Gedenklauf

Liebe Fendi!

Du bist seit etwas mehr als einer Woche leider nicht mehr bei uns, aber ich muss dir erzählen, dass ich Dir zu Ehren gestern 42,195 km gelaufen bin. Es ging von Bad Ischl nach St. Wolfgang und einmal um den See herum. Es war kalt, es war anstrengend, der zu bezwingende Berg gefühltermaßen noch höher als beim letzten Mal, aber ich habe es schlussendlich in einer na ja, nicht so berauschenden Finisher-Zeit bis ins Ziel geschafft – geschafft, weil ich in den Phasen, als mich meine Kräfte zu verlassen drohten, an dich gedacht habe, daran, wie du mit unermüdlicher Freude den Berg hinaufgerannt wärst, wie du mit fliegenden Ohren und heraushängender Zunge den Berg herabgekommen wärst, daran gedacht, welch Kämpferin du immer warst: du hast dich, als du noch unter Geschwistern warst, vorgedrängt und dir dein Frauchen und Herrchen ausgesucht, du hast dich ins Herz der älteren Kimba gekämpft, du hast als 4-jähriger Hund gegen eine schwere Krankheit angekämpft, du hast immer wieder erfolgreich um eine Belohnung gebettelt, du hast uns alle um den kleinen Finger gewickelt und dein Frauchen und Herrchen um so manche ruhige Nachtstunde gebracht, weil dich irgendwelche Geräusche in den Garten lockten. An der Leine warst du ein kleiner Plagegeist, beim Ohrenkraulen der größte Genießer, Haarbürste und Fotoapparat hast du so gar nicht gemocht, umso mehr aber die Kredenz mit der Kekslade.

Danke für die vielen schönen Stunden und Erinnerungen, die wir im Herzen bewahren können – wir vermissen Dich!

Fashion Sale versus Top Swap

Um an meinen Blog zum Fashion Sale kurz anzuschließen: die Nachfrage war leider enttäuschend minimal bis Null 🙁 willhaben.at ist wohl nicht die passende Plattform. Und die angeschriebenen SecondHandShops haben schon gar nicht geantwortet. Daher kam mir die Einladung zum „Erntedank-Fest-Kleidertausch“ gerade richtig: binnen kürzester Zeit suchte ich aus meinem „ich trenne mich-Stoß“ 20 Kleidungsstücke und Schuhe aus, die ich für eine SwapParty entbehren konnte – habe dann zwei Riesensäcke hingeschleppt, 20 Euro hingelegt und …. abgewartet, was sich tun würde: einige Kleidungsstücke haben den Weg nach drinnen in den Showroom gar nicht gefunden; da waren die Mädels hinter der Theke schneller beim Zugreifen. Und das, was dann aufgehängt wurde, war auch nicht lange da – kein Wunder, haben sich meine Tauschsachen qualitätsmäßig doch von den anderen Fetzen (im wahrsten Sinne des Wortes) deutlich abgehoben. Mit ein, zwei Frauen, die sich als neue Besitzerinnen zeigten, kam ich dann auch ins Gespräch. Die eine meinte, so tolle Sachen! Sie hätte ihre schöneren Kleidungsstücke lieber noch zu Hause gelassen, weil sie erstmal schauen wollte, was die anderen so brächten. Blöd nur, dass jede Frau so denkt! Das tut der Swapperei auf Dauer nicht gut!

Ich habe nach einer Stunde des Beobachtens ein schwarzes kurzes enges Kleid ergattert, habe ein Paar meiner eigenen Schuhe wieder geschnappt, die restlichen Gutscheinpunkte an engagierte Swapperinnen verschenkt – und war schlussendlich zufrieden: ich bin ein paar Sachen los geworden, ich habe ein paar Frauen eine Freude gemacht und darf mich selbst über ein weiteres schwarzes Kleid in meinem Schrank freuen!

Und mit dem Rest der tatsächlich Top-Sachen versuche ich auf anderem Weg mein Glück – nicht locker lassen!

Fashion-Sale für eine gute Sache

Wahrscheinlich das erste Mal, dass ich es bedauere, keinen Facebook-Account zu haben – nur für diese eine Sache, die in meinem Kopf sich formiert. Aber, nachdem ich annehme, dass mein Bekanntheitsgrad nicht von der einen zur anderen Sekunde ins Vielfache aufschwingt, bleibe ich bescheiden hier auf meiner Blogseite – hier, um für eine private Sache mit Herz die Trommeln zu schlagen.

Das Flüchtlingsthema beherrscht unsere Nachrichten, jedes private Gespräch unter Freunden und Bekannten, nur die Politiker halten sich zurückhaltender als es angebracht wäre. Ich bin dem Aufruf bei uns im Unternehmen gefolgt, bestimmte Sachgüter (welches sind: T-Shirts, Jogginghosen und Turnschuhe) zu spenden. Aber das ist mir nicht genug!

Ich möchte mich hier und jetzt und in den kommenden Tagen von etlichen Kleidern, Jacken, Mänteln, einer Hose und einem Hosenanzug trennen, von hippen Schuhen und Stiefeln und einigen Handtaschen – und das gegen eine freiwillige Spende – einer Spende für die Menschen in Not!

Daher an dieser Stelle meine Bitte: schaut, gustiert und sagt es anderen weiter, die mich noch nicht kennen! Und wohlgemerkt: es kann alles direkt vor dem Spiegel bei mir anprobiert werden!

Hier die Fashion-Galerie (das Model wohlgemerkt hat mit mir zwar eine gewisse Ähnlichkeit – oder ist es einfach doch nur ein Double?) / alles in quasi M/38 bzw. das Schuhwerk in Größe 41; die extreme High-Heels in Größe 40 (und das eine oder andere Accessoire findet sich sicher auch noch):

  2015-09-05_Lucias-Mode_011__MG_6558 2015-09-05_Lucias-Mode_010__MG_6557 2015-09-05_Lucias-Mode_009__MG_6556 2015-09-05_Lucias-Mode_008__MG_6555 2015-09-05_Lucias-Mode_007__MG_6554 2015-09-05_Lucias-Mode_001__MG_6546 2015-09-05_Lucias-Mode_002__MG_6549 2015-09-05_Lucias-Mode_003__MG_6550 2015-09-05_Lucias-Mode_004__MG_6551 2015-09-05_Lucias-Mode_006__MG_6553 2015-09-05_Lucias-Mode_064__MG_6615 2015-09-05_Lucias-Mode_063__MG_6614 2015-09-05_Lucias-Mode_061__MG_6612 2015-09-05_Lucias-Mode_060__MG_6610 2015-09-05_Lucias-Mode_059__MG_6609 2015-09-05_Lucias-Mode_057__MG_6607 2015-09-05_Lucias-Mode_056__MG_6605 2015-09-05_Lucias-Mode_054__MG_6602 2015-09-05_Lucias-Mode_053__MG_6601 2015-09-05_Lucias-Mode_047__MG_6594 2015-09-05_Lucias-Mode_050__MG_6597 2015-09-05_Lucias-Mode_051__MG_6599 2015-09-05_Lucias-Mode_052__MG_6600 2015-09-05_Lucias-Mode_030__MG_6577 2015-09-05_Lucias-Mode_029__MG_6576 2015-09-05_Lucias-Mode_028__MG_6575 2015-09-05_Lucias-Mode_027__MG_6574 2015-09-05_Lucias-Mode_026__MG_6573 2015-09-05_Lucias-Mode_025__MG_6572 2015-09-05_Lucias-Mode_024__MG_6571 2015-09-05_Lucias-Mode_023__MG_6570 2015-09-05_Lucias-Mode_022__MG_6569 2015-09-05_Lucias-Mode_021__MG_6568 2015-09-05_Lucias-Mode_020__MG_6567 2015-09-05_Lucias-Mode_019__MG_6566 2015-09-05_Lucias-Mode_018__MG_6565 2015-09-05_Lucias-Mode_017__MG_6564 2015-09-05_Lucias-Mode_016__MG_6563 2015-09-05_Lucias-Mode_015__MG_6562 2015-09-05_Lucias-Mode_014__MG_6561

 

 

 

 

 

 

2015-09-05_Lucias-Mode_046__MG_6593 2015-09-05_Lucias-Mode_045__MG_6592 2015-09-05_Lucias-Mode_044__MG_6591 2015-09-05_Lucias-Mode_043__MG_6590 2015-09-05_Lucias-Mode_041__MG_6588 2015-09-05_Lucias-Mode_039__MG_6586 2015-09-05_Lucias-Mode_038__MG_6585 2015-09-05_Lucias-Mode_037__MG_6584 2015-09-05_Lucias-Mode_036__MG_6583 2015-09-05_Lucias-Mode_035__MG_6582 2015-09-05_Lucias-Mode_034__MG_6581 2015-09-05_Lucias-Mode_033__MG_6580 2015-09-05_Lucias-Mode_032__MG_6579

Burning Lurchi

Wer von Euch ist nicht mit Lurchi, dem Markenzeichen der Schuhboutique Salamander, aufgewachsen? Meine Erinnerungen gehen zurück bis zu den knallroten Lackschuhen, die ich 1976 bekommen hatte und die ich beim großen Erdbeben, das Friaul mehr oder weniger zerstörte, unbedingt retten wollte (neben meiner Schultasche). Jedenfalls war ich als Kind wohl schon Schuhfetischist oder lag es einfach an den Geschichten um Lurchi, den Feuersalamander, die man beim Schuhkauf lesen konnte und die mich so begeistert hatten?

Lang, lang ist es her – ich trage keine roten Lackschuhe mehr und Bildergeschichten lese ich auch nicht mehr. Aber das Tier Feuersalamander ist etwas Besonderes geblieben, wohl, weil es in freier Wildbahn nur mehr selten vorkommt. Deshalb war ich gestern Morgen, nachdem ich mit viel Keucherei und einem kleinen Abenteuer (beim Versuch, den gepflasterten Aufstieg über einen schmalen, steilen Trampelpfad abzukürzen, musste ich feststellen, dass der Grip der Laufsohle gegenüber feuchten Lehm keine Chance hat, weshalb manche Körperstellen die ungewollte Bekanntschaft mit dem selbigen Lehmschlamm machten) oben am Leopoldsberg angekommen war und mich für den Downhill-Run bereit machte, freudig überrascht, als sich vor mir auf dem Waldboden ein lebendiger Feuersalamander in seiner markanten schwarz-gelben Zeichnung vom Braun des Weges deutlich abzeichnete. Fast wäre ich im Flug nach unten auf dieses Tierchen drauf gestiegen! Gerade rechtzeitig konnte ich noch den einen schicksalhaften Schritt verlängern, um mich daraufhin einzubremsen, um das Tier zu bewundern. Leider war dieser eine Feuersalamander nicht sehr erfreut über die morgendliche Störung – ringsherum alles leise, nur mein lauter Schritt als Bruch der Waldidylle. Lurchi, nicht bereit, für ein Foto still zu halten, verzog sich als gleich ins Bodenlaub – und weg  war er!

In Reminiszenz an frühere Zeiten habe ich dann die Sommerschuhe verstaut und den Winterschuhen im Schrank ihren Platz für die nächsten Monate bereitet. So schön aufgereiht, fast wie beim Salamander – ich denke, Lurchi wäre stolz auf mich!

Ein Tropfen ….

Heute stehen Sport und Mode und meinerseitige Kopf-Flausen mal im Hintergrund – heute zählt der Mensch! (eigentlich wollte ich diesen Blog schon vor Tagen schreiben – warum nicht, das ist eine andere Geschichte)

Seitdem ich bei meinem morgendlichen Long Jog (doch kurz Sport …) im Radio die erschreckenden Nachrichten zur Flüchtlingssituation gehört habe, geht mir die Völkerwanderung, die sich momentan über Europa erstreckt, nicht mehr aus dem Kopf. Was tun? Wo und wie helfen? Das erste war – selbstredend – mal eine ordentliche Geldspende an die Organisationen, die mit Herz und sozialer Kompetenz unermüdlich unterstützend eingreifen. Trotzdem bleibt das mulmige Gefühl der Hilflosigkeit, wenn man die Nachrichten hört.

Da kam es wie ein Lichtblitz aus dem Himmel, als mein oberster Boss spontan entschied, in unserer Großbaustelle auf einer Fläche, die noch nicht ausgebaut ist, eine Flüchtlingsauffangstation mit 300 Schlafplätzen einzurichten. Das war am vergangenen Donnerstag – danach fing das Rad zu rattern an! Bei einem beliebten schwedischen Möbelhaus wurden 150 Stockbetten bestellt – verlässlich zugesagte Lieferung: Samstag, 11 Uhr. Ausführende Firmen stellten freiwillig ihre Arbeitsleistung zur Verfügung: es mussten Leitungen und ein provisorischer Boden verlegt werden. Sanitärcontainer wurden geordert und am Freitag angeliefert. Bei Wien Kanal hat ein Anruf genügt und binnen weniger Stunden nur war ein Zugang zum Straßenkanal gelegt. Und dann am Samstag die humanitäre Mega-Action: rund 70 freiwillige Mitarbeiter aus dem Konzern bauten innerhalb von 7 Stunden besagte 150 Stockbetten zusammen. Ein Kollege hat mir stolz berichtet, dass er und sein Team 8 Betten zusammengebaut haben – tolle Leistung!

WP_20150912_14_24_48_Pro WP_20150912_12_26_11_Pro

Ich habe mich eher als Betten-Schlepper (oophs: das Wort sollte man eher vermeiden; allerdings hier zutreffend, denn die doch sehr schweren Betten aus Holz mussten von A nach B transportiert werden, über 100 Meter über unwegsames Gelände, weil wir hier bauseits noch nicht fertig sind).

11994483_1648403108739269_1009648664_n

Nach dem x-ten Bett war dann kurz mal mein Leistungspuffer verbraucht – Zeit für eine Pause und eine Jause, die in unserem großen Veranstaltungssaal angeboten wurde – das erste Catering noch vor Inbetriebnahme des Gebäudes!

Am späteren Nachmittag war´s mir dann fad – außerdem können Männer viel besser schwere Dinge tragen (besonders stark waren die Jungs einer Transportfirma, die uns geholfen haben und die mir immer wieder mal sehr gentlemanlike das Bett quasi aus der schmerzenden Hand nahmen). Daher wechselte ich zum Team „Innenarchitektur“, das die Betten zu Gruppen zusammenstellten; diese wurden dann mit Baustellenzaun voneinander abgeteilt und mit Decken verhängt, um eine gewisse „Privatsphäre“ zu schaffen. Ins Schöner Wohnen kommen wir damit nicht, aber zumindest war die Aktion eine Pressemeldung am Sonntag wert. Parallel zum Nestbau wurde an anderen Stellen noch der provisorische Boden mit Linol verlegt. Die Zeit drängte, denn am Abend sollte die Schlafstätte in Betrieb gehen. Viele kleine und größere Handgriffe, etwas Hektik (anstrengend war, dass mehrere Alphatierchen das Kommando übernehmen wollten – kein weiterer Kommentar dazu!), aber über allem stand ein einziger Gedanke:

was zählt, ist der Mensch!

Die Schlafstätte ging dann auch am Samstag wirklich noch in Betrieb. Sie dient momentan als Übernachtungs- und Erholungsort für die Menschen, die auf eine Weiterfahrt mit dem Zug hoffen. Freiwillige Helfer übernehmen Nachtschichten; der Samariterbund ist immer dabei und auch Ärzte kümmern sich um die Männer, Frauen und Kinder. Ich werde sicher auch noch die eine oder andere Nacht, einfach Zeit „spenden“ (derzeit ist das Kontingent an Mitarbeitern des Konzerns aber ausreichend – die Kollegen dürfen sich am Tag nach der Nachtschicht auch ausschlafen – bei mir wäre das derzeit – außer am Wochenende – nicht möglich / nicht erlaubt, da von MO-FR die Baustelle Vorrang hat).

Ein Tropfen auf dem heißen Stein – aber viele Tropfen füllen auch das Glas!

Ich im Bootcamp

Bootcamp! Das hat jetzt nichts mit Paddelboot und Campingplatz zu tun, sondern unter Bootcamp wird eigentlich ein Trainingslager für Rekruten verstanden bzw. ein Erziehungslager für zB schwererziehbare Jugendliche.

Also 3D pur: Drill – Disziplin – Durchhaltevermögen! Da gehöre ich hin!?

Der heiße Sommer hat meiner Kondition nicht wirklich gut getan: Die samstäglichen Long jogs sind nur mit Unterbrechungen (Geh- und Trinkpausen) und dem Einwurf von Isostar-Tabletten zu bewältigen. Aber als die Einladung von der Frauenlauforganisatorin kommt: nimm teil am Bootcamp – wir laufen gemeinsam und machen zwischendurch Kräftigungsübungen – wird mein Interesse sofort geweckt, sodass die Anmeldung ein Akt der Selbstverständlichkeit ist: Treffpunkt am (vergangenen) Samstag, 7:30 pünktlich (!) bei der Hauptuniversität an der Wiener Ringstraße, Dauer: 1 Stunde. Klingt nicht allzu tragisch.

Da ich aber meinen 180 Min Long jog auch absolvieren will (oder muss?), takte ich den Morgenlauf so ein: ich starte um 5:30 im Morgengrauen bei noch angenehmen Temperaturen und trabe mit gemächlichem Tempo 90 Minuten am Donaukanal hin und her, sodass ich bereits kurz nach 7:00 beim Treffpunkt bin – wie immer komplett ausgeronnen! Während ich warte, kommen nach und nach die anderen Teilnehmerinnen, viele tragen ein Frauenlauf-T-Shirt, alle sind frisch und mehr oder weniger munter, aber zumindest schwitzfrei. Ich schaue an mir runter: die kurze schwarze Laufshort klebt nass am Oberschenkel, dünne Rinnsale schlängeln sich am Bein entlang nach unten und sammeln sich in meinen Schuhen. Die Organisatorin graust sich sichtlich, mir die Hand zu geben. Nach einer kurzen Ansprache und dem Gruppenfoto teilen wir uns in 4 Gruppen auf: die Sprinterinnen (Super Heroes, Pace 05:00/km), die Schnellen (Heroes, Pace 05:30/km), die Läuferinnen (Heroes Advanced, Pace 06:00/km) und die Joggerinnen (Heroes Basic, Pace 06:30/km). In Anbetracht meines schon absolvierten Laufs und der momentanen eher skeptischen Einstellung zu meiner körperlichen Leistungsfähigkeit reihe ich mich zuerst in Gruppe 3 ein, aber als Gruppe 2 startet, schließe ich mich dieser eher kleineren Gruppe an – und das Tempo passt perfekt.

3 Parkanlagen, 3 Stopps mit je 3 Übungen á 45-60 Sekunden: Kniebeugen (statisch und dynamisch), Ausfallschritte, Liegestütz, Hampelmann, Schubkarren fahren, Wadenheben, Mountain-Climbing, Trizeps – es kommen alle zum Schwitzen, nicht nur ich! Den Einlauf in den Augarten mache ich zwar noch mit, aber es ist bereits 8:30, die Sonne brennt schon ordentlich auf uns nieder und ich will noch nach Hause laufen (30 Minuten plus) – also lass ich das Cool Down aus … und Hände schütteln mag mir eh niemand 🙂

Ich baue zwar schon seit einiger Zeit Kräftigungsübungen in mein Lauftraining ein – im Prater habe ich eine bestimmte Bank zu meiner Gymnastikbank auserkoren! -, aber es tut doch ganz gut, wenn man einmal nicht alleine läuft, sondern der Gruppengeist rüberschwappt.

Ansonsten bleibe ich beim Laufen mit meinen Gedanken aber lieber allein!

 

Männer zeigen Mut und (leider) mehr

Muss diese mächtige Hitzewelle so zu Ende gehen? Mit diesem Bild vor Augen?

Vergangenen Mittwoch, als ich kurz vor 18 Uhr das Büro verließ in Richtung Fitness-Club, um mit den Mädels, die gerade nicht auf Urlaub weilen oder bei einem Hugo-Sommerspritzer-Aperol-Drink auf Sehen und Gesehen-Werden abchillen, all unsere zahlreichen „Problem“-Zonen zu aktivieren und malträtieren (ich meine ja, dass es keine Probleme geben sollte, nur Lösungen!), zeigte die Thermometer-Anzeige lockere 36°C an – also hot. Auch mich umfing die plötzliche Hitze nach Stunden im gekühlten Büro wie eine Feuersbrunst. Aber als ich den Blick nach vorne richtete, ereilte mich unmittelbar ein heftiges Schaudern, sah ich doch nur wenige Meter vor mir eine Person männlichen Geschlechts, das T-Shirt hoch bis knapp unter die Brust aufgerollt. Ihr Frauen, wenn Ihr jetzt lechzend über Eure Lippen leckt und das Bild vom CocaCola-Man oder Magic-Mike vor Augen habt, macht sie schnell zu, Eure Augen und atmet tief durch. Denn der Bereich zwischen Brust und Gürtel, den ich da zu sehen bekam, hatte mit der Wunschvorstellung eines Six-Pack rein gar nichts zu tun, nicht mal mit einem knuddeligen Waschbärbauch, sondern viel mehr mit einer genmanipulierten Wassermelone von gigantischen Ausmaßen. Dazu die zum Platzen gespannte Haut, überzogen mit einem dunklen Pelz …!

Und ich dachte immer, dass dem männlichen Geschlecht nur weiter unten heiß ist?

Nur eine Einzelerscheinung? Ein Gespinst der Verwirrungen im Gehirn nach einem anstrengenden Arbeitstag? Weit gefehlt – es scheint sich um einen neuen Hitze-Trend in der Männer-Fashion-Welt zu handeln, denn kurz, nachdem dieser Schock-Augen-Blick vorüber gezogen war, wurde meine Netzhaut von einem sehr ähnlichen (Ma-)An-Blick getroffen.

Nichts für ungut – ich weiß, die Hitze macht uns alle ein bisschen gaga im Hirn, aber können wir uns im urbanen Dschungel nicht alle ein wenig zusammen reißen? Oder ist dies nun der Beginn einer Fashion-Angleichung, wo doch auch so manches bauchfreie Top, so manche Jeans-Hot-Pants oder so manches Trägerkleidchen am weiblichen Körper ungenügend hautbedeckende Eigenschaften aufweisen?

Was ich in den eigenen Wänden und auf der Terrasse trage bzw. nicht trage, ist meine Sache. Aber auf der Straße achte ich doch darauf, dass ich adrett und appetitlich anzusehen bin – und wenn dann dem einen oder anderen ein Hitzeschwall durch den Körper schießt, hat das (hoffentlich) andere Gründe als ein Thermometer, das 36°C anzeigt.

It´s hot in the city!

Mit KEEN kühl durch die Hitz´

Noch immer 35 Grad und kein Ende in Sicht! Das bedeutet für Frau mit zunehmenden Tagesstunden – egal, ob bei sitzender oder stehender Tätigkeit – ein unangenehm-unansehnliches, bambstiges Gefühl in der Knöchel- und Zehengegend. Pumps und Highheels werden da zu Foltergeräten, die besser in das dunkle Zeitalter der Inquisition passen als zum Fashion-Must dieses Sommers.

Ich selbst bin meinen an sich geliebten Plateausandalen in den letzten Tagen ordentlich untreu geworden – Schuld daran sind die mega-bequemen, fuß-belüftenden, geflochtenen Sandalen der Marke KEEN – in Insiderkreisen bekannt als Outdoor-Schuh-Bastler. Bodo schwört sein Jahren auf diese Schuhe. Jeder Versuch, seine 10 Zehen in anderes Schuhwerk zu stecken, schlägt regelmäßig fehl. Ich persönlich war bis dato eher skeptisch, weil breit geschnittene Outdoorschuhe nicht so ganz ins Business-Leben passen. Aber dieser extreme Sommer kehrt so manche Lebensart ins Gegenteil. Jetzt, wo Birkenstock (und Dr.Brinkmann) quasi salonfähig sind, dürfen auch sonstige flache Schlapfen/Sandalen unterm Schreibtisch miteinander kuscheln und tuscheln.

WP_20150807_06_49_37_Pro WP_20150807_06_50_58_Pro

… die schwarzen sind Bodo´s, meine die etwas bunteren, die zu fast jedem Outfit passen,

aber keine Angst: Ihr anderen Lieblinge mit dem etwas höheren Absatz und der Tendenz, Blasen zu erzeugen, dürft bald wieder aus dem dunklen Schrank hinein in einen heißen Sommertag!

Wenn der Durst zu mächtig wird

Ich melde mich kurz zurück (eigentlich schon gestern, aber da hat der Upload nicht wollen 😉 – zurück von der Hitzelähmung der vergangenen Tage, fast Wochen!

Wie ich diese tropischen Temperaturen überstanden habe? Tagsüber im Büro auf Zitterkurs heruntergetrimmte Raumkonditionierung, beim Verlassen des Gebäudes dann der heiße Schlag ins Gesicht, der Gang schleppend langsam, Vermeidung jeglicher Bewegung über das gerade notwendige Maß hinaus, nachts im Eva-Kostüm ohne Decke und Kopfpolster mit zeitweiligem Kurzaufenthalt auf der Terrasse, eine Wassersprühflasche griffbereit.

Und was war da sportlich drin&dran? Laufen eine einzige Katastrophe, weil auch in der Früh schon wieder bzw. noch immer hohe Temperaturen auf meinen Organismus einwirkten, was sich als sehr nachteilig auf mein sowieso enormes Schwitzverhalten ausgewirkt hat. Da konnte auch meine jüngste Lauf-Accessoire-Errungenschaft, ein Trinkgurt in dezent schrillen Farben 🙂 nur sehr eingeschränkt Abhilfe gegen Durst und Flüssigkeitsverlust bieten.

WP_20150712_08_56_43_Pro WP_20150712_08_57_22_Pro

Eigenartigerweise ist mein Trinkverhalten zwischen Trinkschlauch und Trinkblase im Rucksack auf der einen Seite und zwei 300ml Flaschen im Trinkgurt auf der anderen Seite sehr unterschiedlich. Die Flascherln sind immer viel schneller leer als die Trinkblase. Wenn ich da nicht unterwegs im Prater oder auf der Donauinsel eine öffentliche Trinkwasser-Zapfsäule finde, ist mein Long Jog unmöglich zu bewerkstelligen!

Und noch eine Erfahrung habe ich gemacht: je wärmer und heißer es ist, desto dringender muss ich mir was auf den Kopf setzen, am besten ein nass gemachtes Bandeau, denn aus meinem ovalen Schädel schießen unmäßig viele salzige Tropfen heraus, die durch die Locken noch mal ordentlich ins Wirbeln gebracht werden – manchmal komme ich mir vor wie ein Hund, der sich nach einem Sprung ins Wasser auf Land ordentlich durch- und abschüttelt.

Viel angenehmer, aber auch schweißtreibend, waren meine morgendlichen Yoga-Einheiten auf der noch schattigen Terrasse inmitten unserer doch recht üppigen Bepflanzung – die knallgelbe Gießkanne hat in dieser heißen Sommerphase gute Dienste geleistet.

Für die kommende Sommersaison steht ein stylisch gut durchdachter Tyson-Ventilator auf der Wunschliste für die Wohnung (für diese Saison hoffnungslos ausverkauft). Kann man sowas nicht auch für hitzige LäuferInnen erfinden?