{"id":759,"date":"2015-03-15T20:02:53","date_gmt":"2015-03-15T19:02:53","guid":{"rendered":"https:\/\/luciaklatil.wordpress.com\/?p=759"},"modified":"2015-03-15T20:02:53","modified_gmt":"2015-03-15T19:02:53","slug":"laufend-neue-hohen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lucia.klatil.at\/blog\/?p=759","title":{"rendered":"Laufend neue H\u00f6hen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\">Immer wieder mal was Neues &#8211; sonst w\u00fcrden meine fr\u00fchmorgendlichen Long Jogs am Samstag ja langweilig werden. Meine derzeitigen Favoriten sind die lang gezogenen Wege entlang der Donau Richtung Westen \/ Klosterneuburg. Vor ein paar Wochen habe ich diese Strecke erstmals gew\u00e4hlt, weil es hier so ruhig, beschaulich, von Menschen verlassen ist. Nur der Wind, der am Ufer der Donau zuweilen ordentlich bl\u00e4st, gibt dem Ganzen etwas mehr Dynamik.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Ich versuche, beim Laufen den Blick nach vor zu richten, aber auch das Nebenbei zu bemerken, wie Schw\u00e4ne im Anflug, Enten auf ertrunkenen Baumst\u00fcmpfen, vorbeiziehende Lastschiffe, die noch struppige Natur im langsam weichenden Winterschlaf, vom Biber angeknabberte B\u00e4ume &#8211; und das kleine Kirchlein an der Spitze des Leopoldberges, einer kleinen Erhebung am Stadtrand Wiens, gemeinsam mit dem angrenzenden Kahlenberg ein willkommenes Ausflugsziel der st\u00e4dtischen Wiener. Wir sind da ja mal schon raufgewandert, als Bodo und ich den Wiener Rundumadumweg zu Trainingszwecken in Etappen gewandert sind. In der Erinnerung ist mir ein recht steiler Weg geblieben &#8211; also nichts f\u00fcr laufhungrige Gem\u00fcter? Die Verlockung jedes Mal aufs Neue, allein der Mut hat gefehlt: was, wenn ich da zusammenbreche, nicht mehr weiter kann, geschweige denn den Weg nach Hause zur\u00fcck laufen kann? \u00c4ngstlich, mutlos, ohne Selbstvertrauen &#8211; bin ich das?<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Beim Googeln nach interessanten Laufevents abseits der Masse bin ich auf den Rundumadum-Ultramarathon gesto\u00dfen, in Summe 124 km, die man innerhalb von 30 Stunden bew\u00e4ltigen sollte. Keine Angst! Das mache ich nicht &#8211; allerdings gibt es auch Teiletappen, die mitzulaufen schon ganz spannend w\u00e4ren &#8211; eine Etappe f\u00fchrt dabei &#8211; erraten? &#8211; auch auf diesen kleinen H\u00fcgel, der sich in der Ebene des Donauufers so markant nach oben erhebt.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Wie soll ich es angehen, den Mut zu finden, die Angst zu verlieren, das Selbstvertrauen zu entfesseln?<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Schritt 1: man nehme einen strahlend-blauen fr\u00fch-fr\u00fchlingshaften Sonntag und Bodo an der Hand und tarnt das Austesten der zu bew\u00e4ltigenden Steigung in einen m\u00fc\u00dfigen Spaziergang. Mir kommt es so vor, dass es gar nicht mal so arg ist: der Puls steigert sich in angenehme H\u00f6hen, die Schwei\u00dfporen bleiben geschlossen, die Beinmuskulatur f\u00fchlt sich angenehm in Anspruch genommen. Und eine herrliche Aussicht lockt als Belohnung.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Schritt 2: der n\u00e4chste Longjog beginnt um 5:45 in der Morgend\u00e4mmerung. Um 7 Uhr bin ich dann am Startpunkt, umgeben von Weinkulturen und noch schl\u00e4frigen Winzern. Ich gehe es gem\u00e4chlich an. Der lockere Laufrhythmus der Ebene geht in kleinere tempo-reduzierte Schritte \u00fcber, den ersten steilen Anstieg nehme ich in schnellerem Gehtempo, die zahlreichen Stufen werden langsam erklommen, um den Beinheber nicht zu erschrecken. Danach wei\u00df mein K\u00f6rper, was zu tun ist. Muskeln, Herzschlag, Schwei\u00df spielen harmonisch miteinander. Ich lege zwei kleine Verschnaufpausen ein, verzichte generell, die Stufen, die ab und dann ganz arge Steigungen gehf\u00e4hig machen, laufend zu erklimmen. Der letzte Anstieg vor der Kirche verdient meine Ehrfurcht: schnaufend und schwitzend reduziere ich nochmals das Tempo, g\u00f6nne mir dann einen guten Schluck Wasser &#8211; mein Trinkrucksack leistet hier verl\u00e4ssliche Hilfe -, und weiter geht\u00b4s! Stolz ohne Ende, dass es so gut geklappt hat. Knapp 15 Minuten habe ich in Summe hier herauf ben\u00f6tigt. Ich lebe noch, ich f\u00fchle mich sehr gut. Mit der Aussicht ist es leider nicht so toll: grau und nebelig zeigt sich dieser Morgen &#8211; ich laufe weiter bis zum Kahlenberg, wo leichtes Graupeln meine Haut kitzelt. Dort drehe ich dann um, auch wenn der n\u00e4chste Anstieg bis zur Sternwarte verlockend ist. Aber wie gesagt: ich muss das ganze St\u00fcck wieder zur\u00fccklaufen! Normalerweise esse ich w\u00e4hrend des Laufens nichts &#8211; warum auch? Mein K\u00f6rper hat genug Reserven. Aber vor dem Hinunterlaufen g\u00f6nne ich mir einen leicht gefrorenen, und daher biss-harten M\u00fcsliriegel mit Schokoladenguss auf einer Seite &#8211; das gibt Power! Ich flitze den Weg, den ich hinauf gelaufen bin, wie im Flug hinunter, begegne dabei wieder einer Frau, die ich beim Weg hinauf schon getroffen habe &#8211; jetzt kommt sie wohl ins Schwitzen; ich glaube aber, dass sie hier irgendwo wohnt und dass das ihr normaler Wochenendspaziergang ist. Es ist nicht mal 8 Uhr. Auch ein paar andere Personen nutzen die Morgenstunde, um zur Kirche raufzugehen &#8211; alle sind mit einer Freundlichkeit gesegnet, die man wohl nur am Berg findet. Den Schwung aus dem Bergab-Lauf nehme ich mit und d\u00fcse mit fr\u00f6hlichem Schritt wieder heimw\u00e4rts.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Meine Muskeln sind sich einig: JA! Das hat Spass gemacht! Deshalb sind sie auch ganz brav und murren nicht. Schlie\u00dflich wollen sie am n\u00e4chsten Samstag wieder ein abwechslungsreiches Laufprogramm serviert bekommen. Meine Lieben: ich werde mich bem\u00fchen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer wieder mal was Neues &#8211; sonst w\u00fcrden meine fr\u00fchmorgendlichen Long Jogs am Samstag ja langweilig werden. Meine derzeitigen Favoriten sind die lang gezogenen Wege entlang der Donau Richtung Westen \/ Klosterneuburg. Vor ein paar Wochen habe ich diese Strecke erstmals gew\u00e4hlt, weil es hier so ruhig, beschaulich, von Menschen verlassen ist. 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