{"id":2093,"date":"2020-12-19T08:00:14","date_gmt":"2020-12-19T06:00:14","guid":{"rendered":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/?p=2093"},"modified":"2020-12-05T09:25:43","modified_gmt":"2020-12-05T08:25:43","slug":"advent-2020-19","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/?p=2093","title":{"rendered":"Advent 2020 &#8211; # 19"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\"><strong>&#8222;Wer aus seiner gewohnten Bahn geworfen wird, meint manchmal, dass alles verloren ist. <\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>Doch in Wirklichkeit f\u00e4ngt nur etwas Neues an.&#8220;<\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\">Jeder hat doch so sein Morgenritual &#8211; oder? Mein Wochentags-Morgenritual zB dauert gut 2 Stunden lang! Der Ausl\u00f6ser ist der Alarm des Weckers, dem ich meistens mit einer Art Freude begegne, seltener mit einem genervten &#8222;Oh nein!&#8220; Die ersten Schritte f\u00fchren direkt in den kleinsten Raum der Wohnung, danach zur\u00fcck in die K\u00fcche, um ein Glas warm-hei\u00dfes Leitungswasser zu trinken, dann zum Z\u00e4hneputzen. Das Zusammenstellung des Laufgewands erledige ich schon am Vorabend, damit ich morgens nicht lang \u00fcberlegen muss. Nach dem Laufen und noch vor dem Duschen folgen ein paar sanfte Yoga-\/Dehn-\u00dcbungen f\u00fcr R\u00fccken und Beine &#8211; gekr\u00f6nt von einem Kopfstand. Nach der K\u00f6rperpflege folgt die Ratlosigkeit vor dem Kleiderschrank, denn schlie\u00dflich will ich auch im homeoffice adrett anzusehen sein. &#8211; Von Montag bis Freitag die gleiche Leier. Doch wehe, es regnet in der Fr\u00fch &#8211; das wirft f\u00fcr einen kurzen Moment meinen ganzen Plan durcheinander. Da wird die Hand aus dem Fenster gestreckt, um zu erf\u00fchlen, wie nass es tats\u00e4chlich ist, da wird herum\u00fcberlegt &#8230; ja \/ nein \/ vielleicht? &#8230;, denn mein Laufcredo lautet: Nass vom Schwei\u00df, aber nicht nass vom Regen!<\/p>\n<p align=\"justify\">Alles Peanuts im Vergleich zu der Ersch\u00fctterung, der wir alle miteinander in diesem Jahr nicht entgehen konnten. Da wurde oft der gesamte Tagesablauf durcheinandergebracht, da wurden wir mit Situationen konfrontiert, f\u00fcr die wir erst einmal ein wenig Zeit zum Begreifen gebraucht h\u00e4tten &#8211; allein, diese Zeit wurde uns nicht geg\u00f6nnt &#8211; eine Achterbahn der Gef\u00fchle!<\/p>\n<p align=\"justify\">Andererseits: wenn man mal so richtig durchgesch\u00fcttelt wird, sieht man Vieles auch wieder mit anderen Augen. Festgefahrene (Verhaltens-)Muster werden unter einem anderen Licht \/ einer anderen Perspektive gesehen &#8211; dazu ein banales Beispiel: wenn mein Blick im Kopfstand dem Boden nahe ist, sehe ich viel deutlicher den Staub, der sich auf dem Boden ausbreitet, als wenn ich stehe. Diese Erkenntnis f\u00fchrt dazu, dass ich alsbald zum Swiffer oder Staubsauger greife (oder unseren Robbie &#8211; Staubsaugerroboter &#8211; die Arbeit machen lasse) und damit einen Prozess ausl\u00f6se, der alles zum Gl\u00e4nzen bringt.<\/p>\n<p align=\"justify\">Deshalb sehe ich dieses &#8222;Aus-der-Bahn-Geworfen-Werden&#8220; eher als &#8211; zugegebenerma\u00dfen &#8211; erzwungenen Perspektivenwechsel, der interessante Aspekte bewirken kann. &#8211; Man muss nur offen daf\u00fcr sein!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Wer aus seiner gewohnten Bahn geworfen wird, meint manchmal, dass alles verloren ist. 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