{"id":396,"date":"2014-03-04T15:31:52","date_gmt":"2014-03-04T14:31:52","guid":{"rendered":"http:\/\/luciaklatil.wordpress.com\/?p=396"},"modified":"2014-03-04T15:31:52","modified_gmt":"2014-03-04T14:31:52","slug":"das-fehlende-distanz-gen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/?p=396","title":{"rendered":"Das fehlende Distanz-Gen"},"content":{"rendered":"<div>\n<div>\n<p>In meinem Bericht zum Thema Parkgarage\u00a0habe ich kurz anklingen lassen, dass es dem weiblichen Geschlecht ab &amp; dann schwer f\u00e4llt, den Ticketautomaten\u00a0bei der Ausfahrtsschranke\u00a0so passgenau\u00a0anzufahren, um das Parkticket mit einer grazilen Leichtigkeit im Schlitz verschwinden zu lassen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Man(n) nimmt an, dass der Frau an sich das sogenannte Distanz-Gen von Geburt an fehlt oder zumindest ab dem Zeitpunkt der F\u00fchrerschein-Reife.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Ist das tats\u00e4chlich so? Ich h\u00f6re kritisch in mich hinein und muss feststellen, dass ein K\u00f6rnchen Wahrheit dahinter steckt:<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Tiefgaragen an sich erzeugen in mir eine beinahe an Klaustrophobie grenzende Wirkung. Die dicken Striche am Boden, welche die einzelnen Stellpl\u00e4tze voneinander abgrenzen sollten, sind f\u00fcr mich wie ein Korsett. Und auch mit dem Smart ist es nicht immer so einfach, den richtigen Einkehrschwung zu erfassen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>In Tiefgaragen wachsen unverhofft S\u00e4ulen und St\u00fctzen aus dem Boden. In meiner grauen Vorzeit, als ich noch Besitzerin eines typischen Montag-Autos war (fahre Rover\u00a0und dein Leben ist over!), ist dies tats\u00e4chlich in der Zeit zwischen Einparken um 20 Uhr und Ausparken\u00a0um 5 Uhr fr\u00fch passiert &#8211; ich bin mir immer noch so was von sicher, dass diese b\u00f6se knallgelbe St\u00fctze beim Reinfahren\u00a0in die Garage nicht da gewesen ist, sondern sich aus Protest, nicht zum Fest in der Top-Etage\u00a0eingeladen worden zu sein, nach oben zur Decke gestreckt hat. (beim Rover\u00a0aber hie\u00df es nach dem Antutschen\u00a0im wahrsten Sinne des Wortes &#8222;game over&#8220;!)<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Bei Schranken denke ich unweigerlich an eine Guillotine. Bist du zu langsam, wird dir das Auto\u00a0 auseinander gehackt. Au\u00dferdem sind diese Dinger einfach unberechenbar und streiken einen Gro\u00dfteil ihrer Lebensdauer (was dann die Akrobatik vor dem Ticketautomaten wieder ad absurdum f\u00fchrt).<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Ticketautomaten, egal, ob mit Sprachkombination\u00a0oder ohne, f\u00fchren unweigerlich zur Verwirrung, weil man in der Hektik einfach nicht immer wei\u00df, wo oben und unten ist. Ein Karterl, 2 Seiten, aber 4 M\u00f6glichkeiten l\u00e4ngs und 4 M\u00f6glichkeiten quer, sich dem Schlitz zu n\u00e4hern. Ein blassgelber Pfeil ist da bei schlechter Beleuchtung auch keine allzugro\u00dfe Hilfe.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Und da gibt es dann noch die Rampe hinauf oder hinunter, im besten Fall geradl\u00e4ufig, wenn auch eng &#8211; und immer stehen irgendwelche Metallteile heraus, die verhindern sollen, dass das Fahrzeug ein St\u00fcck Wand mitnimmt. Im schlimmsten Fall aber handelt es sich um ein Parkhaus mit viiiielen\u00a0Stockwerken und einer durchgedrehten Rampe. Bevor ich beim IKEA-Parkhaus in der SCS\u00a0freiwillig hinaufschleiche\u00a0(und sp\u00e4ter dann hinunterbremse), drehe ich lieber mehrere Ehrenrunden\u00a0rund um alle open air Parkpl\u00e4tze und gehe ein paar Schritte mehr. Dass M\u00e4nner hingegen steile Kurven lieben, muss nicht extra betont werden.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Und bin ich dann der H\u00f6hle &#8222;Parken in der Tiefe&#8220; entkommen, sehe ich mich damit konfrontiert, dass ich vor (besonders rechts von mir) parkenden Autos gerne einen ordentlichen Respektabstand halte. Es k\u00f6nnte ja auch sein, dass so ein Ding auf vier R\u00e4dern pl\u00f6tzlich aus der Parkl\u00fccke springt? Dass ich mit dieser Erwartungshaltung entgegenkommende Fahrzeuge in heilloses Entsetzen versetze, wird mir nur dann klar, wenn mich Bodo &#8222;sanft&#8220; drauf hinweist.<\/p>\n<\/div>\n<div><\/div>\n<div>\n<p>Bei all diesen vielleicht qualvoll \u00fcbertrieben dargestellten Szenarien muss ich ehrlicherweise hinzuf\u00fcgen, dass ich dabei in einem SMART\u00a0sitze, einer Automarke, die sich mit anderen Klein(st)wagen um den Titel &#8222;piccolino&#8220; matcht. Man(n) stelle sich vor, ich w\u00fcrde einen Porsche Cayenne oder einen VW Touareg fahren!<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In meinem Bericht zum Thema Parkgarage\u00a0habe ich kurz anklingen lassen, dass es dem weiblichen Geschlecht ab &amp; dann schwer f\u00e4llt, den Ticketautomaten\u00a0bei der Ausfahrtsschranke\u00a0so passgenau\u00a0anzufahren, um das Parkticket mit einer grazilen Leichtigkeit im Schlitz verschwinden zu lassen. 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