{"id":530,"date":"2014-05-13T12:15:17","date_gmt":"2014-05-13T10:15:17","guid":{"rendered":"http:\/\/luciaklatil.wordpress.com\/?p=530"},"modified":"2014-05-13T12:15:17","modified_gmt":"2014-05-13T10:15:17","slug":"boutique-design","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/?p=530","title":{"rendered":"Boutique-Design"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\">Neulich am Samstag zog es mich magisch auf die Landstra\u00dfe &#8211; nein, nicht zum &#8222;Land-streichen&#8220;, sondern auf Entdeckungsreise mir unbekannter Boutiquen im kleinen, feinen 3.Wiener Gemeindebezirk, eben der Landstra\u00dfer\u00a0Hauptstra\u00dfe. Bislang hat sich der Kauf-Rausch nur auf einen Prosecco oder einen Aperol\u00a0Spritz\u00a0im nachwievor\u00a0trendigen\u00a0Lokal Rochus beschr\u00e4nkt. Jetzt aber habe ich den oder die\u00a0AUST\u00a0entdeckt, eine deutsche Boutiquenkette, die w\u00f6chentlich (!) mit neuen, wenigen Teilen aus Italien versorgt wird &#8211; der Schwerpunkt liegt auf fetzigen\u00a0Jeans, vorwiegend der Marke PLEASE\u00a0(mit dem kleinen Silberherz\u00a0in der Po-Tasche) und dem dazupassenden, eher sportlich orientierten Dar\u00fcber (Shirts und Sweat-Blazer zum Beispiel). Und in Wien exklusiv gibt\u00b4s nunmehr seit ein paar Wochen erst eine Dependance mit sehr viel Vintage-Style inside!<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Es hat schon was f\u00fcr sich, wenn sich frau\u00a0barfu\u00df auf einem flauschigen Teppich vor\u00a0einem gro\u00dfen Spiegel dreht und wendet und po-siert, und in der Garderobe ein beinahe entz\u00fcckend verspielter Schminktisch mit zahlreichen Deko-Accessoires zum Hinsetzen einl\u00e4dt.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Klar, dass die vielen &#8222;Einzel-St\u00fccke&#8220; auf klassischen Kleiderst\u00e4ndern\u00a0ausgestellt werden, aber ihre ganz spezifische Individualit\u00e4t erf\u00e4hrt die Boutique durch eine in hell-petrol gehaltene Wandfarbe, und an die Wand geklebte Metalldosen, aus denen dann Schals und Jeans hervor quillen. Das\u00a0Auge wird angelockt, das Herz erfreut &#8211; die Bereitschaft zum Erwerb des einen oder anderen St\u00fccks wird deutlich vergr\u00f6\u00dfert. &#8211; Das Geheimnis eines erfolgreichen Shoppings\u00a0&#8211; auf Seiten des Kunden wie auf Seiten\u00a0des Verk\u00e4ufers &#8211; liegt unter anderem also wirklich auch in der Ausgestaltung der R\u00e4umlichkeiten. Was mich als alten Feng-Shui-Lebensraum-Optimierers wieder einmal in meiner geheimen Theorie best\u00e4tigt: Ein ansprechendes Umfeld verspr\u00fcht gute Laune, Esprit und Wohlbefinden &#8211; die Wirtschaft dankt es, der Kunde lacht, der Innenarchitekt\u00a0spr\u00fcht mit\u00a0seiner Phantasie und seinen Phantastereien. Ich bin schlicht baff, welche Ideen da manchmal sichtbare Realit\u00e4t werden. Es war in Berlin, glaube ich, wo\u00a0ein\u00a0sehr extravagantes\u00a0Boutique-Design so au\u00dfergew\u00f6hnlich war, dass Fotographieren\u00a0verboten war! Zumindest schauen und staunen konnten wir, gekauft habe ich nichts, denn die Preise waren noch extravaganter als die Stellagen &#8230;.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Wer also seine M\u00f6bel daheim satt hat, sich aber nichts Neues leisten kann, dem empfehle ich eine Boutiquen-Tour durch eine Metropole: da wird das Auge\u00a0befriedigt und die Brieftasche bleibt versteckt im Sack.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neulich am Samstag zog es mich magisch auf die Landstra\u00dfe &#8211; nein, nicht zum &#8222;Land-streichen&#8220;, sondern auf Entdeckungsreise mir unbekannter Boutiquen im kleinen, feinen 3.Wiener Gemeindebezirk, eben der Landstra\u00dfer\u00a0Hauptstra\u00dfe. Bislang hat sich der Kauf-Rausch nur auf einen Prosecco oder einen Aperol\u00a0Spritz\u00a0im nachwievor\u00a0trendigen\u00a0Lokal Rochus beschr\u00e4nkt. 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