{"id":400,"date":"2014-03-05T21:38:06","date_gmt":"2014-03-05T20:38:06","guid":{"rendered":"http:\/\/luciaklatil.wordpress.com\/?p=400"},"modified":"2014-03-05T21:38:06","modified_gmt":"2014-03-05T20:38:06","slug":"stiefel-ade-boots-bonjour","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/?p=400","title":{"rendered":"Stiefel ade &#8211; Boots bonjour"},"content":{"rendered":"<p>Ich sp\u00fcre es in meinen kleinen verhunzten, leicht verbogenen und niedergedr\u00fcckten kleinen Zehen: der Fr\u00fchling kommt und damit wandern die festen Stiefel in die zweite Reihe meines &#8222;kleinen&#8220; Schuhschranks. Nur: wer darf nun in die erste Reihe? Mit Erschrecken habe ich festgestellt, dass ich eigentlich nicht wirklich \u00fcber klassische &#8222;\u00dcbergangsschuhe&#8220; verf\u00fcge. Bei mir ist es entweder hot oder cold, offene Zehen und Fersen oder blickdicht in dickes Leder geh\u00fcllt. Ich stehe daher wie jedes Jahr vor einem kleineren Dilemma, das sich akut aber zu einer mittleren Katastrophe ausweitet, denn die Au\u00dfentemperaturen sind momentan weder f\u00fcr das eine Klima noch f\u00fcr das andere geeignet. Und zumal ich kein Pumps-Typ bin und noch weniger ein Ballerina-Girl, bleiben nur mehr Sneakers, abartige Halbschuhe und \/ oder Boots, die ja in dieser Fr\u00fchling-Sommer-Saison alles andere verdr\u00e4ngen, was am Fu\u00df sch\u00f6n ausschaut, aber schmerzt.<\/p>\n<p>Sobald die Tage wieder l\u00e4nger werden, flattern auch die unterschiedlichsten Kataloge &#8211; Bed\u00fcrfniswecker &#8211; bei der Wohnungst\u00fcr hinein: Impressionen, Conleys wissen genau, wie sie mich k\u00f6dern k\u00f6nnen. Also habe ich bestellt, bestellt &#8211; und dann geduldig gewartet, bis Sneakers von Diesel im Jeanslook und Goldrand sowie sehr teure Boots aus Leder bei mir kurz zu Gast waren. Wirklich nur kurz, denn nach mehrmaliger Heim-Modenschau und viel Gedrehe vor dem Spiegel, sprachen Kopf und Bauch mit einer Stimme zu mir: Nein zu den Sneakers, weil meine Converse vom letzten Jahr um einiges besser zu mir passen und ein Goldrand in Gr\u00f6\u00dfe 41 wie ein hilflos im Wasser schwimmendes Boot wirkt. Nein auch zu den braunen Lederboots mit Steinchen, die im Katalog irgendwie anders aussahen und ihren Preis um gar nichts wert sind. Ich war ziemlich kurz angebunden mit meiner Verabschiedung &#8211; Adieu, Ihr passt vielleicht auf einen anderen Fu\u00df!<\/p>\n<p>Also bin ich nach einem langen Arbeitstag und 20 Minuten auf dem Power Plate auf einen Sprung ins Zalando-Land gepilgert &#8211; nur mal schauen, was es an schwarzem Schuhwerk g\u00e4be. Schwarz &#8211; das tragen doch alle! Mag sein, aber es gibt hin und wieder auch DEN Schuh, der einfach in Schwarz besser zur Geltung kommt. Und siehe da: schon waren zwei Paar sehr unterschiedliche schwarze Seelen im Warenkorb und heute von Bodo netterweise von der Post abgeholt: Stiefeletten von Softclox und schwere Plateauschuhe mit seitlichen Cuts von Jeffrey Campbell. Ich war schon mal kurz in beiden drinnen, sozusagen zum Abchecken, ob das mit uns was wird oder nicht. Bei k\u00fcnstlichem Licht und in der House-Legging mag der Aha-Effekt noch etwas verhalten sein. Es schreit f\u00f6rmlich nach weiteren Heim(lichen) Modenschauen. Und die Kreise, die ich in der Wohnung Probe gehen werde, sind schon vorgezeichnet.<\/p>\n<p>Mein derzeitiges Handicap ist, dass die linke Zehe nach der Hallux-OP etwas l\u00e4nger ist als die rechte und ich dort seit zwei Jahren mit einem kaputten Zehennagel herumalbere, sodass nicht jeder Schuh gleicherma\u00dfen gut sitzt. Beim Jeffrey sp\u00fcre ich es noch deutlicher, dass der rechte Fu\u00df in Summe etwas kleiner ist. Eine absolute Marktl\u00fccke! Fast jeder Mensch hat zwei unterschiedlich gro\u00dfe F\u00fc\u00dfe, aber das Schuhpaar ist immer absolut gleich gro\u00df. Vielen bleibt daher nur, die gr\u00f6\u00dfere Nummer zu kaufen und sich mit diversen Einlagen behelfen. Bei Bikini-Mode haben es viele doch mittlerweile auch geschafft, Ober- und Unterteil getrennt anzubieten, da Gr\u00f6\u00dfe S im Hintern meistens ein XL um die Nippel bedeutet. Es w\u00e4re doch l\u00e4ssig, wenn man auch bei den Schuhen f\u00fcr jeden einzelnen Fu\u00df die richtige Gr\u00f6\u00dfe erwerben k\u00f6nnte. Es wird wirklich Zeit, dass der 3D-Drucker in Null-Komma-Null-Nix auf Grundlage eines eingescannten Sohlenabdrucks den optimal sitzenden Schuh ausspuckt. Das w\u00e4re revolution\u00e4r: Der Basis-Schuh aus dem Drucker &amp; das Design von einem kreativen Geist (wenn es bei einem selbst nicht so weit her ist mit geschmackvoll-herzeigbaren Ideen) &#8230; ich fange gerade an, zu tr\u00e4umen, und doch: ich glaube, dass das gar kein Traum mehr ist. Ich habe schon eine Website gesehen, wo man sich seine eigenen Schuhe aus einem Baukastensystem zusammenschustern kann &#8211; einziges Manko auch hier: es gibt nur eine Schuhgr\u00f6\u00dfe, f\u00fcr beide F\u00fc\u00dfe gleich. DAS w\u00fcrde ICH \u00e4ndern wollen! Und bis dahin muss ich wohl w\u00e4hlerisch, kritisch und ehrlich zu meinen F\u00fc\u00dfen sein: sobald was weh tut: Adieu und Baba!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich sp\u00fcre es in meinen kleinen verhunzten, leicht verbogenen und niedergedr\u00fcckten kleinen Zehen: der Fr\u00fchling kommt und damit wandern die festen Stiefel in die zweite Reihe meines &#8222;kleinen&#8220; Schuhschranks. 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