{"id":647,"date":"2014-10-07T20:07:42","date_gmt":"2014-10-07T18:07:42","guid":{"rendered":"http:\/\/luciaklatil.wordpress.com\/?p=647"},"modified":"2014-10-07T20:07:42","modified_gmt":"2014-10-07T18:07:42","slug":"die-frau-im-automobil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/?p=647","title":{"rendered":"Die Frau im Automobil"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\">Frauen und Autos sind f\u00fcr M\u00e4nner der Albtraum schlechthin. Als GTI-Pupperl oder als Salamibrot-reichende Beifahrerin gerade noch akzeptiert, ger\u00e4t die Abh\u00e4ngigkeit vom anderen Geschlecht zur alles verneinenden Verst\u00e4ndnislosigkeit, sobald die Dame links einsteigt und sich den Autoschl\u00fcssel unter die scharfen N\u00e4gel krallt.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Und doch: es gibt die Frau im Automobil, und damit meine ich nicht die hinter dem Lenkrad klebende und mit den Z\u00e4hnen klappernde furchtsame Genossin, sondern die toughe Lady, die sich den fahrbaren Untersatz zum schmucken Begleiter macht &#8211; wer braucht schon einen Gef\u00e4hrten, der Mucken macht, wenn man sich ein Gef\u00e4hrt leisten kann, das schnurrt wie ein K\u00e4tzchen? &#8230;. dass auch Katzen zum Aufmucken neigen, sei dahingestellt und f\u00fcr diese Story nicht relevant.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Da ich selbst seit einigen Jahren gl\u00fcckliche Nicht-Autobesitzerin bin und den kleinen Smart mit viel Innenleben nur am Wochenende fahre &#8211; vornehmlich zum Zwecke der \u00dcbung -, halte ich mich aus der weiteren Diskussion weitestgehend heraus. Was ich beitragen kann, sind objektive Beobachtungen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Konkret geht es hier um 4 Frauen (Arbeitskolleginnen und Freundinnen), die mir gezeigt haben, dass ein 4-R\u00e4der unterm Popo nicht nur ein Symbol der Freiheit und Unabh\u00e4ngigkeit ist, sondern auch eine Frage des pers\u00f6nlichen Stils. Ein schnittiger BWM, ein spritziger Fiat 500, ein flotter Citroen und ein Beetle der Ultraklasse &#8211; Frau identifiziert sich mit Pferdest\u00e4rke, Blech und Aluminium. Das eigene Auto muss nicht gro\u00df sein, aber \u00fcber einen ausnehmend gro\u00dfen Kofferraum verf\u00fcgen, denn Frau hat einfach immer etwas zu transportieren. F\u00fcr gro\u00dfe Felgen wird schon mal ein extra Schein in den Topf gelegt. Das Innenleben verspr\u00fcht weiblichen Charme in Form von knackiger Armaturenverkleidung, einer guten Audio-Anlage, einem gro\u00dfen R\u00fcckspiegel und sonstigem Schnickschnack, wie: einem intelligentem Lenkrad, Einpark-Warnpiepsern, einer m\u00e4nnlichen Stimme am Navigationspult, die vornehmlich W\u00f6rter wie &#8222;rechts&#8220; und &#8222;links&#8220; vermeidet und viel Licht innen und au\u00dfen, damit die Sucherei in der Handtasche von Erfolg gekr\u00f6nt ist.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Zwei M\u00e4dels haben tief aus ihrer Brust gesprochen: &#8222;Das habe ich mir geleistet!&#8220;. M\u00e4nner: Ihr habt auf diesem Terrain leider offensichtlich hoffnungslos verloren. Frau und Auto sind emanzipiert genug &#8211; Ihr d\u00fcrft froh sein, wenn Ihr auf eine Probefahrt mitkommen d\u00fcrft. Nur: nicht das Salamibrot im Picknickkorb mitnehmen, sondern die Flasche Prosecco &#8230; vielleicht d\u00fcrft Ihr die (trunkene) Holde dann auch in IHREM Auto nach Hause (und ins Bett?) (ent-)f\u00fchren!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frauen und Autos sind f\u00fcr M\u00e4nner der Albtraum schlechthin. Als GTI-Pupperl oder als Salamibrot-reichende Beifahrerin gerade noch akzeptiert, ger\u00e4t die Abh\u00e4ngigkeit vom anderen Geschlecht zur alles verneinenden Verst\u00e4ndnislosigkeit, sobald die Dame links einsteigt und sich den Autoschl\u00fcssel unter die scharfen N\u00e4gel krallt. 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