Hausarrest – Woche „Zwei“

Die heutige Mutmacher-Parole in den Medien lautet: „Wir packen das!“

Stimmt – und trotzdem beginnt Woche „Zwei“ im homeoffice mit gemischten Gefühlen, denn es bleibt in unserer „Zelle“ verdächtig ruhig am Bildschirm und in der Telefonleitung.

In positiven Gedanken ertränkt?

In einer Krisenbewältigungsmeditation versunken?

Im Stand-by-Modus festgehalten?

Im Alles-weggearbeitet-Modus ausgerutscht?

Woche „Eins“ war neu, ungewohnt, zuweilen herausfordernd, machte neugierig, ängstlich, ungeduldig.

Woche „Zwei“ wird wohl eine Mischung aus Enge, Panik, Resignation und Gelassenheit werden.

Das beschauliche Wochenende dazwischen hat gutgetan: kein schlechtes Gewissen wegen dem Mittagsschläfchen oder dem stundenlangen Filme- / Serienrausch. Man war die meiste Zeit daheim wie auch in den Tagen davor, und trotzdem sind Samstag & Sonntag einfach etwas anderes als die Wochentage. Trotz kaltem Wind haben sich gestern Morgen einige Leute im Park sportlich betätigt: Joggen, Chi-Gong oder Bodywork – die Ein-Meter-Regel wurde dabei auch brav eingehalten.

Woche „Zwei“: Wir werden das nächste Level der Entschleunigung erreichen. Wir werden die nächste Stufe der Selbstreflektion erklimmen. Wir werden stolz auf uns sein, wenn wir uns nicht von diesem unsichtbaren Feind in die Knie zwingen lassen.

Ja! – „Wir packen das!“

Frühling versus Virus

Es ist schon paradox: Draußen erwacht die Natur zu neuer Blüte – und die meisten von uns bekommen davon nichts mit, denn nicht jeder verfügt über einen eigenen Garten oder hat rechtzeitig noch beim Blumen-/Pflanzencenter eingekauft, bevor zum Innehalten aufgerufen wurde. Was nutzt uns momentan das Hoch Helge oder Ingolf, wenn wir daheim sitzen und nur durch noch winterstaubverkrustete Fenster schauen können?

Man muss sich die Frühlingssonne einfach nach drinnen holen!

Wo und wie es nur geht, greife zu Wasser und Wischlappen und putz die Fenster. Das bringt Abwechslung und gleichzeitig eine gute Mischung aus Stretching und Kräftigung. Und der blaue Himmel leuchtet dann gleich viel strahlender!

Mach einfach die Fenster auf und lass die Frühlingsluft in Deine Wohnung hinein! Momentan ist es ja herrlich warm, und nachdem kaum Autos mehr fahren, auch angenehm ruhig.

Ich habe heute Morgen – sozusagen als erste „Amtshandlung“, bevor ich mein homeoffice geöffnet habe, die Blätter vom Gummibaum abgewaschen und damit die kräftig-grünen Blätter wieder zum Glänzen gebracht. Als die Mittagssonne vorbeigezogen ist, haben die Blätter richtiggehend zu leuchten begonnen!

Ich glaube, dass es in jeder Wohnung, in jedem Haus irgendetwas zu entdecken gibt, was man frühlingshaft verschönern oder verändern könnte. Jetzt ist die beste Zeit, die Winterdekoration zu verstauen. Irgendwo finden sich sicher noch ein paar bunte Deko-Eier oder bunte Tücher.

Zieh dir selbst auch etwas Fröhliches an, vielleicht auch etwas Verrücktes, was du in der Arbeit oder auf der Straße nie tragen würdest.

Kleine Spaziergänge (im Wald) sind erlaubt: der Bärlauch hat den Boden bereits übersät. Geh raus, nimm ein Sackerl mit, pflücke den frischen Bärlauch – ein Pesto ist schnell gemacht und schmeckt echt lecker!

Und wenn du dir momentan keine frischen Tulpen kaufen kannst, nimm Papier und Buntstifte / Filzstifte / Wasserfarben –, male dir selbst deinen Frühlingsblumenstrauß – er kann auch gerne abstrakt sein und hänge dein Meisterwerk gut sichtbar auf.

Die Community hat es bereits vorgemacht: der Eurovision Song Contest wird 2020 zwar nicht stattfinden, aber es gibt anscheinend irrsinnig viele – mutige, verrückte, talentierte (?) – Sänger*innen, die frei von der Seele weg vom Balkon herunterträllern und / oder das Medium Instagram verwenden – und viele singen weitaus besser als Robbie Williams mit nacktem Oberkörper!

Auch das ist eine Art von Frühling!

Fastenzeit Spezial

Das neue Jahr ist noch keine 90 Tage alt und schon steht alles Kopf! Nur dass es sich nicht um einen erfrischenden Kopfstand handelt, sondern um ein schwindelerregendes Gefühl, als würde man in einem Karussell sitzen, das außer Rand und Band geraten ist.

… Ich mag keine wild kreisenden Karussells, die meinen Magen bis zum Gaumen hinauf katapultieren!

Wer oder was ist schuld?

Wer oder was maßt es sich an, die Spezies Mensch auf so brutale Weise zu provozieren?

Handelt es sich um ein blödes Hoppala mit weitreichender Wirkung oder hat hier jemand bewusst ein unsichtbares Monster freigesetzt?

Und wer hat diesem Virus den eigentlich recht lieblichen Namen Corona [lat. die Krone] verliehen?

Wird uns da etwas verheimlicht? Oder warum geraten alle so in Panik, obwohl eigentlich – bezogen auf die gesamte Menschheit – „nur“ ein minimaler Bruchteil massiv betroffen ist?

Warum werden Menschen, die an Influenza erkranken und sterben, warum werden Menschen, die am Hunger leiden und sterben, warum werden Menschen, die auf der Flucht sind und im Meer oder an einer abweisenden Grenze sterben, von einem mikroskopisch winzigen und fürs freie Auge unsichtbaren Virus aus den Schlagzeiten vertrieben?

Warum werden aus Angst die Supermärkte geradezu überfallen?

Und warum wird vor allem Klopapier gehamstert?

Vieles ist nicht zu verstehen und schon gar nicht zu begreifen!

Als das ganze Schlamassel in China begann, erinnerte man sich noch vage an den damaligen Ausbruch von SARS, der den Mundschutz zum panikhemmenden Accessoire avancieren ließ. Nur: SARS „gehörte“ primär den Asiaten, nicht den Europäern, nicht den Amerikanern.

Jetzt ist es anders: der Segen der Globalisierung wird mit einem Schlag zum Fluch, der sich über die gesamte Welt legt. Covid-19 betrifft jetzt UNS und nicht mehr nur „die anderen“! Wir sind entsetzt über das, was in der Lombardei begonnen hat und konnten doch die heranrollende Lawine nicht aufhalten.

Europa ist großteils (noch) eine Union, aber nun bleibt nichts anderes mehr übrig, als die Grenzen dicht zu machen. Jeder Staat, jede Nation muss nun schauen, mit der so beklemmenden Situation alleine zurecht zu kommen. Unsere neue Regierung zeigt – erstmals!? – gemeinsam mit der Opposition Einigkeit zur Schau, und alle ziehen gemeinsam am gleichen Ende des Stricks – liegt tatsächlich in jedem Übel auch ein Körnchen Gutes? Eine gewaltige Bewährungsprobe – hübsch garniert mit einem Überzug aus beschwichtigender Härte. Viele Menschen bangen um ihren Job. Presse, Radio und Berichterstattung im Fernsehen und Internet erleben ein Revival unermesslichen Ausmaßes. Aber ja, es ist einfach wichtig, jeden von uns medial zu erreichen, denn es kommt jetzt auf jeden einzelnen von uns an!

Aber für jeden einzelnen ist es unangenehm, befremdlich, verstörend, nervenaufreibend, hart – Isolation ist angesagt. Die persönliche Bewegungsfreiheit wird stark eingeschränkt. Man ist auf sich allein gestellt bzw. muss mit den Menschen, mit denen man im gemeinsamen Haushalt lebt, auskommen – dauernd, von Früh bis Abend. Und ich glaube, DAS ist für viele von uns die Belastungsprobe schlechthin – wie auf einem Pilgerweg, den man wochenlang gemeinsam geht. Klar, man liebt die Menschen, mit denen man Bett, Tisch, Bad und WC teilt, aber doch nicht den ganzen Tag! Wo bleibt die Privatsphäre? Wo die Momente, wo man einfach mal in Ruhe gelassen wird?

Und auf der anderen Seite die – mehr als zahlreich – vorwiegend älteren Mitmenschen – die sogenannten „schutzbedürftigen Risikopersonen“, die eigentlich gerne ein wenig Unruhe in ihren vier Wänden hätten, jetzt aber isoliert bleiben müssen. Von einzelnen Schicksalsschlägen, von denen wir in den Medien erfahren, ganz zu schweigen …

Für die Mehrheit aber zum Nachdenken: Dürfen wir in irgendeiner Form aufgebracht, wütend, undankbar sein? Da strampeln sich Menschen ab, die dafür sorgen, dass die Regale in den Supermärkten nicht leer sind. Da arbeiten Menschen pausenlos in den Krankenhäusern – und werden leider selbst zu Opfern. Post und Zeitung werden weiterhin zugestellt. Unser Müll wird abgeholt. Wir haben Radio, Fernsehen, Internet. Telefon – sind daher nach wie vor mit der Außenwelt verbunden.
… und zum Glück haben wir gutes Leitungswasser!

Sehen wir doch diese so spezielle Zeit zum Innehalten, zum Entschleunigen, zur Wiederentdeckung zwischenmenschlicher Grundpfeiler, wie Empathie, Solidarität, Verständnis, Geduld – einfach: (Nächsten-)Liebe.

So wird diese so spezielle Zeit zu einer „Fastenzeit“ für alle Konfessionen oder Nicht-Konfessionen. Wir sitzen alle im gleichen Boot, im gleichen Schlamassel und werden von einer Flut von Emotionen überrollt.

Ja, es ist langweilig den ganzen Tag daheim! Homeoffice hin oder her, aber wenn ein Großteil meiner Arbeit aus der Teilnahme an Planungs- und Baubesprechungen besteht, die jetzt alle nicht stattfinden, wenn meine Ordnerablage sowieso perfekt ist und mein Outlook-Postfach aufgeräumt, dann wird es schon ein wenig „zach“ [zäh], einen produktiven Arbeitstag zu verzeichnen. Die Fitnessclubs haben natürlich auch alle geschlossen – also nichts mit Animation, Motivation und gesundem Schweiß.

Disziplin ist weiterhin angesagt: ich stehe weiterhin um 5:00 Uhr auf, gehe laufen (das ist zum Glück nicht verboten), daheim dann ein paar Stretch-Übungen, die Zeit im Bad, die Zeit vor dem Kleiderschrank – denn auch im homeoffice will ich „ordentlich“ angezogen sein – ab 8:00 Uhr vor dem Bildschirm: mal schauen, das eine / andere Mail kommt dann doch rein bzw. werden wir im Team heute mal eine interne Telefonkonferenz versuchen – die App ist schon heruntergeladen. Tapfer widerstehe ich dem verlockenden Angebot an den in weiser Voraussicht gekauften Knabbereien (ungesalzene Nüsse, Müsliriegel!), damit ich nach dieser Ausnahmesituation nicht mit einem Mehr an Kilos zu kämpfen habe. Gestern habe ich in der „Mittagspause“ die Terrasse geschrubbt und die Fenster geputzt, war danach wieder motiviert, mir eine sinnvolle Arbeit zu suchen“. Abends habe ich dann noch Yoga praktiziert – Bodo hat mir mein Stoffschaf als „Ersatzschüler“ hingesetzt -, bis es dann endlich (!) Zeit war, Abendessen herzurichten – Bärlauchsuppe aus am Sonntag selbstgezupften Blättern, die den Waldboden übersät hatten. Heute werde ich mich unter Umständen und zu gegebener Zeit dem Kleiderschrank widmen – auch hier könnte ein Frühjahrsputz nicht ganz falsch sein. – In der auferlegten Isolation erstrahlt die Wohnung in neuem Glanz!

Mein Tipp: macht Euch einen Plan, was Ihr daheim tun könntet – und tut es dann auch! Dann kommt auch keine Langeweile auf.

Und vor allem, Ihr alle da draußen – drinnen in Euren Wohnungen:

Verliert nicht den Mut, die Hoffnung, die Zuversicht und schon gar nicht Euren Humor!

Noch zwei (2) Monate …

Ohh – bald ist es wieder soweit – und es GEHT wieder los!

Und damit jeder versteht, warum wir 2019 einen Landstrich mit viel Abwechslung durchwandern wollen, unsere Erfahrungen aus 2018 – wieder verpackt in einem illustrierten Bericht (Es kann etwas dauern, bis das Titelbild erscheint … und natürlich auch die vielen, vielen Folgeseiten!) … viel Vergnügen beim Blättern und Lesen!

http://www.brinkmann.at/sempredritto–immergeradeaus.pdf

Robin allein zu Haus

Für Bodo: ROOMBA
Für mich: ROBBIE!!!

Was? Ein Neuer?

Ja, sozusagen …. Seit ein paar Tagen haben wir ein niedliches Haustier – haart nicht, schnurrt, ist flink wie ein Wiesel … und frisst am liebsten STAUB!

Tatsächlich! Roomba/Robbie ist ein staubfressender Roboter!

Niemals, nein, niemals hätte ich mir gedacht, dass ich mich zu so einem Hightech-Dingsda hinreißen lassen würde – aber: sag niemals nie!
Angefangen hat das Ganze, als in einer netten Runde über die Entwicklung der kleinen Roboter philosophiert wurde: vom lauten und eher unkoordinierten Helferlein zu einem akustisch annehmbaren, halbwegs intelligenten System. Meine Schwester Julia hat meinen interessierten Gesichtsausdruck – ohne, dass ich es registriert hätte – mit einem aufmerksamen Auge gescannt und mir zum Geburtstag ein großes Paket überreicht – Wow! Die Freude war echt und groß –
… und Bodo hat weiter recherchiert mit dem Ergebnis, dass wir auf ein aktuelleres Modell umgestiegen sind – optisch nahezu ident, aber mit App-Funktion, sodass von überall aus startklar machbar.

Und dann standen wir beide wie Jungeltern in der Wohnung und sahen zu, wie sich Roomba/Robbie mit unserer Wohnung vertraut machte:
Der erste Auslauf war echt konfus – hin und her, wieder zurück zur Homebase, neuer Anlauf, an einem Hindernis angetutscht, kurz gewackelt und weiter gemacht, auf dem Teppich laut protestierend, ängstlich gegenüber Fransen, schließlich müde zurück ins „Bettchen“ – und die Windel voll!
Beim zweiten Mal waren wir bereits in der Trotzphase angelangt: „Nein, ich will noch nicht ins Bett!“ Erst mit sanften Fußstubsern gelang es uns, Roomba/Robbie in die richtige Richtung zu lenken – ein Spaß!
Aber Roomba/Robbie lernt schnell! Bald gab es deutliche Anzeichen von Erinnerung und Wiedererkennung – viel zielgerichteter und damit effizienter wurden damit die staubbeseitigenden Ausflüge.
Und mittlerweile darf er schon alleine im Wohnzimmer spielen – Robin allein zu Haus!

Wo es aber auch für uns noch zu lernen gilt, sind die Bereiche Eingang, Bad und WC: offene Schuhe mit Schnürsenkel oder der hochflorige Badteppich sind nicht bezwingbare Hindernisse – und der lichte Abstand zwischen Toilette und Fliesenboden ist um ein Eitzerl kleiner als Roomba/Robbie hoch ist – das wurde ihr/ihm zum schmerzvollen Verhängnis: die/der Arme ist stecken geblieben! – Ich denke, ich bleibe in diesem Teil der Wohnung lieber bei Swiffer und Nass-Pflege!

Das, was der Dyson-Staubsauger und der Swiffer-Mob in vielen Jahren nicht geschafft haben, hat dieses kleine runde Wesen in Null-Komma-Nix erreicht: Bodo ist zum Cleaning-Manager geworden. Er aktiviert unseren kleinen Star per Fernbedienung und „wechselt die Windeln“ (Roomba/Robbie ist nämlich auch ein kleines Tamagotschi und will gereinigt und verhätschelt werden!) –
Und ich? … kann abends heimkommen und barfuß über einen staubfreien Parkettboden gleiten –
So lässt es sich leben!

Das ist nicht zum Kichern!

Es ist nun schon einige Jahre her, da machte ich eine etwas unerfreuliche Erfahrung. Es gibt eine bestimmte Hülsenfrucht, die mich leider nicht zum Kichern bringt, sondern zum … Erbrechen!

Das erste Mal, dass ich eine schlimme Nacht hatte, war während eines Besuchs bei meiner jüngeren Schwester, nach einem hervorragend zubereiteten indischen Gericht … diese Nacht war echt schlimm …

Das zweite schlimme Mal widerfuhr mir, als ich gegen meine Natur, Mittagspause am Wiener Naschmarkt machte und einen orientalischen Teller bestellt – an die Baubesprechung vom Nachmittag habe ich keine Erinnerungen mehr …

Und nicht nur aller guten Dinge sind Drei, sondern manchmal auch aller schlechten Dinge, als nämlich bei einer Abendveranstaltung, wo es um Tablets der ersten Stunde ging, kleine Snacks gereicht wurden – wer nimmt schon an, dass kleine, gelbliche, zipfelig geformte Kügelchen das Zapferl im Hals so arg quälen können?

Nach diesen drei lehrreichen Erfahrungen war ich daher immer sehr aufmerksam, wenn es um asiatische und exotische Gerichte ging.

In letzter Zeit dürfte ich aber etwas nachlässig geworden sein – oder kommt die Unachtsamkeit daher, dass ich ohne Sehhilfe im Supermarkt einkaufe und mich auf das Groß-Gedruckte verlasse? Zuerst waren es verlockende Tiefkühlgerichte – Gemüse mit Bulgur oder Quinoa oder Dinkelreis -, dann leckere Thunfischsalate mit Gemüse und Getreide verfeinert und gestern eine fertig zubereitete Süßkartoffelsuppe, die daher erst in der Pfanne bzw. im Kochtopf ihren wahren Inhalt sichtbar werden ließen. In allen diesen Speisen, die laut Werbung eine vollwertige, nahrhafte und gesunde Lebensweise für –Unter-der-Woche, wenn abends nicht viel Muse zum Selber-Schnipseln da ist, unterstützen, lauern sie, diese frechen Teilchen, die mein Körper ziemlich deutlich ablehnt.

Hat er vielleicht etwas dagegen, wenn die Organe den Mageninhalt kichernd lustig finden?

Oder ist er verwirrt, dass die Erbse gelb und nicht grün ist?

Wie auch immer: Bodo hatte das bessere Auge als ich und war so lieb, die Kügelchen aus der Pfanne herauszufischen. In der Suppe aber stand die Süßkartoffel zwar als Hauptdarstellerin auf der Dose, spielte aber in Wirklichkeit nur eine untergeordnete Nebenrolle. Da half auch kein Herausfischen mehr: die Suppe gehörte Bodo allein. Ich glaube, da ist auch ihm das Kichern vergangen!

Liebe Kichererbse, (Cicer arietinum), auch Echte Kicher, Römische Kicher, Venuskicher oder Felderbse genannt, du bist eine Pflanzenart aus der Gattung Kichererbsen (Cicer) in der Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und nicht verwandt mit der Erbse (Pisum sativum), bist eiweißreich und glutenfrei, wirst zu Falafel und Hummus verarbeitet, gerne püriert und man kann dich auch zusammen mit Joghurt als Peeling verwenden.

Aber du trägst auch den unverdaulichen Giftstoff Phasin in dir und einen relativ hohen Anteil an Aminosäuren.

Möglich, dass mir daher das Kichern im Hals stecken bleibt?

Nimm es mir daher bitte nicht übel, dass wir beide keine Freunde werden können!

Essig macht nicht nur sauer

Das stille Örtchen –

sollte nach Möglichkeit für brillante Aufenthalte sorgen – für den einen mit Genuss und Muse, für den anderen nur als kurzer Einkehrschwung.

WC-Sitz und WC-Deckel – für so manches Pärchen / Wohngemeinschaft schon mal Anstoß zu einem Zank, wenn es darum geht, ob der Deckel oben bleiben darf oder nicht.

WC-Sitz und WC-Deckel – aus Kunststoff und mit den Jahren verfärbt – dies als Anstoß, sich darüber Gedanken zu machen, was man dagegen tun kann.

Wir spielen aktuell mit dem Gedanken, eine neue WC-Sitz-Deckel-Garnitur zu kaufen oder gleich ein neues WC-Set all inklusive, da ein solches meistens in Relation günstiger ist als nur die Klobrille allein.

Aber WC-Sitz ist nicht gleich WC-Sitz – und wenn auf einem keine Serien-/Artikelnummer drauf steht, umso schwieriger, einen passenden Ersatz zu finden.

Es wird empfohlen, eine Schablone anzufertigen. Ganz wichtig dabei, den Abstand der Scharniere abzumessen!

Also ab zum Bauhaus im 3.Bezirk. Dort einigen wir uns auf eine Garnitur mit Absenk-Automatik. Der Verkäufer, auf die Frage, ob der Scharnierabstand wesentlich ist: Nein, das ist alles genormt. Nun gut, uns kommen zwar Zweifel, weil zwischen 20 und 16 cm doch ein 4-cm-Unterschied besteht, aber wenn der Profi meint … Nur blöd: in diesem Bauhaus ist keine Garnitur lagernd, und das Ausstellungsstück darf nicht verkauft werden. Ein Blick in den Comupter sagt: im 22.Bezirk gibt es zwei Artikel auf Lager. Also hin, über die Donau bei heftigem Wind und Regen. Dort dann die Mitteilung: Von den beiden Garnituren ist eine zerbrochen und die andere auch ein unverkäufliches Ausstellungsstück – der Kollege hätte besser vorher anrufen sollen! Macht der Verkäufer im 22. dann mit der Filiale im 21.Bezirk – wir kommen auf unserer Odyssee in Gegenden, da waren wir noch nie! Aber in diesem Bauhaus wird uns endlich der gewünschte WC-Sitz-Deckel gegen den Einwurf einiger Scheine ausgehändigt. Daheim dann aber – wie insgeheim befürchtet: der Abstand der Scharniere passt nicht zum Abstand der Löcher in der WC-Keramik – da hilft auch keine Norm! Frustriert packen wir alles wieder ein und bringen das Ding zurück, und bekommen das Geld retour. 3 Stunden für nix!

Bodo macht sich bei einem Installateur schlau: „unseren“ WC-Sitz-Deckel gibt es – Kostenpunkt: 230 Euro! Noch teurer als das „genormte“ Teil – ich bin noch nicht überzeugt …

und greife am Freitag nach dem Joggen (dieses Mal ohne Schaufenster-Versuchung!) spontan zum Essigreiniger, mache mich mit einem Schwamm über den WC-Sitz her und bearbeite ihn mit viel Engagement und Muskelkraft. Als dann ein Erfolg sichtbar wird, beginne ich innerlich zu strahlen – Essig macht eben nicht nur sauer, sondern auch sauBer!

Zumindest vorübergehend … mein Triumph wird durch Bodo´s kluges Wissen (nicht umsonst ist er ein heißer Wer-weiß-denn-sowas-Fan) gleich mal ordentlich gedämpft: Mit dem kratzigen Schwamm und dem scharfen Essig habe ich wohl nicht nur die Verfärbungen, sondern auch die dünne Schutzschicht entfernt – dh die Freude wird nicht ewig währen!

Egal – ich werde fürs Erste und in der nächsten Zeit meine kurzen Einkehrschwünge genießen – und dann sehen wir weiter!

Danke fürs Nicht-Hilfe-Anbieten

Manchmal wundere ich mich schon sehr über das Verhalten meiner Mitmenschen!

Die Vorweihnachtszeit ist neben der alljährlichen fröhlichen Endzeitstimmung, dem Hektik-Virus und der Shopping-Epidemie davon geprägt, dass an jeder Ecke und in jeder Kurve an die Herzensgüte appelliert wird, an einen Funken Nächstenliebe und an eine locker sitzende Spendierhose – warum sich hier natürlich schon auch die Frage stellt, warum dies nur in dieser eher grau-dunklen Zeit so frappierend auffällig ist.

Um nicht wieder abzuschweifen …

Seit diesem Sommer arbeite ich ja wieder in einem größeren Konzern, der in seinem Kerngeschäft „in Geld macht“. Rund 5.000 Menschen arbeiten in einem Gebäudekomplex, den ich lange vor der ersten Baggerschaufel lieb gewonnen habe, und der nach drei Jahren der „Inbesitznahme“ noch immer eine eigene Faszination auf mich ausübt.

Um nicht wieder abzuschweifen …

In dieser meiner neuen Arbeitswelt werden die Mitarbeiter bereits seit einigen Wochen via Intranet und diversen analogen Aushängen zur Teilnahme an unterschiedlichen caritativen Events eingeladen: Charity-Punsch mit den Vorständen in der Punschhütte, Spenden-Dinner für ein Dorf in Indien, Spendenkonto für das Ö3-Weihnachtswunder, Aktion „Tafel Wien“, Sammelstelle für Winterkleidung, … bis hin zum Care-Paket für bedürftige Familien in Rumänien: Öl, Mehl, Zucker, Reis, Nudeln, Kekse, Multivitamintabletten, eine Kleinigkeit für Kinder, … die Packliste genau vorgegeben, die Termine für die Ausgabe der leeren Kartons bzw. die Abgabe der befüllten Kartons gut organisiert.

Mein Karton, fertig befüllt, gut zugeklebt und recht schwer – ca. 12 kg! Eine Kollegin bat mich, ihren Karton mit zur Abgabe zu bringen, da sie an diesem Tag verhindert war.

Kein Problem – das schaffe ich schon!

Ein Karton in den Armen, den anderen mit sanften Fußtritten weiterbefördernd, machte ich mich auf den Weg vom 2. Obergeschoss hinunter ins Erdgeschoss.

Kein Problem – das schaffe ich schon!

Bei der ersten Barriere, der Zutrittstüre zu meiner „Homebase“, wusste ich dann, dass es doch nicht so einfach werden würde. Da kam aber gerade eine Mitarbeiterin aus meinem Stockwerk, hielt mir die Türe auf und fragte auch sofort, ob sie mir helfen könne. War es aus Stolz, Ehrgeiz oder Trotz? Ich sagte jedenfalls: Danke, nicht nötig …

Kein Problem – ich schaffe das schon!

Weiter bis zur Türe, die in die Aufzugslobby führt. Dort: keine tür-aufhaltende Hand. Also musste ich den einen Karton kurz stehen lassen, die Türe öffnen und aufhalten und den zweiten Karton nachreichen. Vor einem der Aufzüge wartete eine Frau auf den Lift. Sie schaute mich ziemlich eigenartig an, in einer Mischung aus genervt, ablehnend und jedenfalls so ganz ohne irgendeine Regung in Richtung Hilfsbereitschaft. Ihr Blick wurde sogar richtig böse, als ich die Aufzugstüre mit einem der Kartons für einen kurzen Moment blockieren musste, um mit dem zweiten nachzukommen. Eisiges Schweigen auf der Fahrt ins Erdgeschoss. Dort dann ganz ähnliches Verhalten: die Personen, die in den Aufzug einsteigen wollten, fühlten sich durch mich und die beiden Kartons in ihrem morgendlichen „Ich-muss-zur-Arbeit-Dilemma“ gestört und aus ihrer Routine gerissen. Kein einziges Mal: „Kann ich Ihnen helfen?“ –

Kein Problem – ich schaffe das schon!

Noch ein einziges, aber wohl das größte Hindernis: die Zutrittskontrolle, eine sogenannte Vereinzelungsschleuse; dh: Man kommt nur durch die Glasschwingtürchen, wenn man einen Konzernausweis hat. Und damit verhindert wird, dass eine zweite Person ohne Ausweis unerlaubt hindurchschlüpfen kann, geht das Öffnen-Schließen an sich sehr rasch. Hinaus kommt man immer, auch ohne Ausweis. Allerdings – und das ist das Manko in der Früh und zu Mittag, wenn die meisten Mitarbeiter im Haus unterwegs sind und nicht an ihrem Schreibtisch: Man muss kurz warten, bis man selbst dran ist … und auch mal so nett sein und einen rauslassen! Mich ließ keiner raus! Ich musste warten, bis der Strom an arbeitswütigen „Kolleg-I-nnen“ für einem Moment nachließ und mich endlich mit den beiden Kartons durchzwängen konnte. Von dort war es dann beinahe ein barrierefreies Kinderspiel, zur Abgabestelle zu kommen.

Ich habe es geschafft!

… Und ich möchte mich bei allen bedanken, die mir auf dieser Reise mit rund 25 kg Ballast KEINE Hilfe angeboten haben!

Meine Erfahrung aus diesen 15 Minuten? Ich bin zufrieden mit mir, dass durch meine einfache Spende einer armen Familie in Rumänien, die ich nie kennenlernen werde, für einen überschaubaren Zeitraum geholfen werden kann. Allerdings bin ich doch auch sehr darüber enttäuscht, dass es lediglich ein paar Menschen brauchte (die sich zudem mit mir einen Arbeitgeber teilen und mit mir unter einem Dach „leben“), um die Realität zu erkennen: Nächstenliebe heute endet bei vielen leider an der eigenen Epidermis!

Frühlingserwachen im Wald

Mitte März, und der Winter will einfach nicht weichen! ☹ Ein paar Tage nur durfte der Frühling 2018 sich zeigen. Die ersten Morgenläufe ohne Haube und Mehrlagigkeit, endlich wieder ehrlicher Schweiß – und das Schönste: die Eichkätzchen sind vom Winterschlaf erwacht, drei Rehe haben mir ihr weißes Hinterteil zugekehrt, und ein Star hat sich im Geäst über mir das bisschen Hirn aus dem Kopf gepeckt!

Lieber Winter: mach mal endlich Pause! Wir wollen die Natur erblühen sehen, keine Strümpfe mehr tragen müssen, Beine, Arme und Nase bräunen lassen, im Freien sitzen können, auch die Yogamatte outdoor verwenden können, die wärmenden Mäntel und klobrigen Stiefel gegen leichte Jacken und luftige Sandalen eintauschen können, und Vieles mehr, was nicht möglich ist, wenn du unsere Tage bestimmst.

Lieber Winter: hab Erbarmen mit uns und gib dem Frühling eine Chance!

Meine Welt im Zeitraffer

Wahnsinn! WO ist die Zeit geblieben? Keine Zeit jedenfalls, meine Gedanken zu Papier zu bringen … alles hetzt, alles fliegt … WAS ist passiert in den letzten Wochen?

Wir waren 7 Tage in Portugal an der Küste wandern, bei hochsommerlichen Temperaturen, viel Sand in den Schuhen und viel Meer. Zum Drüberstreuen 1,5 Tage in Lissabon: ein bisschen Shoppen für mich und viiiiiiiele Fotomotive für Bodo. :-)))) Reisenotizen und Bildmaterial gibt es daher genug, müssen aber erst zu Papier gebracht werden …

Ich habe im „Secret Room 202“ (Boutique in Graz) zugeschlagen und mit viel Herzpochen und wenig rationalen Überlegungen einen traumhaft schönen und alptraumhaft teuren Mantel aus leichtem Wollstoff, eng-tailliert geschnitten, wadenlang, in einem hellen Olivton gekauft – I like it very much! :-))))

Dafür habe ich großzügigst an Kleidungsstücken aussortiert, aber nicht zum Swappen gebracht, sondern zu einem 2nd-Hand-Shop der Caritas – das tut gut, wenn man weiß, dass hier wirklich geholfen werden kann!

Ich habe mein „Diplom“ für die 300 HRS-Yoga-Ausbildung erhalten 🙂 – und sollte mich nunmehr mehr und besser am Markt etablieren … ein paar Ideen dazu habe ich zwar schon, aber es muss auch ohne Facebook und Konsorten gehen!

Wir haben unser Reisetagebuch an sich pünktlich fertig gestellt. Allerdings gibt es Probleme beim Importieren für die Bestellung der Bücher … das heißt: wahrscheinlich alles neu machen :-((((( und daher wohl kein Present für X.Mas!!!!

Und: unser Lubo wurde schon wieder von einem Marder gebissen 🙁 und wird gerade in der Werkstatt gesund gepflegt.