{"id":324,"date":"2014-01-23T19:19:12","date_gmt":"2014-01-23T18:19:12","guid":{"rendered":"http:\/\/luciaklatil.wordpress.com\/?p=324"},"modified":"2014-01-23T19:19:12","modified_gmt":"2014-01-23T18:19:12","slug":"wer-die-schaufel-in-die-hand-nimmt-fangt-den-fish","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/?p=324","title":{"rendered":"Wer die Schaufel in die Hand nimmt, f\u00e4ngt den Fish!"},"content":{"rendered":"<p>Bodo meint, meine Blog-Notizen seien lustig.<\/p>\n<p>Ich interpretiere das so: er findet es lustig, wenn ich mich mit mehr oder weniger charmant-verdrehten Worten selbst auf die Schaufel nehme \u2013 ist doch so oder? Ich nehme mir wahrlich kaum ein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, mich blo\u00df zu stellen, ohne aber nackt zu sein. Auch wenn das Schreiben im Web einen gewissen Grad der Anonymit\u00e4t erzeugt: es gibt mindestens ein Bild von mir \u2013 und anhand dieses Fotos kann sich jeder, der meine Blogs liest, ein eigenes Bild von mir machen, so, wie es ihm \/ ihr gef\u00e4llt \u2026 ich bin ein sozusagen\u00a0in Wort und Beistrich und Ausrufezeichen\u00a0gepinselter Avatar, der heute als Lachfigur dasteht, morgen aber vielleicht als Jemand, der \u201eendlich dar\u00fcber schreibt!\u201c Treibt mich diese Erkenntnis nun in den mentalen Wahnsinn und verstumme ich von einer Sekunde auf die andere oder schwebe ich elfengleich \u00fcber die Schallwellen des aufstr\u00f6menden Gel\u00e4chters und lasse mich auf meinem Beobachtungsposten nieder?<\/p>\n<p>Ich glaube, ich will eigentlich nur, dass dem einen oder anderen beim Lesen ein kleines Schmunzeln \u00fcber die Lippen kommt \u2013 ein online-Fitness-Training f\u00fcr die Mundmuskulatur sozusagen. Und wenn dann noch \u00fcber mich getratscht wird, wird der Kiefer ebenfalls trainiert und die Zunge geschmeidig-feucht gehalten.<\/p>\n<p>Es ist ja so wie bei meinen Fitness-Stunden, die ich abhalte. Nun gut, beim Yogaunterricht ist es angebracht, den Kasperl hinter dem Vorhang zu verstecken, aber auch hier versuche ich, durch bildhafte Erkl\u00e4rungen bzw. durch sprachliche Hoppala-Asanas ein klein wenig die Anspannung\u00a0aus den Gesichtern wegzunehmen.<\/p>\n<p>Beim klassischen Bauch-Beine-Po, das durch mich eine moderne, flippige Ausdrucksweise verpasst bekommt, bin ich mal strenger Oberfeldwebel, mal maulender Clown, mal sexy Biest. Wie auch immer, die M\u00e4dels (und die wenigen \u2013 \u00e4lteren \u2013 Jungs) lieben es \u2013 sie m\u00fcssen es lieben, sonst w\u00e4re meine Stunde nicht so gut besucht. Gestern hatte ich 43 M\u00e4dels und Damen und 2 Herren (Mann, die f\u00fchlen sich inmitten der wippenden Figuren wohl wie Adam im aufgef\u00fcllten Paradies!), die voller Power und mit viel sichtbarem Ehrgeiz\u00a0all das so gut als recht mitmachten,\u00a0wie ich es wollte, und vor allem dabei auch noch ihren schwei\u00dftreibenden Spa\u00df hatten. &#8211; Der Mensch ist halt unterhaltungss\u00fcchtig!<\/p>\n<p>Und ich? Ich sch\u00f6pfe aus diesem entgegengebrachten Feedback enorm viel Energie. Nach einem stressigen Arbeitstag (und wenn ich stressig sage, dann meine ich es auch so \u2026 von Besprechung zu Besprechung, dazwischen Protokolle verfassen, Mails bearbeiten, Kollegen aufmuntern, hoffen, das Richtige getan zu haben, nicht verzweifeln, wenn alle M\u00fch umsonst war, \u2026 und der Jahresvorsatz, mittags eine Runde im Park zu gehen, hatte noch keine Gelegenheit, FUSS zu fassen), ist es zwar meistens eine kleine Anstrengung, mich (das hei\u00dft Kopf und K\u00f6rper) ins Studio zu schleppen, aber sobald ich im Turnzeug stecke, die Leute in den Saal str\u00f6men und ich mit Musik den Kurs er\u00f6ffne, ist der Showeffekt da: alles dringt f\u00fcr 60 Minuten in den Hintergrund, egal, ob M\u00fcdigkeit, Hunger\/Durst oder Schmerzen &#8211; Ich bin pr\u00e4sent. Wer das Buch Fish! kennt, wei\u00df: pr\u00e4sent zu sein, ist eines der 4 wichtigen Motivationsprinzipien, um seinen Job gerne machen zu k\u00f6nnen (die anderen 3 sind \u00fcbrigens: Spielen \/ play, den anderen Freude bereiten \/ make their day und deine Einstellung w\u00e4hlen \/ choose your attitude).<\/p>\n<p>Man hat so immer so viel Freude, wie man sich selbst macht! Und wenn meine kleine Schar der Leser\/innen hin und wieder \u00fcber meine Zeilen schmunzeln kann, soll es mir nur Recht sein \u2013 ich habe Freude daran:<\/p>\n<p>I make your day!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bodo meint, meine Blog-Notizen seien lustig. Ich interpretiere das so: er findet es lustig, wenn ich mich mit mehr oder weniger charmant-verdrehten Worten selbst auf die Schaufel nehme \u2013 ist doch so oder? 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