{"id":513,"date":"2014-05-09T08:35:07","date_gmt":"2014-05-09T06:35:07","guid":{"rendered":"http:\/\/luciaklatil.wordpress.com\/?p=513"},"modified":"2014-05-09T08:35:07","modified_gmt":"2014-05-09T06:35:07","slug":"modernes-raubrittertum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/?p=513","title":{"rendered":"Modernes Raubrittertum"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\">Das Spannende im Leben ist, dass man immer wieder &#8211; auch an Kleinigkeiten &#8211; etwas Neues erf\u00e4hrt, lernt, sich wundert und oft nur den Kopf sch\u00fctteln kann. Zu dieser Erkenntnis eine kleine Anekdote zum Munter-Werden:<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Ich bekam einen Brief aus Deutschland. Dem Inhalt nach musste ich einen Fragebogen ausf\u00fcllen und wieder retournieren. Ein R\u00fccksendekuvert\u00a0lag nicht bei. Da ich hier jemanden einen Gefallen tat und kein anderes Kuvert griffbereit hatte (in einer \u00c4ra, in der kaum mehr Briefe geschickt werden, verf\u00fcge ich nur mehr \u00fcber diverse Gl\u00fcckwunschkarten, die zu Weihnachten und Ostern von Wohlt\u00e4tigkeitsorganisationen\u00a0mit einem Spenden-Erlagschein ins Haus flattern), nahm ich das urspr\u00fcngliche Kuvert, klebte den Portostempel ab und ein neues Adress-Schild auf &#8211; in meinen Augen also absolut korrekt und zudem auch \u00f6kologisch (schlie\u00dflich war der Umschlag\u00a0ja noch vollst\u00e4ndig intakt)\u00a0.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Falsch gedacht! Denn auf \/ bei \/ in der Post dann das gro\u00dfe Wundern: unterhalb des durchsichtigen Fensters gab es &#8211; f\u00fcrs menschliche Auge\u00a0kaum erkennbar &#8211; so etwas wie einen aufgepr\u00e4gten gelben Barcode, den er,\u00a0vermutlich im Zuge der elektronischen\/maschinellen Verarbeitung, aufgedruckt\u00a0bekommen hat.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Gro\u00dfes Kopfsch\u00fctteln! Aha, ok,&#8230;, na und&#8230;? Das mache dann\u00a01,70 Euro\u00a0statt 70 Cent, weil der aufgedruckte Barcode eine maschinelle Weiterverarbeitung unm\u00f6glich mache und er nun &#8222;manuell&#8220; bearbeitet werden m\u00fcsse, bzw. der aufgedruckte Code manuell au\u00dfer Kraft gesetzt werden muss!<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Was tut man, wenn man in einer langen Schlange nerv\u00f6ser und ungeduldiger Kunden steht und vollkommen perplex ist? Man zahlt z\u00e4hneknirschend den einen zus\u00e4tzlichen\u00a0Euro und wartet neugierig auf das manuelle Decodieren &#8230; das\u00a0darin besteht &#8211; das Kopfsch\u00fctteln wird nun zu einem wilden Derwischtanz\u00a0-, mit einem Kugelschreiber dr\u00fcber zu kritzeln!<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Das ist modernes Raubrittertum! Der kleine einsame Euro verursacht zwar nicht das endg\u00fcltige Zerrei\u00dfen des Budgetlochs, aber es wurmt, so \u00fcber den Tisch gezogen zu werden. Und entsteht nun denn die arge Bef\u00fcrchtung, dass es viele kleine, einsame Eurom\u00fcnzen\u00a0sein k\u00f6nnten, die einem in einer so subtilen, skurrilen und schn\u00f6den Art abgekn\u00f6pft werden!?<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Da stellt sich nat\u00fcrlich auch noch die Frage: Mit welcher Berechtigung erdreistet sich der Bef\u00f6rderungsdienstleister,\u00a0&#8222;MEINEN&#8220;\u00a0Umschlag mit einer Markierung zu versehen, der ihn unwiederbringlich zu einem Einweg-Umschlag degradiert?<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">K\u00f6nnte man das evtl. sogar als Sachbesch\u00e4digung titulieren und den Dienstleister somit in die Haftung nehmen?<br \/>\nIch werde recherchieren&#8230;., more\u00a0to\u00a0come&#8230;!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Spannende im Leben ist, dass man immer wieder &#8211; auch an Kleinigkeiten &#8211; etwas Neues erf\u00e4hrt, lernt, sich wundert und oft nur den Kopf sch\u00fctteln kann. Zu dieser Erkenntnis eine kleine Anekdote zum Munter-Werden: Ich bekam einen Brief aus Deutschland. Dem Inhalt nach musste ich einen Fragebogen ausf\u00fcllen und wieder retournieren. Ein R\u00fccksendekuvert\u00a0lag nicht &hellip; <a href=\"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/?p=513\" class=\"more-link\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"class_list":["post-513","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lucia-and-the-rest"],"views":345,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/513","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=513"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/513\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=513"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=513"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=513"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}