Lucksa und Bosack

Wir nähern uns langsam, aber sicher unserer Wanderroute für 2018. Schön, wenn man samstags noch im Bett liegt, das Tablet griffbereit ist und man sich durch Europa durch-googelt …
Was schon vorhanden ist, sind unsere neuen Rucksäcke! Nach 2017 war klar, dass es einen Change geben muss: kaputte Reißverschlüsse, aufgerissene Gurte, nicht mehr die Nase 100%ig umschmeichelnde Gerüche – so kann es nicht weitergehen!
Unsere Recherchen haben uns bald zu zwei Modellen von Osprey geführt, einem amerikanischen Hersteller (hoffentlich keine Geschäftsbeziehungen mit dem dortigen Ober-Boss?!): für den Herrn ATMOS AG und für die Dame AURA.
Die Anprobe beim Outdoor-Profi hat schnell ergeben: YES!
Bodo hat sich spontan für das Modell in Gras-Frosch-Grün / Absinthe Green entschieden. Für mich war aus der Farbauswahl nur die Ausführung in Gamma Red akzeptabel. Ganz ehrlich: passt ein Rainforest Green zu meinem Teint? Oder wie kann man nur auf die Idee kommen, einen Wanderrucksack in Silver Streak, also einem hellen Grau, für outdoor-tauglich zu erklären (vielleicht als Tarnung, um den Schneeleoparden nicht zu verscheuchen?)?


Jetzt sind sie da, die beiden schmalen, sehr gut um die Hüfte sitzenden und im leeren Zustand fast federleichten Familienzuwächse – neugierig, wie sich unser Zusammenleben entwickeln wird. Beim Ausprobieren haben wir schon bemerkt, dass über die Jahre gewohnte Handgriffe an den einzelnen Gurten oder die Anordnung von Außentaschen und Reißverschlüssen nunmehr neu erlernt werden müssen.

Klar: Familienzuwachs muss auch einen Namen bekommen!
Lucia + Rucksack = Lucksack = Lucksa = Lusa (?)
Bodo + Rucksack = Bodsack = Bosack = Bosa (?)
Lucksa und Bosack gefallen mir spontan am besten – aber es darf gerne mitgevotet werden!

Und was passiert mit den beiden treuen, aber nunmehr ausrangierten Begleitern der letzten 10 Jahre? Wir werden sie in die „Gruft“ bringen, einer Organisation, die Menschen, die ihre Zeit auf der Straße verbringen, unterstützen – und Bodo´s nunmehr nicht mehr gebrauchter, aber dafür frisch gewaschener Schlafpolster soll einem anderen Kopf den Schlaf versüßen!

Wieder da!

Nein – ich bin nicht untergetaucht, ich bin nicht in ein Schweigekloster eingetreten, ich habe mir nicht die Finger ausgerissen oder die Zunge gebrochen, ich bin nicht auf den Mund gefallen, und nein – ich habe den Übergang ins Neue Jahr nicht verschlafen – ABER …
… dieses eine vier-buchstaben-lange Wort, das sofort eine Ausrede vermuten lässt, das Offenheit einschränkt und das einen Hauch Abwehr ausströmt. Dieses eine Wort will ich gleich wieder löschen!

Ich war so lange Zeit blog-schreibfaul, weil mich so vieles Kleine und Große beschäftigt hat:
# der durch einen Sturz am eisigen Gehweg beleidigte Oberarmmuskel, der mich beim Yoga-Liegestütz schwächeln ließ, hat ziemlich gefrustet

# die nie enden wollende Dunkelheit als morgendliche Laufbegleitung

# ab kommenden Montag unterrichte ich vorübergehend auch eine Back Health / Rückenstunde – wer mich kennt, weiß, dass das sicher nicht fad wird!

# ein Besuch bei meiner kleinen Nichte mit Ambitionen zur Yoga-Prinzessin und Makeup-Artistin – nun ja: es war ja noch Faschingszeit! 

# und daher auch zu überlegen, ob ich als nächstes nicht noch eine Ausbildung zur Kinder-Yogini machen soll???

# schön, wenn Mama, Schwester und Schwägerin die gleiche (oder die selbe? …ich werde mir das nie merken!!!) haben und sich um meine Schuhe, die ich zum Herschenken mitgebracht hatte, geradezu rissen – Prügelei gab es keine, aber ein Paar Schuhe wurde nachbestellt, um zwei Frauenherzen glücklich zu wissen! 🙂

# die Supervisionseinheiten, die ich im Zuge der Mediationsausbildung absolvieren muss, haben mich zu einer älteren Dame in einem wunderschönen Haus im 7.Bezirk geführt, die meine innere Aufgewühltheit, die ich seit diesem Kurs verspüre (habe teilweise das Gefühl, in der falschen Ausbildung zu sein, die mediative Sprachwahl stößt bei mir auf Widerstand, ich bin meistens zumindest auch in real life [IRL] wertschätzend anderen Menschen gegenüber, und und und), mit ein paar einfachen Coaching-Tipps, die primär in Bildern und Metaphern verpackt waren, wieder beruhigt und geerdet hat – Details dieser Gespräche bleiben aber geheim!

# die von meinem Chef ausgeliehene James Bond 007-DVD-Edition hat uns an zahlreichen Abenden von einem Schurken zum anderen, von einem spannenden Ort zum nächsten, von einer hübschen Frau zur anderen geführt. Spannend auch, die Entwicklung der Filmtechniken über die 007-Jahrzehnte mitverfolgen zu können: von einem Stuntman, der sich irrtümlicherweise parallel zu Sean Connery jagen ließ, über einen kurzen Abstecher zu dem einen Bond-Darsteller (ohne bleibenden Namen), der im Rüschenhemd zum Agenten-Witwer wurde und daher nie mehr wieder zu sehen war, zu einem smarten Roger Moore in Schlaghosen; über einen extrem schwachen Timothy Dalton (Liebesgrüße aus Moskau war eher ein Rosamunde Pilcher-Schnulzen als Ian Fleming!), zum Iren Pierce Brosnan mit der stets akurat sitzenden Frisur – und dann natürlich nicht zu vergessen: der kantige, so ganz andere Daniel Craig, der kein einziges Mal zu hören bekommt: „Oh, James!“, dafür aber in eng sitzenden Mänteln oder hemdlos mit seiner fast trotzigen Art eine wahrlich gute Figur macht (den knackigen Po muss ich nicht extra erwähnen oder?)

# unser tatkräftiges und mehr als schweißtreibendes Abschleifen der ziemlich bockigen Arbeitsplatte in der Küche zu Heilig Drei König

# einige Investitionen in die Wohnung mit Schwerpunkt Kissen & Polster in verschiedensten Formen und Größen, in der Farbwahl aber erdig-in-sich-stimmig. Knuddelig der currygelbe KISSEN KNOT von Design House Stockholm, der sich auch als Turban auf dem Kopf ganz gut macht. 🙂


Zum Liegen einladend die blätterförmigen Sitzpolster DIHULT von Ikea, die in der Ausstellungshalle angenehm groß wirkten, in unserer Wohnung dann aber auf eine tatsächliche Größe von L 135 / B 116 cm aufblühten!

(Spannend war, ob die zu einer Rolle verpackten Polster auch in den Smart passen würden – hat natürlich geklappt, denn: der Kleine ist ein wahres Raumwunder!). Bodo like them very much! Und wenn er doch einmal ganz, ganz schlimm sein sollte, weiß er, wo er die Nacht verbringen muss! 🙂

# und wenn wir schon bei Bodo sind: sein neuer Schlafpolster, ein wahrer Traumfänger und eine Nicht-Loslassen-Fee, wenn es eigentlich Zeit zum Aufstehen wäre.

# nicht zu vergessen der neue Ordnungshelfer aus OLD BOAT im Wohnraum, der Bodo´s EDV-Kram nunmehr in sich beherbergt. Bodo hat dann auch gleich, nachdem alles verstaut war, aus Freude ein Tänzchen am nunmehr freien Parkettboden hingelegt!

# die Glasfelder in der Küche sind nach mehreren Monaten der Unvollkommenheit endlich wieder komplett – bei einer Wohnungssanierung geht halt doch das eine oder andere zu Bruch! In mehr als 20 Jahren aber erst der zweite Fall für meine Haushaltsversicherung, und das, obwohl ich ja eigentlich der Elefant im Prozellanladen bin oder schlichtweg Conan, der Zerstörer!

# unsere Home-is-my-castle-ToDo-Liste wird langsam etwas kürzer. Ich bin jedenfalls draufgekommen, dass man sich den Themen eigentlich nur aktiv widmen muss und nicht schleifend-verdrängend-aufschiebend. Es macht einfach stolz, wenn man mit dem Stift ein ToDo auch optisch ausstreichen kann! … und sich gleich darauf neue ToDo frech auf die Liste schleichen!

Die Beschäftigung mit dem Kleinen und Großen, das sich immer drehende Rad der Wichtigkeiten, der Hang, etwas zu Ende zu bringen – davon her rührt meine kleine Schreibpause.

ABER (im Sinne von Aufmerksamkeit erregen, neugierig machen) : Bin wieder da!

Mondsüchtig

Ich bin weder CHER – meinem Wissen nach habe ich noch alle Rippenpaare am rechten Fleck und wahrlich keine Barbie-Puppen-Taille – noch ein WERWOLF – meine Zähne sind normalen Zuschnitts und ich knabbere gerne Nüsse anstelle mich in Gebeine von Lebewesen zu verbeißen. Doch der gewaltige Vollmond zum Jahreswechsel hat mir die Luft geraubt, die ich zum Einschlafen benötige, und mich beinahe aus der Haut fahren lassen, da im Bett keine Stelle zu finden war, die mich bequem umfangen konnte. Also lag ich, unberührt und frei von jeglichem Aufputschmittelchen putzmunter in der Horizontalen, verzweifelt-unruhige Gedanken im kleinen Kopf … Ich darf mich nicht bewegen, sonst wecke ich Bodo auf! (der da übrigens selbst nicht einschlafen konnte) … Soll ich Musik hören? … Soll ich mich müde-lesen? …

Und der Mond am Himmel strahlt mich an!

Wenn man gewohnt ist, sich mit einem „Bussi-Schlaf gut-Träum süß“ auf die Einschlafseite zu drehen und mit einem letzten, flüchtigen Gedanken in den Schlaf hinüberzugleiten, dann wird jede Abweichung von diesem Ritual zur Qual!
Aber ganz gebe ich die gewünschte und erhoffte Nachtruhe nicht auf: einmal noch aufs Klo, ein Kaugummi gegen den trockenen Mund (ich bin leider ein Offen-Mund-Schläfer :-(), gezielt ruhige Atmung, Ausblenden belastender Gedanken … kein Schäfchenzählen (!) … und mit einem Mal spüre ich, wie Körper und Geist schön langsam „herunterfahren“ …

Das ändert aber nichts daran, dass der Wecker nach bereits 3 Stunden fröhlich zum Morgensport posaunt!

Lieber Mond! Ich liebe deinen Schein in dunkler Nacht – nur bitte, lass mich schlafen!

zum-xten-mal

Was so klingt wie eine Geist&Seele belebende Arznei der wilden Azteken, ist schlicht und einfach der Titel unseres Reisetagebuches 2018! Zum 10. Mal. Das zehnte Mal. Das eine Mal, das uns wieder einmal gezeigt hat, was alles möglich und unmöglich sein kann, wenn man sich aus dem hektischen Alltag ein wenig herausnimmt, sich zurückzieht, sich auf die wesentlichen Dinge des Lebens besinnt.

Freude, Zweifel, Glücksgefühle, Neugierde, Schmerzen, Dankbarkeit, Unlust, Ängstlichkeit verschmelzen hier zu zweifelhafter Freude, schmerzhafter Dankbarkeit, unlustiger Neugierde, ängstlichen Glücksgefühlen, zu dankbarer Unlust, freudigen Schmerzen, glücklicher Neugierde, ängstlicher Dankbarkeit, zu neugierigem Zweifel, dankbarer Freude, glücklicher Ängstlichkeit, zu unlustigen Schmerzen, zu …

Dieses 10. Mal war wie jedes Mal ein besonderes Mal – weiß man doch von einem Jahr aufs andere nicht, wie es werden wird. Zurückbleiben viele, zahlreiche, unzählbare Erinnerungen – und wenn sie in Vergessenheit geraten sollten, kann man die Tagebücher zur Hand nehmen und nachlesen, wie es war und davon zu träumen beginnen, wie es sein könnte … beim nächsten Mal!

Die Spannung steigt … das Kunstwerk wird enthüllt … hier der Link zum 10. Tagebuch!

Während das Buch hochgeladen wird, kannst du:

  • dir einen Tee / Kaffee / Kakao machen
  • ein paar Kekse naschen
  • aufs Klo gehen
  • drei Sonnengrüße praktizieren
  • dir einen Prosecco, Baileys, AperolSprizz oder … einschenken
  • ein paar Erd- oder Walnüsse knacken
  • die Augenbrauen zurecht zupfen
  • ein paar Weihnachtskarten schreiben
  • dir ein Fußbad herrichten
  • zwanzig Kniebeugen oder zwölf Liegestütze machen
  • deinem Liebsten eine short message schreiben: „Schatz, in den nächsten Stunden bin ich offline!“
  • oder anderes tun, um die Wartezeit mehr oder weniger sinnvoll auszufüllen!

Wo ist jetzt endlich der Link?

Hier ist der Link!

http://www.brinkmann.at/zumxtenmal.pdf

Viel Freude beim Lesen!

Und wie immer an dieser Stelle: Fehler sind menschlich, Tippfehler verzeihlich, Layoutfehler unberechenbar!

 

Und sollte eines der 9 Vorgänger-Bücher abhanden gekommen sein – hier findest Du alle Zehne!

https://www.brinkmann.at/page_1215596238821.html

Meine Welt im Zeitraffer

Wahnsinn! WO ist die Zeit geblieben? Keine Zeit jedenfalls, meine Gedanken zu Papier zu bringen … alles hetzt, alles fliegt … WAS ist passiert in den letzten Wochen?

Wir waren 7 Tage in Portugal an der Küste wandern, bei hochsommerlichen Temperaturen, viel Sand in den Schuhen und viel Meer. Zum Drüberstreuen 1,5 Tage in Lissabon: ein bisschen Shoppen für mich und viiiiiiiele Fotomotive für Bodo. :-)))) Reisenotizen und Bildmaterial gibt es daher genug, müssen aber erst zu Papier gebracht werden …

Ich habe im „Secret Room 202“ (Boutique in Graz) zugeschlagen und mit viel Herzpochen und wenig rationalen Überlegungen einen traumhaft schönen und alptraumhaft teuren Mantel aus leichtem Wollstoff, eng-tailliert geschnitten, wadenlang, in einem hellen Olivton gekauft – I like it very much! :-))))

Dafür habe ich großzügigst an Kleidungsstücken aussortiert, aber nicht zum Swappen gebracht, sondern zu einem 2nd-Hand-Shop der Caritas – das tut gut, wenn man weiß, dass hier wirklich geholfen werden kann!

Ich habe mein „Diplom“ für die 300 HRS-Yoga-Ausbildung erhalten 🙂 – und sollte mich nunmehr mehr und besser am Markt etablieren … ein paar Ideen dazu habe ich zwar schon, aber es muss auch ohne Facebook und Konsorten gehen!

Wir haben unser Reisetagebuch an sich pünktlich fertig gestellt. Allerdings gibt es Probleme beim Importieren für die Bestellung der Bücher … das heißt: wahrscheinlich alles neu machen :-((((( und daher wohl kein Present für X.Mas!!!!

Und: unser Lubo wurde schon wieder von einem Marder gebissen 🙁 und wird gerade in der Werkstatt gesund gepflegt.

Das Leben ist so schön, wie du es findest!

Früher stand ich wohl auf kluge Sprüche, die ins Stammbuch geschrieben waren. Heute, weiser geworden und in manchen Dingen auch nachdenklicher, gibt es Sprüche, die mich einfach berühren und mir manches Mal auch einen ordentlichen Tritt verpassen … wie diese Sätze etwa:

Selbst die schlimmsten Erfahrungen im Leben erweisen sich im Rückblick als segensreich.

Shit happens – die Kunst ist nur, den Mist als Dünger zu nutzen und mit seiner Hilfe Blumen wachsen zu lassen.

Verluste können zu Neuanfängen werden, Rückschläge ein Geschenk sein. Wenn man es zulässt. Es kommt immer auf den Blickwinkel an!

Ich packe heute abends noch meinen Rucksack. Morgen gegen Mittag/Nachmittag werde ich unbekannte Meeresluft an Portugals südlichster Küste schnuppern … und eine Menge Zeit haben, darüber nachzudenken, welche Geschenke mir in meinem Leben bisher zuteil geworden sind, welcher Mist zum Dünger werden konnte, welche Perspektivenwechsel ich zugelassen habe …

300 HRS YogaTeacherTraining im Finale

Das Glas der 300 HRS ist am vergangenen Sonntag mit einem wohltuenden „Finale“ voll geworden.

300 Stunden, im Zeichen der Vergänglichkeit so schnell vergangen wie ein tiefer Pranayama-Atemzug, so intensiv wie ein beherztes Adjustment!

300 Stunden, in denen ich tolle Menschen näher kennenlernen durfte:

Romana – die uns mit so viel Herz und Seele durch dieses TeacherTraining geführt hat, dass damit alle unsere Yogamatten überzogen sind wie mit einer dauerhaften Emailschicht!

Sascha – der Samstag nachmittags sicher lieber ein S(h)avansana gemacht hätte als uns den Blick für Anatomie, Asanas und Adjustments zu schärfen!

Christa – der ruhende Pol, das willige Adjustment-Model und immer mit Kopien für alle präsent!

Und dann natürlich:

Anna – die uns abseits der Potlucks stets mit oberösterreichischem Brainfood bei Laune gehalten und sich dann mitmal der Challenge „zu zweit auf einer Yogamatte“ gestellt hat!

Beate – die uns mit ihrem trockenen Humor immer wieder zu Zuckersüßem verführt und gerne mit Gurt von links heraus unterrichtet hat!

Denise – die mit einer ordentlichen Portion Tapas und viel Yoga-Fashion von Linz nach Wien geradelt kam – nice to meet you!

Elisabeth – die mit Abstand die meisten Polster um sich geschart, aber trotz Schmerzen jedem Sitting tapfer standgehalten hat!

Eva – die sich allem mit bewundernswerter Achtsamkeit gewidmet und uns gezeigt hat, dass sich grüne Zucchini zu herrlichen Desserts verwandeln lassen!

Flo – die, ein bisschen wie Peter Pan zwar, wohl als einzige den philosophischen Ein- und Zugang zu den Upanischaden gefunden hat!

Helga – die stets ruhig, besonnen und gelassen war (bei 3 Töchtern und 2 Hunden kein Wunder!) und ihre Yogamatte derzeit über den großen Teich ausbreitet!

Joanna – die uns mit ihrer bühnenreifen Aussprache aus der Irritation herausgeführt und uns Gewaltfreie Kommunikation vorgelebt hat!

Karen – die sich tapfer Sita´s Redefluss gestellt und uns mit ihrer amerikanischen Unbekümmertheit bezaubert hat!

Lisi – die mit ihrer herzlich-süßen Fröhlichkeit einige müde Yogamatten zum Lachen gebracht und gerne ihren Mangosalat mit uns geteilt hat!

Moni – die, so zart und fein, immer unaufgeregt und flott mit dem Mop hinter uns nachgewischt hat und wo wir uns noch ein Gitarrenkonzert erhoffen!

Nuschin – die ihr yogisches Sein speziell den Schultern und Füßen gewidmet hat – so schlank, wie sie ist, können sich gerne andere mit Bauch-Beine-Po beschäftigen!

Tina, die Große – die uns alle mit ihrer fohlenhaften Grazie beim Portrait-Shooting ordentlich übertroffen hat!

Tina, die Kleine – unser Küken mit der prägnanten Haarpracht und einer Stimme wie Bonny Tyler, die uns „Alten“ gezeigt hat, dass wir uns für Speckröllchen und Falten nicht schämen müssen!

Ute – die uns mit ihren frischen und direkten Kommentaren leider viel zu selten über den Mittags-Blues hinweggeholfen hat!

Und:

Lucia (= das eine Ich) – die es geliebt hat, frühmorgens das Mediationszimmer zu „möblieren“, die es aus Sicht der Kolleginnen mit dem Yoga allerdings doch etwas zu sportlich nimmt (was mir beim etwas verpatzten Teacher-Sample Tränen bereitet hat), die ein paar Seelenverwandte gefunden hat (komischerweise aus dem Jahrgang 66), die im Laufe der Zeit durchs besser Kennenlernen einige Vorurteile gegenüber der einen oder anderen Kollegin über Bord geschmissen hat, die mit dem Abschauenden Hund nach intensiver Disziplinierung doch wieder Freundschaft schließen konnte …

und …
die diese Zeit trotz frühem Aufstehen und dichtem Wochenendprogramm (FR-SO) doch sehr genossen hat!

OM Shanti Shanti Shanti

Pic.Graph und Yoga.Fant

Mein 300 Hrs YogaTeacherTraining nähert sich langsam, aber sicher dem Ende. Zum Abschluss muss/darf/soll jeder vom Kurs 3 Yoga-Einheiten ausarbeiten: Ich habe wirklich lange herumgetüftelt, um eine Einzel-Yoga-Einheit, eine Gruppen-Yoga-Einheit und einen Yoga-Workshop zu erstellen, habe geformt, gefeilt, umgeworfen, neu zusammengestellt und schlussendlich vor eine paar Tagen erst den Redaktionsschluss eingeläutet.

Beschreibungen und Anleitungen sind endlich in Wort und Satz gebannt, das Layout einheitlich vorbereitet. Nur etwas Wesentliches hat noch gefehlt! Das Internet ist zwar voll von Bildmaterial und UTube-Videos zum Thema Yoga, aber meine Arbeit muss in ihrer Gesamtheit eine persönliche Note bekommen! Was so viel heißt wie: entweder zeichne ich Strichmännchen in diversen Asanas … oder: ich stelle mich selbst als Model auf die Probe!

Die Entscheidung fiel mir nicht schwer, habe ich doch „zufälligerweise“ einen passionierten semi-professionellen Fotografen an der Hand!

Spiegelreflexkamera und genug Speicherkapazität sind das eine – doch was ist mit dem richtigen „Bühnenbild“? Inspiriert von den schönen Yoga-Aufnahmen auf Gozo vom Dezember letzten Jahres (dazu gab´s natürlich einen Blog!) hätte ich die Aufnahmen gerne im Freien gemacht. Allerdings war kein wirklich schöner Platz zu finden, auch nicht im Arsenal mit den vielen Backsteinbauten. Und dann natürlich das herbstlich-unbeständige Wetter – für stundenlanges Posieren und Abdrücken nicht sehr einladend. Was dann? Kurz dachte ich an eine leerstehende Bürofläche neben meinem Projektbüro. Zuletzt sprach aber der Pic.Graph ein Machtwort: das Fotostudio soll in den eigenen 4 Wänden sein! Gut und schön, aber wo? Keine durchgehend weiße oder einfärbige Wand, zu viel Dachschrägen und Fensterflächen. In einer Truhe fand ich dann unsere frühere Tagesdecke in einem sonnigen Gelb mit Batikmotiv – ideal! Fixiert an der Bücherwand, davor meine inspirierende grüne Yogamatte – fast wie im Freien!

Was trägt das Model? Auf jeden Fall die neue high-waist Tight in Schwarz-Anthrazit mit unaufgeregt-zufällig eingestreuten Dots. Dazu nur ein Bustier von Victoria Secret´s Sport – dem Model ist heiß vor Aufregung! Die Pose des reverse warriors ist eine meiner liebsten  Asanas – hier leicht abgewandelt:

Die Kamera ist am Stativ fixiert, Belichtungszeit und Objektiv sind entsprechend gewählt, der Pic.Graph hat den Finger schon am Auslöser – es geht los!

Anfangs wird noch ein bisschen getestet, verschoben, mal mehr mittig, mal außermittig, je nachdem, in welche Richtung ich mich verforme. Dann aber bekommt das Ganze einen unheimlich angenehmen Flow! Bodo erkennt sehr schnell, wann er ein Foto machen soll und ist extrem geduldig. Bei mir lösen sich die ersten Schweißtröpfchen – wo bleibt die Visagistin?

Nach dem ersten Durchgang wird die Ausbeute kritisch begutachtet – nicht schlecht, auch wenn das Model aufgrund deutlich sichtbarem Muskelpack, Bauchfett und einem sehr konzentriert-grämigen Blick mehr einem Yoga.Fanten ähnelt als einer Yoga.Zelle! Was soll´s! Das ist halt meine persönliche Note!

Ich bin jetzt gut aufgewärmt, was auch notwendig ist, nähere ich mich doch meiner etwas gefürchteten Peak-Position, dem Eka Pada Baddha Parivritta Parsvakonasana / der einbeinig gebundenen gedrehten seitlichen Winkelstellung … die Übung, bei der ich mich im Sommer verletzt hatte – aber da muss ich durch … und habe die Position so gut gehalten wie noch nie!!!

Jetzt kann nichts mehr schief gehen! Wir müssen uns auch beeilen, denn die Qualität und Helligkeit des Tageslichtes nimmt zunehmend ab. Draußen ist es eher grau als blau – wir sind beide sehr froh, dass wir das Fotoshooting daheim machen! Es hat einfach viele Vorteile: es ist trocken und warm, Klo und Kühlschrank sind in der Nähe, man kann die Fotos gleich am PC anschauen, die passenden zurechtschneiden, keine Gaffer stören die Harmonie …

Eine Challenge bleibt aber noch: es gibt ein paar Fotos, bei denen ich sehr lang bin – und da ist das Tuch einfach zu schmal/kurz. Daher wird am Sonntag kurz das „Bühnenbild“ etwas umgebaut … und die Tools der Bildbearbeitung helfen bei der Inszenierung mit.

Über 200 (!!!) Fotos – fertig!

Zufrieden, stolz, ein perfekt aufeinander eingespieltes Team: der Pic.Graph und der Yoga.Fant!

Early Birds

Nur die Frühaufsteher unter uns werden es mit Bedauern schon bemerkt haben: Die Sonne braucht morgens viel länger, um hinter dem Horizont aufzutauchen! Da ist es gut, dass Wecker immun sind gegenüber Licht und Schatten, Tag und Nacht – mein erster Alarm jubelt bereits um 5:15 (der Reserve-Alarm 10 Minuten später). Ich habe mir diesen recht sportlichen Aufwach-Zeitpunkt heuer im Frühsommer freiwillig ausgewählt, damit ich Zeit und Muse habe für meinen Morgen-Sport: zum einen der Yogaausbildung geschuldet, bei der wir bereits um 6 Uhr anfangen; zum anderen, um beim „freien“ Yoga-Praktizieren mein „Programm“ stressfrei bis 8 Uhr durchziehen zu können. Nichts Schlimmeres kann einem Yogi passieren, als mit einem ständigen Blick auf der Uhr mit den Gedanken bereits ganz woanders zu sein als im Moment auf der Matte!

Und dann gibt es da natürlich noch die Lauferei! Rehe, Hasen und seit neuestem auch Wildschweine (!) im Prater sind absolute Early Birds und schrecken sich kaum mehr, wenn ich schnaufend daher getrottet komme. Nun ja, beim Wildschwein war es etwas anders: das sah ich nämlich bereits aus der Ferne, deutlich erkennbar am langen Rüssel. Und nachdem ich nicht so unbedingt scharf drauf war, intensive Bekanntschaft mit dem Tier zu schließen, ging ich mal in einen Bremslauf, um abzuwarten, bis sich das wahrscheinlich eh harmlose Wildschwein wieder ins Dickicht zurückzog. Leider macht sich seit einiger Zeit bemerkbar, dass ich nicht mehr nach einen strikten Plan trainiere und auch keine 3-Stunden-Lauf-Ausdauer mehr habe. Länger als 90 Minuten bin ich nicht mehr unterwegs und unterbreche das Laufen auch für eine kurze Gymnastikeinheiten (20 Push-ups, 20 Trizeps, 100 schnelle Situps). Das führt aber alles leider dazu, dass ich gefühltermaßen langsamer werde – und das frustriert mich doch sehr! Ich kann das zwar auf Stress, Müdigkeit, oder schweren Herzens auch aufs Alter schieben, aber ich muss etwas gegen diesen Frust tun! Daher: Sobald das Yoga-Teacher-Training aus ist, Lukas und Adriana kirchlich geheiratet haben und Bodo und ich vielleicht über Allerheiligen in wärmeren Gefilden wandern waren, wird wieder ein Trainingsplan an die Kühlschrankwand gepinnt und der innere Schweinehund kräftig an den Ohren gepackt!!! An einem Marathon mit vielen anderen Schweißfüßen will ich eigentlich nicht mehr teilnehmen – da muss daher dringend eine andere Motivation her … wer eine gute Idee hat, soll sich bitte bei mir melden! … Und es muss nicht ein Wildsau-Lauf sein!

Wie auch immer: morgen früh um 5:15 werde ich wieder „freundlich“ geweckt – und dann werde ich, wenn mir die Zeitungsausträger auf ihren unbeleuchteten (!) Fahrrädern begegnen – immer noch lieber als ein Wildschwein -, mal über ein motivierendes Training nachdenken!

Potluck im Oryoki-Style

Was soll das nun wieder heißen? – Mir ging es nicht anders, bis ich im Yoga-Weiterbildungsblock Nr. 6 aufgeklärt wurde: 1) Potluck ist unverändert unser sonntäglicher gemeinsamer yogisch-vegetarisch-veganer Brunch, bei dem jeder etwas Schmackhaftes zum Verkosten mitbringt (davor gestalten zwei Yoginis je eine Yoga-Einheit, danach [mit vollem Bauch!] folgt eine dritte Yoga-Einheit. 2) Oryoki aber ist ein Ritual aus dem Zen, das schwer den Fokus auf Geben & Nehmen hat. Gekommen ist das Ganze von den buddhistischen Mönchen, die ihre Nahrung rein durch Almosen bekommen hatten – in der „modernen“ Zen-Welt wurde dies zur Zeremonie erhoben. Es gibt eigene Kurse, um das alles zu lernen (und zu üben)!

Wir (= 17 Yogalehrerinnen, die sich gerade um das 300 Stunden Teacher Training bemühen) wurden am vergangenen Sonntag quasi ins kalte Wasser geschmissen. Allein die Vorbereitungen wurden uns verraten: „Bringt Euer eigenes Oryoki-Set mit!“ … bestehend aus: 3 Schüsserln in vorzugsweise 3 Größen, damit man sie ineinanderstapeln kann, Besteck in einer Stofftasche, ein Fetzerl fürs Hoppala-Wegwischen, eine Serviette fürs Mauli-Abwischen, eine große Serviette, um alles in einen tragbaren Beutel einzuwickeln – wie ein Wandermönch halt.

Jede hat sich offensichtlich bemüht, ein appetitliches Oryoki-Set zu gestalten (ich war noch schnell in einem Geschäft, um neue Geschirrtücher als Serviettenersatz zu kaufen).

Einiges an Unbehagen, Unruhe, Unsicherheit und Ungeduld vor dem „Start“: Zwei von uns mussten den Raum herrichten (Kissen auflegen etc.), wir wurden in 4 Gruppen eingeteilt. Dann endlich der „Einmarsch“ mit dem Oryoki-Set, danach der „Einmarsch“ mit den Speisen. Danach gehen alle hintereinander im Kreis, bis jeder vor seinem Sitzplatz ankommt und Platz nimmt. Eine gemeinsame Verbeugung, ein gemeinsam gesungenes Mantra; Geschirr und Besteck werden nach einer bestimmten Reihenfolge und Handtechnik ausgepackt – und erst dann wird serviert und zwar: zuerst gibt jeder aus der einen Gruppe einem jeden aus seiner Gruppe. Der „Gebende“ stellt sich dabei vor den „Nehmenden“, kniet nieder, beide verbeugen sich, der „Gebende“ teilt seine Speise aus, der „Nehmende“ gibt an, in welches Schüsserl er die Speise haben will und wieviel davon. Ganz wichtig: unbedingt „Stopp“ deuten, denn andernfalls ist der „Gebende“ gezwungen, weiter zu geben und zu geben und zu geben – und da könnte dann doch leicht ein Hoppala passieren! Essen darf man erst, wenn alle etwas in einem Schüsserl haben. Und der nächste Gang kommt erst, wenn alle aufgegessen haben. So geht das weiter, bis jeder aus einer Gruppe einmal dran war. Danach entschied aber unsere Yogalehrerin, den Prozess dahingehend zu beschleunigen, dass immer einer aus einer Gruppe alle Gruppen, und damit alle der Reihe nach, bediente.

Das wahrlich Besondere: Alles ging SCHWEIGEND über die Bühne! … Wer hätte gedacht, dass 16 FRAUEN für etwas mehr als eine Stunde den MUND HALTEN können- also abgesehen vom Mund-Auf&Zu, um zu essen?

Auch speziell: Man nimmt automatisch von einer Speise nur wenig, und nimmt von jedem etwas, weil man dem „Gebenden“ Respekt zollen will (ausgenommen sind dabei eingefleischte Veganer [oophs!] und Allergiker [Erdnüsse, Kichererbsen] … weil: es kommen ja noch andere Sachen zum Kosten! Und für den Nachtisch muss auf jeden Fall noch Platz sein!

Ist jeder satt, wird es nochmals speziell: mit einer Spatel werden die Schüsserln sauber gespachtelt. Das, was abgespachtelt wurde, wandert auch noch in den Mund (ich machte den Fehler, zuerst das „süße“ Schüsserl „auszuschlecken“ und dann das „pikante“ – eine eigenartige Geschmacksbombe für meinen Gaumen!) Im Original wird noch mit heißem Wasser nachgespült (auch dieser „Tee“ muss dann getrunken werden!) – bei uns wurde darauf verzichtet.

Nach dem Essen wird dann alles wieder in einer bestimmten Reihenfolge eingepackt. Der „Auszug“ erfolgt analog zum „Einmarsch“ … und erst dann (!!!) darf wieder geplaudert werden!

Eine interessante Erfahrung, isst man doch meistens achtlos, zu schnell, zu viel, zu unkontrolliert!

Wir alle waren aber trotz „wenig essen“ satt bis obenhin und empfanden quasi eine Art von Befriedigung … und danach (mit vollen Bäuchen) folgte meine Einheit „Your Love – Your Yoga – Your Life“! … and: It was perfect!