{"id":2601,"date":"2022-07-06T15:33:08","date_gmt":"2022-07-06T14:33:08","guid":{"rendered":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/?p=2601"},"modified":"2022-07-06T19:20:59","modified_gmt":"2022-07-06T18:20:59","slug":"das-abenteuer-adam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/?p=2601","title":{"rendered":"Das Abenteuer A\u00b4dam"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\">\u2026 mit ordentlicher Verz\u00f6gerung \/\/ aber nachdem in diesen Tagen niemand mehr p\u00fcnktlich ist bzw. oft nicht sein kann (zur Erkl\u00e4rung dazu dann weiter unten mehr), sei mir verziehen \\\\ nunmehr ein paar Erinnerungen an aufregende Tage in \u2013 AMSTERDAM!<\/p>\n<p align=\"justify\">Kaum zur\u00fcck von einem wunderbaren, wenn auch sehr anstrengenden Wanderurlaub in einem unserer s\u00fcdlichen Nachbarl\u00e4nder \u2013 der ausf\u00fchrliche Reisebericht wird in gewohnter Weise erst in der k\u00fchleren Jahreszeit entstehen \u2013 bleiben mir nur drei Tage zum Aufarbeiten, denn bereits am Donnerstag geht es zum Betriebsausflug in eine der coolsten europ\u00e4ischen St\u00e4dte!<\/p>\n<p align=\"justify\">Nach 2 Jahren Zwangspause muss der Betriebsausflug einfach etwas Besonderes werden \u2013 daher wurde auch von langer Hand alles bis ins Detail geplant. Die Gruppe &#8211; mit rd. 40 Leuten doch sehr gro\u00df \u2013 trifft sich um kurz nach 5 Uhr fr\u00fch vor dem Check-in-Schalter der KLM. Je nach Anreise zum Flughafen war f\u00fcr die meisten daher um 3 Uhr Schluss mit Bettruhe! Wer glaubt, dass wir die einzigen sind, die aufs Check-in warten, liegt leider vollkommen falsch, denn die Menge an Personen, auch Hunden (!) und Koffern ist enorm \u2013 das Ende der Schlange kaum auszumachen! Unsere Reiseorganisatorin macht aber das Unm\u00f6gliche, sprich den Gruppen-Check-in m\u00f6glich, sodass wir ziemlich rasch durch den Security-Check k\u00f6nnen. Das Flugzeug hebt allerdings mit Versp\u00e4tung ab. Durch einen Sitzplatztausch mit einem meiner Kollegen, der aufgrund seiner langen Beine lieber am Gang sitzen will, kann ich &#8211; mit der Nasenspitze dicht am kleinen Fenster &#8211; die Erde unter mir bestaunen und damit der aufkommenden M\u00fcdigkeit trotzen: bilden die Felder, Wiesen und Orte anfangs noch einen bunten, unregelm\u00e4\u00dfigen Fleckerlteppich, \u00e4ndert sich dies mit dem \u00dcberfliegen der Grenze Deutschland-Niederlande abrupt in eine mit dem Lineal gezogene Landschaft, gespickt mit Wasser und modernen Windr\u00e4dern.<\/p>\n<p align=\"justify\">Sicher gelandet und dank Handgep\u00e4ck nicht auf die Gep\u00e4ckausgabe angewiesen ziehen wir z\u00fcgig los, denn ein Reisebus steht schon f\u00fcr uns bereit, der uns zum ersten Tagespunkt\u2013 einem Fr\u00fchst\u00fcck \u2013 bringen soll &#8211; ausgenommen unserer Reiseorganisatorin, die unser Gep\u00e4ck im Hotel abliefern und dann nachkommen will. Aus einer inneren Eingebung heraus biete ich ihr an, sie zu begleiten, da man bekannterweise zu Mehrt schneller ist als allein. Der Bus h\u00e4lt also an, um die Gruppe rauszulassen und f\u00e4hrt dann mit uns beiden wieder ab. Luftlinie zum Hotel vielleicht 500 \u2013 1000 m, doch der Bus zieht wieder einen weitgezogenen Bogen durch die Stadt \u2013 viel Verkehr, rote Ampeln. Der Blick auf die Uhr macht rasch klar, dass wir den ersten Tagesordnungspunkt hoffnungslos vers\u00e4umen werden und es zum zweiten Tagesordnungspunkt, dem gef\u00fchrten Stadtrundgang, nur im Eilschritt schaffen k\u00f6nnen.<br \/>\nPl\u00f6tzlich aber wird unser Bus von einem Stra\u00dfenkontrollposten angehalten. Der Vorteil des Niederl\u00e4ndischen ist, dass man den Inhalt des Gesprochenen relativ leicht verstehen kann. Daher braucht uns der Chauffeur gar nicht auf Englisch zu \u00fcbersetzen, dass der Bus nicht weiterfahren k\u00f6nne. 40 Koffer, ein paar Reisetaschen und ein Kleidersack \u2013 und 500 m zum Hotel \u2013 wie soll das gehen? Meine Kollegin versucht verzweifelt, jemanden im Hotel zu erreichen \u2013 ohne Erfolg. Der Chauffeur hat an anderer Stelle aber mehr Gl\u00fcck und bekommt die Zusage, dass uns gleich jemand mit kleineren Fahrzeugen abholen kommen w\u00fcrde. Zu dritt zerren wir die Gep\u00e4ckst\u00fccke aus dem Kofferraum und deponieren sie \u2013 mit Erlaubnis des strengen Stra\u00dfenkontrollpostens &#8211; in einer Parkbucht. Der Bus wendet mit mehrmaligem Einschlagen und l\u00e4sst uns beide allein zur\u00fcck. Na prima! Jetzt stehen wir da in einer fremden Umgebung und warten auf das Ungewisse. Nacheinander eilen wir in ein gegen\u00fcberliegendes Lokal auf die Toilette, erreichbar \u00fcber eine schmale und steile Stiege \u2013 offenbar scheint in den Niederlanden eine Trennung in Weiblein und M\u00e4nnlein nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df zu sein. Gut, dass wir zu zweit sind!<\/p>\n<p align=\"justify\">Nach einer gef\u00fchlten Ewigkeit kommen zwei Hotelangestellte in zwei Fahrzeugen. Um die Langsamkeit der muskelbepackten Paschas etwas zu beschleunigen, packen wir zarte Frauen auch an \u2013 die letzten Koffer werden mit viel Nach-Druck in den Kofferraum gedr\u00fcckt. Und fast kommt es zu einer Rangelei zwischen den beiden M\u00e4nnern mit der Polizei, wobei mir der Grund daf\u00fcr noch immer nicht ganz klar ist, denn es ist doch offensichtlich, dass hier viel Gep\u00e4ck verstaut werden muss (?)<\/p>\n<p align=\"justify\">Endlich fertig, endlich auf dem Weg ins Hotel, endlich das Gep\u00e4ck abgegeben!<\/p>\n<p align=\"justify\">Die Dame am Empfang will uns glatt die Stra\u00dfenbaustelle als akutes Gasgebrechen verkaufen \u2013 auf den ersten Blick mag das vielleicht \u00fcberzeugend klingen, bei n\u00e4herer Betrachtung aber ist klar, dass es sich hier um ein gro\u00df angelegtes Stra\u00dfensanierungsprojekt handelt, das schon seit einiger Zeit im Gange ist und noch l\u00e4nger dauern d\u00fcrfte!<\/p>\n<p align=\"justify\">An dieser Stelle fl\u00fcstert der Optimist in mir in mein Ohr: Seid doch happy \u2013 die Sonne strahlt und Ihr seid vom holl\u00e4ndischen Oft-Regen verschont geblieben!<\/p>\n<p align=\"justify\">Da wir es zeitlich nun aber auch nicht mehr zum Stadtrundgang schaffen, erholen wir uns von der Aufregung auf der Dachterrasse des Hotels bei einem Ankunftsgetr\u00e4nk und marschieren dann etwas gel\u00f6ster zum Treffpunkt f\u00fcr die Grachtenfahrt. Ungef\u00e4hr 1,5 Stunden schippern wir dann in einem gro\u00dfen, leider komplett eingehausten Boot mit kleinen Fenstern, aber einem nicht enden wollenden Cateringangebot an Drinks und Snacks durch die Grachten A\u00b4dams. Meine Kollegin und ich berichten nat\u00fcrlich von dem Spektakel, vielleicht auch mit kleineren \u00dcbertreibungen, um die Sache auch f\u00fcr die Kolleg:innen spannend zu machen. Trotzdem zeigen sich die meisten kaum beeindruckt \u2013 wichtig ist ihnen nur, den eigenen Koffer bei Ankunft im Hotel bereits auf dem Zimmer vorzufinden, um sich f\u00fcr das 5-G\u00e4nge-Men\u00fc in luxuri\u00f6ser Umgebung frisch machen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Die Zimmer sind nach klassischem Boutique-Hotel designet \u2013 das Bett ist riesig, der Waschtisch frei im Raum auf einer m\u00e4chtigen Tischplatte, die Dusche l\u00e4nglich und auf einer Stirnseite abgerundet, das WC versteckt im Schrank.<\/p>\n<p align=\"justify\">Ich nutze die freie Stunde f\u00fcr einen aktiven Test des schmalen, langen und wenig tiefen Hotelpools auf der Dachterrasse \u2013 die anderen genehmigen sich lieber einen erfrischenden Drink und halten maximal die F\u00fc\u00dfe ins Wasser.<\/p>\n<p align=\"justify\">Der Reisebus \u2013 mit einem anderen Chauffeur \u2013 hole uns bei \u201eunserer Koffer-Zwischenstation\u201c ab \u2013 der Weg dorthin \u00fcber aufgerissene Stra\u00dfen, Sand und Steine \u2013 ein Fest f\u00fcr so manchen St\u00f6ckelschuh!<\/p>\n<p align=\"justify\">Das Dinner findet in einem sehr noblen Hotel statt, der Tischschmuck \u00fcberaus blumig, das Personal \u00fcberaus aufmerksam \u2013 st\u00e4ndig werden Getr\u00e4nke nachgeschenkt bzw. wird Besteck nachgelegt. Auch wenn mein Magen bereits nach der Pilzsuppe (2. Gang) meint, dass eigentlich schon genug sei, gustiere ich mich auch noch durch die weiteren 3 (vegetarischen) G\u00e4nge \u2013 nur das Baiser beim Nachtisch lasse ich \u00fcbrig (nicht aber die darin versteckte Eiskugel).<\/p>\n<p align=\"justify\">Bereits nach 22 Uhr &#8211; der lange Tag macht sich nun doch bei den meisten bemerkbar. Rasch zeigt sich, wer sich doch schon zum alten Eisen z\u00e4hlen muss und wer im jugendlichen Sturm und Drang das Nachtleben erforschen will \u2013 die \u201eVern\u00fcnftigen\u201c gehen nach einem ausgedehnten Spaziergang durch die belebte Stadt (oder nach einer Taxifahrt) unmittelbar ins Bett, die \u201eRastlosen\u201c suchen noch die eine und andere Bar auf und schaffen es damit auf 24 Stunden Wach-Sein.<br \/>\nWer mich kennt, wei\u00df, welcher Gruppe ich mich anschlie\u00dfe \u2013 schlie\u00dflich warten noch weitere Tage in Amsterdam auf mich!<\/p>\n<p align=\"justify\">Am n\u00e4chsten Morgen zeige sich der Himmel etwas regnerisch, ich verzichte daher ganz ohne schlechtes Gewissen auf eine Laufrunde oder einen Spaziergang und checke vor dem Fr\u00fchst\u00fcck meine Mails.<\/p>\n<p align=\"justify\">Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck und dem Check-out \u2013 die Koffer d\u00fcrfen im Hotel bleiben, entscheiden sich fast alle, zu Fu\u00df zum van Gogh-Museum zu schlendern. Es sind daher nur 4 Leute im Bus &#8211; und der Busfahrer soll entsprechend erbost gewesen sein.<\/p>\n<p align=\"justify\">Der Besuch der Dauerausstellung des ber\u00fchmten Malers ist super \u2013 jeder bekommt ein eigenes Audio-Equipment und kann so individuell durch die drei Ebenen wandern. Nat\u00fcrlich sind wir nicht allein, und vor den ber\u00fchmtesten Werken, wie den leuchtenden Sonnenblumen, staut sich die Besuchermenge aus aller Welt, aber trotzdem ist es sehr angenehm, unabh\u00e4ngig, frei und stressfrei ein bisschen Kultur zu genie\u00dfen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Stressfrei ist es bis zum Anruf mit einer +31-er Vorwahl: Ich werde dar\u00fcber informiert, dass das Hotel, das ich f\u00fcr Bodo (der gerade im Anflug ist) und mich bis Sonntag gebucht habe, nicht verf\u00fcgbar sei \u2013 aber, dass \u2026 zum Gl\u00fcck!!! \u2026 wir in einem anderen Hotel ein Upgrade auf eine Junior-Suite zum gleichen Preis bekommen. Ein Blick auf den papierenen (!) Stadtplan, stets z\u00fcckbereit in meiner Handtasche, beruhigt mich, denn auch dieses Hotel liegt zentral und nicht weit vom Hotel mit dem Rooftop-Pool.<\/p>\n<p align=\"justify\">Nach van Gogh ist der offizielle Teil des Betriebsausflugs vorbei \u2013 die Gruppe zerstreut sich; die meisten wollen abends wieder den Heimflug antreten, im Wissen, dass es zu langen Wartezeiten kommen k\u00f6nnte; ein paar wenige, wie auch ich, verl\u00e4ngern bis Sonntag.<\/p>\n<p align=\"justify\">Bodo\u00b4s Abflug in der Fr\u00fch um 9 Uhr ist zwar auch versp\u00e4tet, trotzdem m\u00f6chte ich rasch los, um ihn beim Hauptbahnhof abzuholen. Das ganze St\u00fcck in der schw\u00fclen Hitze zu Fu\u00df? Dazu habe ich nun keine Lust und nehme stattdessen doch viel lieber die Stra\u00dfenbahn, die direkt vor dem Museum eine Station hat. Das Ticket kaufe ich im Wagen \u2013 hier gibt es in der Mitte einen strengen Supervisor, der Passagiere, wenn sie die T\u00fcren verstellen, zum Weitergehen verdonnert.<\/p>\n<p align=\"justify\">Nun stehe ich vor dem gro\u00dfartigen Bahnhofsgeb\u00e4ude und mache mich auf eine l\u00e4ngere Warterei gefasst. Bodo schreibt um 11:45: gerade gelandet. Bodo schreibt wenig sp\u00e4ter: Zug nach Amsterdam wurde gestrichen, muss auf den n\u00e4chsten warten!<\/p>\n<p align=\"justify\">Carpe diem \u2013 ich entschlie\u00dfe mich, den Koffer zu holen und gleich ins andere Hotel zu bringen \u2013 der Weg dorthin durch Menschenmassen \u2013 Touristen, Radfahrer:innen, Autos \u2013 und dazu noch Hitze \u2013 mein R\u00fccken bereits schwei\u00dfnass. Gestern dachte ich noch, dass ich mich in dieser Stadt nie und nimmer auskennen k\u00f6nnte, denn H\u00e4user, Gassen, Grachten \u2013 alles sieht irgendwie gleich aus. Jetzt pr\u00e4ge ich mir mit Hilfe des Stadtplans den Weg gut ein und finde so problemlos das alte Hotel und den Weg zum neuen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Dort werde ich zwar aufs H\u00f6flichste empfangen, aber offenbar ist nicht mitgeteilt worden, dass ich die eine bin, die vom eigentlich gebuchten Hotel nunmehr hier \u00fcbernachten soll. Die Concierge muss sich durch mehrere Stellen durchtelefonieren \u2013 aber dann ist zum Gl\u00fcck auch diese H\u00fcrde geschafft. Nur das Zimmer ist noch nicht fertig \u2013 Personalmangel an allen Ecken und Enden!<\/p>\n<p align=\"justify\">Im Eilschritt laufe ich wieder zum Bahnhof zur\u00fcck. Zwischendurch informiert mich Bodo, dass zwar die Z\u00fcge wieder fahren, er aber zu fr\u00fch ausgestiegen sei \u2013 daher nochmaliges Warten auf den n\u00e4chsten Zug. \u2026 schon nach 13 Uhr \u2013 Bodo ist endlich angekommen. Zeit f\u00fcr ein Bier!<\/p>\n<p align=\"justify\">Bewusst lenke ich unseren Weg durch schm\u00e4lere Gassen und weg von den Hauptrouten, aber die eine Stra\u00dfenbaustelle k\u00f6nnen wir nicht umgehen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Das Hotelzimmer ist noch immer nicht fertig, aber zumindest k\u00f6nnen wir auf die Toilette. Und \u201ebefreit\u201c sind wir nun bereit f\u00fcr den ersten Stadtspaziergang \u2013 Bodo, ich und die Kamera!<\/p>\n<p align=\"justify\">Rasch \u00fcberfordert wegen der vielen Fahrr\u00e4der, mit denen wir von links, von rechts, von vorne, von hinten rechnen m\u00fcssen, entscheiden wir uns f\u00fcr eine 75-min\u00fctige Open-Boat-Tour. 11 Touristen aus USA, Australien, Frankreich, Deutschland und \u00d6sterreich, eng an eng und den Erl\u00e4uterungen des fr\u00f6hlichen Skippers lauschend, k\u00f6nnen recht entspannt die zum Teil sehr skurrilen Geb\u00e4ude bestaunen: oft schief in alle Richtungen, keines wie das andere und doch sehr \u00e4hnlich. Wir erfahren von den alten Zeiten und welche Herausforderungen auch auf diese moderne, lebendige Stadt lauern \u2013 und spannen schnell die Regenschirme auf, als ein kurzer Schauer niedergeht.<\/p>\n<p align=\"justify\">Auf dem R\u00fcckweg ins Hotel setzen wir uns in einer wenig befahrenen Gasse auf eine Bank in die Abendsonne und genie\u00dfen die langsam tiefersinkenden Sonnenstrahlen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Unsere Junior Suite &#8211; eine winzige Maisonette \u2013 unten Garderobe, Dusche, WC, Waschbecken \/ oben das Doppelbett; eine Flasche Rotwein als Welcome-Present.<\/p>\n<p align=\"justify\">Das Abendessen gestaltet sich schwierig, da uns in der n\u00e4heren Umgebung nichts zusagt und je weiter wir ins Geschehen eindringen, desto voller wird es \u2013 es scheint, als w\u00e4re jedes Restaurant \u00fcberrannt. Bodo wird langsam, aber sicher ungehalten, weil hungrig und durstig, und ich will einfach nur einen gem\u00fctlichen Tagesausklang!<\/p>\n<p align=\"justify\">Bodo fragt schlie\u00dflich einen Einheimischen, der uns ein gutes St\u00fcck entfernt ein Lokal empfiehlt \u2013 leider ohne Speisekarte. Dort dann aber der Tipp f\u00fcr ein italienisches Restaurant, ein paar Meter weiter \u2013 zum Gl\u00fcck ist da glatt ein Tisch frei f\u00fcr uns \u2013 zwar nicht im Freien, aber das ist uns nun auch schon egal, au\u00dferdem sind die gro\u00dfen Fenstert\u00fcren alle offen. Das Essen ist gut, mit der Vorspeise, die wir gierig verspeisten, aber zu viel \u2013 zum Gl\u00fcck haben wir ja noch einen Verdauungsspaziergang vor uns!<\/p>\n<p align=\"justify\">Am n\u00e4chsten Morgen mache ich meine Laufrunde in einem sch\u00f6nen, recht gro\u00dfen Park \u2013 ein bisschen eine Mischung aus den gr\u00f6\u00dferen Wiener Parkanlagen: verschlungene Wege, kleine Br\u00fccken, Themen-Wiesen und kleine Teiche. Nach Dusche etc., recht fr\u00fch und wie immer ohne Fr\u00fchst\u00fcck, machen wir uns auf zur \u201egro\u00dfen Shoppingtour\u201c. Anfangs sind die Gassen noch herrlich leer \u2013 die Nachteulen m\u00fcssen ausschlafen, die Shops haben noch geschlossen. Der Blumenmarkt entpuppt sich als gro\u00dfer Souvenirshop mit Tulpenzwiebeln im Sackerl, Tulpen aus Holz und den \u00fcblichen Magneten. Den pl\u00f6tzlichen Regenguss warten wir einfach ab. Mit Schlag 10 Uhr wird es dann voller und voller \u2013 Geschiebe hier \/ Geschiebe da, Sale und ein IT-Sneaker, f\u00fcr den die Jugendlichen in der Schlange anstehen. Unsere Unruhe w\u00e4chst mit jedem Schritt. Kauferlebnis gleich Null!<\/p>\n<p align=\"justify\">Wir machen daher unser Vorhaben wahr und fahren zu Mittag mit dem Bus auf die knapp 25 km entfernte Insel Marken. Dort werden wir von Idylle empfangen \u2013 s\u00fc\u00dfe H\u00e4user, sch\u00f6ne G\u00e4rten, ein paar Schafe \u2026; doch nach ein paar Metern leider laute Musik und noch lauteres Gegr\u00f6le \u2013 gro\u00dfes Dorffest? Schnell biegen wir daher auf einen schmalen Pfad Richtung Leuchtturm ab und sind rasch wieder von Natur und nat\u00fcrlichen Ger\u00e4uschen umgeben. Wie befreiend!!!<\/p>\n<p align=\"justify\">Am Leuchtturm machen wir eine kurze Sitzrast \u2013 die F\u00fc\u00dfe d\u00fcrfen ins Wasser \u2013 Achtung: S\u00fc\u00df-, nicht Salzwasser!<\/p>\n<p align=\"justify\">Um vor der R\u00fcckfahrt die \u00f6ffentlichen Toiletten im Dorf aufsuchen zu k\u00f6nnen, muss ich Geld wechseln \u2013 0,5 Euro f\u00fcr ein bisschen Pinkelei!<\/p>\n<p align=\"justify\">Kurz vor 18 Uhr sind wir wieder in A\u00b4dam zur\u00fcck. Den urspr\u00fcnglichen Plan, zur Erfrischung zuerst ins Hotel zur\u00fcck zu gehen und dann zum Abendessen aufzubrechen, verwerfen wir rasch und entscheiden uns, gleich bei einem netten Italiener einzukehren, da um diese Uhrzeit noch Tische frei sind. Zuerst im Freien wechseln wir aufgrund der dunklen Wolken und feuchten Luft doch schnell ins Innere. Das Personal ist sehr freundlich \u2013 die Pizzen sehr lecker! Kaum ist es 19 Uhr, pr\u00fcgeln sich die Leute fast um einen Platz im Restaurant!<\/p>\n<p align=\"justify\">Satt und m\u00fcde ab aufs Hotelzimmer!<\/p>\n<p align=\"justify\">Der letzte Tag in A\u00b4dam. Wie durch ein Wunder passen auch die paar neuen Kleidungsst\u00fccke in den kleinen Handkoffer. Bis auf den Fotoapparat k\u00f6nnen wir alles an Gep\u00e4ck bei der Rezeption lassen. Wir spazieren zum gro\u00dfen Park, den ich gestern laufend erkundet habe. Auch wenn es im Park (noch) richtig friedlich ist \u2013 Sportler:innen, Hundebesitzer:innen, wenig Radfahrer:innen -, Bodo ist vom Amsterdamer Stadtleben mental m\u00e4chtig gestresst! Kreislaufprobleme und st\u00e4ndige Schwei\u00dfausbr\u00fcche qu\u00e4len ihn \u2013 nur auf der Insel gestern ging es ihm gut!<\/p>\n<p align=\"justify\">Nach dem Park genehmigen wir uns ein sp\u00e4tes Fr\u00fchst\u00fcck \u2013 Bodo bestellt ein 3-Eier-Gericht, ich mampfe bald einen gek\u00fchlten Apfelkuchen. Wie sollen wir uns die Zeit bis zur Abreise vertreiben? F\u00fcr Ausfl\u00fcge nach au\u00dferhalb ist es zu sp\u00e4t, m\u00fcssen wir doch aufgrund der aktuellen dramatischen Zust\u00e4nde schon am Nachmittag zum Flughafen (die Medien berichten von unglaublichen Szenen beim Security-Check und vielen Flugausf\u00e4llen). Wir suchen nach Gassen, wo wir noch nicht waren und trinken noch ein Bier. Dann holen wir das Gep\u00e4ck, gehen nochmals auf die Toilette \u2013 sicher ist sicher! \u2013 und dr\u00e4ngeln uns zum Bahnhof durch \u2013 die Stra\u00dfen sind dank des sch\u00f6nen Wetters wieder gesteckt voll.<br \/>\nIrgendwann ist es dann eine halbe Stunde vor 16 Uhr. Wir nehmen einen der Z\u00fcge und sind rasch am Flughafen. Dort \u00fcberpr\u00fcfen wir, zu welchem Gate wir m\u00fcssen und machen uns auf den Weg. Als wir dort ankommen, wundern wir uns ein wenig, weil kaum Passagiere unterwegs sind \u2013 alles nur ein Medienscherz? In der Annahme, dass hinter der T\u00fcr, wo die anderen alle verschwinden, der Security-Check ist, machen wir unsere Getr\u00e4nke alle \u2013 Bodo ein Bier, ich eine Limonade.<\/p>\n<p align=\"justify\">Wir warten einen Moment, bis kaum jemand vorbeikommt und huschen durch die T\u00fcre \u2026 und werden ins Freie gelenkt, vor uns Hunderte, nein Tausende von Menschen mit Gep\u00e4ck!!! Nur sehr langsam zieht die Karawane weiter. Ein Zeichen daf\u00fcr, dass dies heute keine Einmalsituation ist, sind die Bretterb\u00f6den und die Zelt\u00fcberdachungen und am Rande die Berge an leeren Plastikflaschen. 100 Meter, 200 Meter, \u2026 500 Meter, dann h\u00f6rt das letzte Zelt zwar auf, aber die Menschenmenge muss noch ein paar Meter im Freien machen, bis es endlich wieder zur\u00fcck geht. Sehr verwunderlich, dass alle so diszipliniert sind. Nur ein Mann eilt gegen den Strom zur\u00fcck \u2013 er hat erkannt, dass er seinen Flug nicht mehr erreichen kann. Die Security eskortiert zumindest Eltern mit Kleinkindern und Personen im Rollstuhl schneller zum Ziel.<\/p>\n<p align=\"justify\">Ich habe eine andere Art der Not: meine Blase ist randvoll, mit jedem Schritt bef\u00fcrchte ich, die Kontrolle zu verlieren und \u00fcberlege schon, \u00fcber die knapp 1 Meter hohe Betonbegrenzung zu springen und \u2013 pfeif drauf! \u2013 auf die Stra\u00dfe zu pinkeln. Bodo versucht, mich zu beschwichtigen. Langsam, sehr langsam n\u00e4hern wir uns wieder dem Flughafengeb\u00e4ude. Drinnen bitte ich einen Security, mich durchzulassen. Nur \u2013 wo sind die Toiletten? Ich frage eine Frau vom Bodenpersonal \u2013 sie: \u201eEmergency?\u201c (also \u201eNotfall\u201c?) \u2013 ich: yes \u2013 und sie weist mir im Eilschritt den Weg \u2013 nur Frauen k\u00f6nnen verstehen! Erleichtert kehre ich zur\u00fcck und finde Bodo in der Menge.<\/p>\n<p align=\"justify\">Es geht hinauf in die obere Ebene, dort werden wir dann mittels Absperrungen schlangenf\u00f6rmig weitergetrieben. Hallo \u2013 da ist er ja, der 3D-Scanner! Alles gut, nach 2 Stunden (nur) ist der Spuk vorbei!<\/p>\n<p align=\"justify\">Objektiv betrachtet ist dieses gem\u00e4chliche Vorantreiben der Meute die beste L\u00f6sung, die das Flughafenmanagement anwenden kann, denn dadurch, dass man langsam, aber doch, st\u00e4ndig in Bewegung ist, hat jeder das Gef\u00fchl, dass was weitergeht. Nicht auszudenken, welche Szenen sich abspielen w\u00fcrden, wenn 10.000 Menschen auf kleinem Raum zusammengedr\u00e4ngt w\u00e4ren!<\/p>\n<p align=\"justify\">Der Grund f\u00fcr das Dilemma auf den europ\u00e4ischen Flugh\u00e4fen? Nat\u00fcrlich Corona! Zuerst Entlassungen am laufenden Band, dann will keiner mehr zur\u00fcck zu schlecht bezahlten Jobs, und dank der wieder erlangten Freiheiten hat das Virus wieder gen\u00fcgend Andockstellen!<\/p>\n<p align=\"justify\">Bodo und ich geh\u00f6ren zur Minderheit der FFP2-Masken-Tr\u00e4ger!<\/p>\n<p align=\"justify\">Was tun mit so viel Zeit? 18 Uhr ist es \u2013 geplanter Abflug um 20:35.<\/p>\n<p align=\"justify\">Der Duty-free gibt nicht viel her \u2013 wir genehmigen uns aber zwei kleine Flascherln mit einem hochprozentigen Shot, um die Anspannung etwas zu lockern.<\/p>\n<p align=\"justify\">Wir lassen uns im Wartebereich unseres Abflug-Gates nieder, passen auf das Gep\u00e4ck einer Hundebesitzerin auf, die mit ihrem Schatzi auch mal dringend \u201eraus\u201c muss und starren ins Narrenkasterl. Dann die Mitteilung, dass unser Flieger anderswo andocken wird. Kaum haben sich die Passagiere dort breit gemacht, sehe ich per Zufall, dass wir schon wieder verlegt wurden \u2013 was soll das bitte?<\/p>\n<p align=\"justify\">Jetzt aber \u2013 oder doch nicht? Die Damen vom Bodenpersonal sind schon da, die Crew geht an uns vorbei \u2013 es k\u00f6nnte jetzt doch eigentlich losgehen? Weit gefehlt: neue Abflugzeit: 21:15 Uhr!<\/p>\n<p align=\"justify\">Und auch, als wir dann endlich im Flugzeug sitzen, braucht es noch eine Weile, bis die Piste frei ist.<\/p>\n<p align=\"justify\">Gegen 23 Uhr landen wir am Wiener Flughafen \u2013 geschafft: wir sind zumindest da!!! (einer meiner Kollegen, der am Freitag nachmittags fliegen wollte, ist erst am Sonntag in der Nacht angekommen \u2026)<\/p>\n<p align=\"justify\">Wir steigen in die Schnellbahn \u2013 bleiben im Auffangraum stehen, weil es auf den ersten Blick keinen freien Sitzplatz gibt. Da kommen zwei Flughafenangestellte und bugsieren ein P\u00e4rchen mit viel Gep\u00e4ck und einem Dackel in den Zug und geben ihnen das Wort \u201eRennweg\u201c mit auf den Weg. Wir fragen, ob wir helfen k\u00f6nnen, denn es ist offensichtlich, dass es sich hier um Ukrainer handelt. Es hei\u00dft, sie sollen bei der Station Rennweg aussteigen und zum Krankenhaus im 3.Bezirk gehen. Wir versichern, dass wir ihnen sagen werden, wann sie aussteigen m\u00fcssen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Die beiden sind vielleicht um die Drei\u00dfig \u2013 wie er als wehrdienstpflichtiger Mann aus der Ukraine fl\u00fcchten konnte, bleibt ein R\u00e4tsel. Er ist etwas angetrunken, sie ist nervlich am Ende \u2013 leise streiten sie \u2013 unangenehm zum Anschauen \/ Zuh\u00f6ren.<\/p>\n<p align=\"justify\">Am Rennweg angekommen (das ist auch unsere Aussteigestation), bieten wir ihnen an, sie zum Krankenhaus zu begleiten. Die holprige Konversation k\u00f6nnen wir nur mit ihr f\u00fchren, da sie einigerma\u00dfen verst\u00e4ndliches Englisch spricht; er ist leider zu nichts zu gebrauchen und verh\u00e4lt sich wie ein trotziges Kind. Also schleppt Bodo die riesige und mega-schwere Reisetasche, ich nehme eine der anderen Taschen, sie den Rest und den Hund, auf den sie so stolz ist, weil er sich in den vier Tagen ihrer Odyssee im Bus \u00fcber Moldawien so vorbildhaft verhalten hat.<\/p>\n<p align=\"justify\">Vor dem Krankenhaus fragen wir jemanden von der Berufsrettung, ob es hier denn \u00fcberhaupt eine Auffangstation f\u00fcr Vertriebene gibt \u2013 nat\u00fcrlich gibt es sowas nicht! Aber bei der Messe Wien gibt es eine Halle, die zu diesem Zwecke mit Betten etc. ausgestattet wurde. Wir holen ein Taxi, ich gebe ihr mein einziges Bargeld \u2013 100 Euro \u2013 und wir bitten den Taxifahrer, sie sicher dort abzuliefern. Wahrscheinlich h\u00e4tten wir sie auch noch bis dorthin begleiten sollen, aber es ist fast schon 1 Uhr in der Nacht, und wir sind einfach fix &amp; fertig \u2013 salzige Tr\u00e4nen schie\u00dfen aus unseren Augen: Das sind nur Zwei von Millionen!<\/p>\n<p align=\"justify\">Die gute Seele in mir fl\u00fcstert mir gerade zu: Vielleicht war es h\u00f6here Macht, dass das Flugzeug sp\u00e4ter geflogen ist und dass wir genau in diesen Zug und bei diesem Waggon eingestiegen sind. Unsere Hilfe war im Grunde l\u00e4cherlich gering \u2013 nur wie h\u00e4tten die beiden sich in der dunklen Nacht, wo niemand mehr auf der Stra\u00dfe unterwegs ist, in einer komplett unbekannten Gegend und mit einem l\u00e4cherlichen Stadtplan zurechtfinden sollen? Ich hoffe, dass unsere Hilfe doch n\u00fctzlich war!<\/p>\n<p align=\"justify\">Das war das Abenteuer A\u00b4dam \u2013\u00a0Bodo hat mich gebeten, ihm zum Geburtstag keine St\u00e4dtereisen mehr zu schenken!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u2026 mit ordentlicher Verz\u00f6gerung \/\/ aber nachdem in diesen Tagen niemand mehr p\u00fcnktlich ist bzw. oft nicht sein kann (zur Erkl\u00e4rung dazu dann weiter unten mehr), sei mir verziehen \\\\ nunmehr ein paar Erinnerungen an aufregende Tage in \u2013 AMSTERDAM! Kaum zur\u00fcck von einem wunderbaren, wenn auch sehr anstrengenden Wanderurlaub in einem unserer s\u00fcdlichen Nachbarl\u00e4nder &hellip; <a href=\"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/?p=2601\" class=\"more-link\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"class_list":["post-2601","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lucia-and-the-rest"],"views":287,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2601","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2601"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2601\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2605,"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2601\/revisions\/2605"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2601"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2601"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2601"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}