{"id":493,"date":"2014-05-04T20:34:02","date_gmt":"2014-05-04T18:34:02","guid":{"rendered":"http:\/\/luciaklatil.wordpress.com\/?p=493"},"modified":"2014-05-04T20:34:02","modified_gmt":"2014-05-04T18:34:02","slug":"catch-me-if-you-can","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/?p=493","title":{"rendered":"Catch me if you can!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\">Laufen f\u00fcr diejenigen, die selbst nicht laufen k\u00f6nnen. Heute liefen zur gleichen Uhrzeit in ausgesuchten Orten in aller Welt (es war die Sprache von 6 Kontinenten .. der sechste ist Ozeanien .. habe ich nicht gewusst!) laufbegeisterte Menschen f\u00fcr den guten Zweck. Der erste World Run vom Veranstalter Wingsfor Life aller Zeiten &#8211; mit 100% Charity-Charakter zugunsten der Erforschung f\u00fcr Heilungschancen bei R\u00fcckenmarkserkrankungen \u2026 und ich mit dabei!<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Durch Zufall eigentlich, denn ich wurde erst durch eine Bekannte von Bodo darauf aufmerksam gemacht. Und Bodo war derjenige, der mehr oder weniger die Anmeldung f\u00fcr mich durchgef\u00fchrt hat &#8211; bis zu dem Punkt, wo man die Kreditkartennummer bekannt geben muss \ud83d\ude42<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00d6sterreich war mit dem Donautal-Lauf dabei, Start in St. P\u00f6lten. So landeten wir gestern auf dem R\u00fcckweg von Deutschland bei miesestem Wetter in St. P\u00f6lten, wo wir im Sportzentrum, dort, wo auch der Start sein sollte, ein Quartier bezogen &#8211; mit getrennten Betten und Nachtruhe um 22 Uhr!<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Um 10 Uhr starteten rund 40 Rollstuhlfahrer, die von allen begeistert angefeuert wurden. Allen voran 5 M\u00e4nner, die ihren Rollstuhl zum Sportger\u00e4t erkoren haben, gefolgt von denjenigen durchwegs jungen M\u00e4nnern und ein paar Frauen, f\u00fcr die der Stuhl auf R\u00e4dern zum Beinersatz geworden sind. Das Schicksal dieser Menschen auf wenigen Metern vor die Augen geknallt, treibt mir die Tr\u00e4nen in die Augen. Bodo, der auf der anderen Stra\u00dfenseite steht, um zu fotografieren, schaut mich an und ich wei\u00df, dass es ihm ebenso geht. Und als das Schlusslicht, Hannes mit traurig-bed\u00e4chtigen Handballenbewegungen die R\u00e4der antreibt, muss ich sehr damit k\u00e4mpfen, nicht vor allen in Tr\u00e4nen auszubrechen. Trocken bleiben meine Wangen jedenfalls nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\n<p style=\"text-align:justify;\">Hannes, meinen Lauf widme ich dir!<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\n<p style=\"text-align:justify;\">Das Warten bis 12 Uhr ist qu\u00e4lend. Es ist zwar bew\u00f6lkt bis sonnig, aber der starke Wind l\u00e4sst alle frieren und ins Innere eines kleinen Lokals bei der Sportarena fl\u00fcchten. Die K\u00e4lte setzt meiner nerv\u00f6sen Blase zu.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Um halb 12 kommt dann Unruhe in die Menge &#8211; es sind rund 6.000 L\u00e4uferInnen. Als um 12 Uhr der Startschuss f\u00e4llt (in Amerika ist es noch beinahe Nacht, in Neuseeland schon wieder Nacht, aber alles richtet sich nach Greenwich), stehe ich noch au\u00dferhalb des Starterblocks, denn das Registrieren der Startnummern zwischen den beiden Catcher Cars dauert.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Ach so &#8211; ich muss erkl\u00e4ren: bei diesem Lauf gibt es keine wirkliche Ziellinie, sondern du l\u00e4ufst, bis dich das Catcher Car einholt, das 30 Minuten nach dem Start mit 10 km\/h beginnt und sich dann halbst\u00fcndlich bis auf 20 km\/h steigert.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Ich komme schlussendlich doch mit einiger Verz\u00f6gerung in Fahrt. Bei einem Volkslauf ist das aber nicht so einfach, denn viele unterschiedliche L\u00e4uferInnen zeigen sehr differenzierte Laufstile, die es nicht immer leicht machen, zu \u00fcberholen. Also geht es eine Weile im Zick Zack, zuerst durch St. P\u00f6lten, dann hinaus ins Donautal. Ich laufe und laufe, habe das gute Ziel vor Augen und finde Spass an dieser Veranstaltung (so anders zum Marathon von vor 3 Wochen!). Ich winke den Schaulustigen am Stra\u00dfenrand, die uns anfeuern. Mir kommt hin und wieder ein kleines Scherzerl \u00fcber die Lippen. Es geht mir gut, die Beine bewegen sich konstant und locker. Der Schwei\u00df tritt alsbald aus den Poren. Zum Gl\u00fcck habe ich vor dem Start doch das lang\u00e4rmelige Shirt ausgezogen. Bei Kilometer 10 trinke ich brav Wasser und einen kleinen Schluck isotonisches Getr\u00e4nk, bei den beiden darauffolgenden Labstationen versuche ich es mit einem RedBull-Wasser-Gemix. Ich habe den Gummib\u00e4rli-Energy-Drink bislang gemieden, aber mein Vater hat mir von guten Erfahrungen berichtet, wenn es darum geht, im Sport Fl\u00fcgelchen zu bekommen. Fl\u00fcgel bekomme ich zwar keine (und beim zweiten Drink versucht alles mit dem R\u00fclpser wieder hochzukommen), aber ich \u00fcberhole doch noch immer den einen und anderen L\u00e4ufer. Meine pers\u00f6nliche Laune noch immer ganz gut, auch wenn ich bei km20 dann doch auf das Catcher Car hoffe. Aber dass es noch nicht kommt, spornt mich weiter an. Mein Ziel sind jetzt die 25 km. Aber jetzt dann nur allzubald werden wir zum Rechtsdranbleiben angehalten. Ich sporne noch mal alle, die um mich herum sind, zum Spurten an, aber schlussendlich hilft alles nichts: froh, zufrieden, stolz und fr\u00f6hlich lassen wir das Catcher Car an uns vorbeiziehen und akzeptieren die pers\u00f6nlich erreichte Ziellinie. Bei mir sind es 24,2 km &#8211; und ich laufe bis 25 km locker weiter, wo dann die Shuttlebusse auf jeden einzelnen Sieger warten. In den Bussen sitzen jeweils an die 30 vollkommen verschwitzte, aber sehr zufriedene Gesichter, eingeh\u00fcllt in Fleece-Decken oder Alufolie. Auf der Piste, da sind noch immer einige unterwegs.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Absolut geil &#8211; diese Veranstaltung. Ich bin jetzt noch begeistert von dem Spirit aller Teilnehmer und der Geduld all derer, die im Startbereich auf die R\u00fcckkehr warten mussten &#8211; unter ihnen auch Bodo, der sportlich stetig den Finger am Abzug hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Ich darf stolz sein. Anders: Ich bin stolz. Stolz, mitgelaufen zu sein &#8211; f\u00fcr einen guten Zweck. Stolz, dass ich so leicht so weit gekommen bin. Stolz und ermutigt, dass ich es mental doch kann.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Ich bin gemeinsam mit dem schnellsten World Life Runner zusammen gewesen (auch wenn ich ihn nur im Fernsehen gesehen habe): von 34 Locations hat der Donautal-Lauf den schnellsten L\u00e4ufer siegen lassen: etwas \u00fcber 5 Stunden und fast 80 (!!!!) Kilometer (78,5 km) hat ein junger Mann aus \u00c4thiopien gebraucht, bis das Catcher Car auch ihn erwischte. Am anderen Ende der Welt &#8211; in Lima &#8211; lief ein anderer alleine allen davon, schlussendlich als Zweiter \u2026 Genaueres auf der Website: <a href=\"http:\/\/www.wingsforlifeworldrun.com\">www.wingsforlifeworldrun.com<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die Startnummer 8490 (Quersumme durch 3 teilbar \u2026. Wichtig!!!) war die MEINE! \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Laufen f\u00fcr diejenigen, die selbst nicht laufen k\u00f6nnen. Heute liefen zur gleichen Uhrzeit in ausgesuchten Orten in aller Welt (es war die Sprache von 6 Kontinenten .. der sechste ist Ozeanien .. habe ich nicht gewusst!) laufbegeisterte Menschen f\u00fcr den guten Zweck. 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