine, die ich nunmehr bereits um 05:00 Uhr fr\u00fch beginne und nicht erst 15 Minuten sp\u00e4ter. Was sind schon 15 Minuten? Ganz sch\u00f6n viel, wenn sich der innere Schweinehund heftigst dagegen auflehnt und versucht, das \u201eIch-wach-jetzt-fr\u00f6hlich-auf-Ich\u201c niederzuhalten? Diese Umprogrammierung hat zugegebenerma\u00dfen doch etwas l\u00e4nger als angenommen gedauert und war nur wegen dem fr\u00fchen Tagesanbruch m\u00f6glich. Und: die Von-selbst-Aufwachkurve zeigt von Montag bis Freitag eine absolute Hinunterkurve an. Doch das Gute daran ist, dass ich dadurch 15 Minuten \u201edazugewinne\u201c, die ich dann nach dem Morgensport und bis ich zur Arbeit gehe, herrlich vertr\u00f6deln kann!<\/p>\n<p align=\"justify\">Der Montag geh\u00f6rt dem Laufen, sofern es beim Aufwachen nicht in Str\u00f6men regnet.<\/p>\n<p align=\"justify\">Dienstags ist eher Yoga dran, mal daheim, mal im Studio oder doch eher laufen?<\/p>\n<p align=\"justify\">Mittwochs kommt dann das dran, was dienstags zur\u00fcckstecken musste.<\/p>\n<p align=\"justify\">Am Donnerstag halte ich meine Indoor-Cycling-Stunde ab, die zwar erst um 07:00 Uhr beginnt, aber ich trotzdem um 06:00 Uhr von daheim weg, zu Fu\u00df eine knappe halbe Stunde und radle mich dann schon mal ein. Beim schlafenden Bodo verabschiede ich mich mit den Worten: \u201eIch geh jetzt mal spinnen!\u201c<\/p>\n<p align=\"justify\">Freitags ziehe ich lieber meine Laufschuhe an. Im Sommer habe ich mich aber mit ein paar wenigen Freundinnen im Park getroffen, um dem Morgen mit Yoga zu begr\u00fc\u00dfen. Zuerst entsetzt \u00fcber den Beginn um 06:30 Uhr, war es dann aber auch f\u00fcr sie ein Genuss \u2013 und es waren ein paar sehr sch\u00f6ne Momente dabei!<\/p>\n<p align=\"justify\">Und am Wochenende? Da ist der Wecker ausgeschalten!<\/p>\n<p align=\"justify\">Meine Laufschuhe von Salomon l\u00f6sen sich sch\u00f6n langsam auf. Anders als bei Asics oder Saucony ist es dieses Mal aber nicht der Ferseninnteil des Schuhs oder die Zehenkappe, die aufrei\u00dfen und l\u00f6chrig werden, sondern der Schuh wird an der Innenkante des Fu\u00dfes kaputt. Ich gebe dem Schuh und mir noch bis Ende des Jahres eine Gnadenfrist, dann wird es Zeit f\u00fcr den Schuh-Friedhof!<\/p>\n<p align=\"justify\">Mein Yogaplatz daheim ist vielleicht etwas eigen, denn, um Bodo nicht aufzuwecken, schwebe ich sozusagen zwischen Vorraum und K\u00fcche und starre auf die wei\u00dfe Schrankwand, die auch schon mal als Hilfe beim Handstand herhalten muss. Allerdings nehme ich es daheim mit der Ashtanga-Tradition, also der klassischen und strikten Abfolge, nicht so genau und bin bei weitem nicht so diszipliniert als in der Yogawerkstatt. Manchmal reicht es auch nur f\u00fcr ein paar tr\u00e4ge Sonnengr\u00fc\u00dfe, einen Kopfstand und daf\u00fcr einem l\u00e4ngeren Shavasana. Allerdings bin ich danach so gar nicht ausgeglichen, wenn mein morgendlicher Bewegungsdrang zu kurz gekommen ist. Ganz schlimm, wenn ich dann fast den ganzen Tag in Besprechungen sitze \u2026<\/p>\n<p align=\"justify\">Besser ist es nat\u00fcrlich in der Yogawerkstatt, wo ich im Mysore zwar f\u00fcr mich alleine praktiziere, aber allein durch die Anwesenheit von Lehrern und anderen Yogis arbeite ich brav die Asana-Reihenfolge ab, soweit ich sie halt kann. Ich stocke seit l\u00e4ngerem im ersten Drittel der zweiten Serie \u2013 und glaube nicht, dass ich da noch allzu weit fortschreiten werde, denn ein paar der \u00dcbungen sind mit meiner Anatomie nicht kompatibel!<\/p>\n<p align=\"justify\">Im Oktober habe ich mir vier Tage im Gasteinertal geg\u00f6nnt, wo seit ein paar Jahren im Fr\u00fchling wie im Herbst ein umfangreiches, aber trotzdem lockeres Yogaprogramm angeboten wird. Meine Erwartungshaltung wurde zwar nicht ganz erf\u00fcllt, weil ich von Namaste am See ausgegangen bin \u2013 das Programm am W\u00f6rthersee war viel dichter (2 Einheiten vormittags, 2 Einheiten nachmittags) und aufgrund der Internationalit\u00e4t der Lehrer\/-innen auch spannender; in Gastein ging es beschaulicher zu: morgens und nachmittags war jeweils nur eine Einheit m\u00f6glich, weil die Stunden gleichzeitig, aber verteilt auf mehrere Hotels und zwei Orte angeboten wurden \u2013 und nachdem ich keinen Klon habe, musste ich mich f\u00fcr eine Yogaklasse entscheiden, was nicht so einfach war und viel an Vorarbeit abverlangt hat \u2013 Stundenplan erstellen, reihen, entscheiden. Dazwischen gab es die M\u00f6glichkeit f\u00fcr zumindest eine Outdoor-Sache, wie zum Beispiel Yoga auf der Alm. Und sp\u00e4t abends habe ich eine Yoga-Nidra-Einheit besucht: eine gef\u00fchrte Tiefenentspannung in den Tiefen des Hotel-Spas. Das Wetter war zum Gl\u00fcck super, und als Bodo dann am Samstag nachkam, sind wir auch noch ein bisschen gewandert. Alles in allem sch\u00f6ne vier Tage &#8212; auf mein Feedback hat der Touristenverband allerdings noch nicht geantwortet \u2026<\/p>\n<p align=\"justify\">Abseits von Bewegung, Atmung und Entspannung hatte ich den einen oder anderen und mit Sicherheit einen zus\u00e4tzlichen Rappel, denn meine Herbst-\/Wintergarderobe wurde um einige Neuheiten aufgestockt! Das geht von einer luftigen Hose im Leoprint \u00fcber Sweater in Petrol und Blau bis hin zu einem gestreiften Hemdblusenkleid mit Wickeloptionen, und nicht zu vergessen die Sweat-Culotte in Lila.<\/p>\n<p align=\"justify\">Im Schuhschrank tummeln sich nunmehr neue sneaker-artige Ph\u00e4nomene bis hin zu knallwei\u00dfen Combat-Boots \u2026 Ich wei\u00df, ich bin verr\u00fcckt, aber ich liebe auff\u00e4lliges Schuhwerk \u2013 nur schade, dass die meistens versteckt unterm Schreibtisch bleiben. Ich muss einfach \u00f6fters im B\u00fcrogeb\u00e4ude spazieren gehen und nicht nur mittags beim Buffet ein belegtes Weckerl holen! Ich finde es aber immer wieder sensationell, wie auch die neuen Teile Platz im Schuh- bzw. Kleiderschrank finden!<\/p>\n<p align=\"justify\">Ach ja, das Wichtigste, was meine Person betrifft: Ich habe in der Schweiz meine Sch\u00e4fchenlocken nach einer Haarw\u00e4sche mit einem Duschgel verloren! Anfangs habe ich dem nicht allzu viel Bedeutung zugemessen, weil wir noch mit dem Rucksack unterwegs waren. Als dann aber auch daheim nach diversen Haarkuren und einem Friseurtermin keine Besserung eingetreten ist, wurde es mir angst und bang! Sind die Hormone schuld? Auch meine Friseurin war ziemlich ratlos, meinte sie doch, dass die Haare an sich gesund w\u00e4ren. Resignation pur und knapp am Tr\u00e4nenvergie\u00dfen. Ich habe dann wohl aus einer unbewussten Intuition heraus damit aufgeh\u00f6rt, meine Haarspitzen mit einem Haar\u00f6l zu bearbeiten oder \u00f6lhaltige Kuren anzuwenden \u2013 und siehe da: so sch\u00f6n langsam kringeln sie sich wieder ein, die Haare!<\/p>\n<p>Das war ein Schock, kann ich nur sagen! Helfen die Locken doch, dass ich nicht alle 6-8 Wochen zum Schneiden &amp; F\u00e4rben gehen muss, sondern nur alle 10 Wochen \u2013 zeit- und kostentechnisch nicht unwesentlich!<\/p>\n<p align=\"justify\">So gesehen, alles im Lot, wobei diese Ausgeglichenheit gestern nachmittags doch etwas ins Wanken gekommen ist, denn als ich gerade aus dem Auto steigen wollte, ist ein Radfahrer, den ich einfach nicht herankommen gesehen habe, der sich \u00f6ffnenden Autot\u00fcr ausgewichen und dabei zu Sturz gekommen \u2013 mitten auf die Fahrbahn! Ein Kleintransporter konnte auf den Millimeter genau noch rechtzeitig abbremsen \u2026 Der 34-j\u00e4hrige Radfahrer hatte unwahrscheinliches Gl\u00fcck \u2013 und ich auch!!! Ich glaube, da waren eine Menge Schutzengel gerade zur richtigen Zeit am richtigen Ort! &#8211; ein aufgesch\u00fcrftes Knie und ein kaputtes Handy. Ohne zu \u00fcberlegen habe ich nat\u00fcrlich die Rettung angerufen. Die Polizei kam etwas fr\u00fcher herbei, das Unfallkommando nach einer halben Stunde. Insgesamt zwei Rettungsw\u00e4gen, f\u00fcnf Polizisten, viel Blaulicht. Der junge Mann war zwar etwas verwirrt, weil es wegen dem Sturz so viel Tamtam gegeben hat, aber besser so, als \u2026 Bodo meinte, ich w\u00e4re sehr souver\u00e4n und sachlich vorgegangen \u2013 das Zittern kam dann erst sp\u00e4ter daheim \u2013 und daran war nicht das lange Warten in der Abendk\u00e4lte Schuld!<\/p>\n<p align=\"justify\">Danke, Ihr Schutzengel! Ich habe aus der Sache gelernt und werde mir beim n\u00e4chsten Einparken auf einer Einkaufsstra\u00dfe mit viel Verkehr wohl mehrmals den Kopf verrenken, bis ich die Autot\u00fcr \u00f6ffne!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das war jetzt aber eine gewaltig lange Schweigeminute! Wieder einmal, aber ab &amp; dann versiegt halt der Brunnen der Mitteilsamkeit, um dann zu gegebener Zeit wieder geflutet zu werden. \u2013 Ich glaube, es ist jetzt soweit! 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