Mantra eines Ersthelfers

Ein neues, kleines, feines Unternehmen und eine Vorschrift des Gesetzgebers – und ich sitze 16 Stunden lang, aufgeteilt auf 2 Tage, auf einer Schulbank – im Rot Kreuz-Ausbildungszentrum … Ich werde Ersthelfer!

Lang ist es her, dass ich mich zwecks Führerschein und Aerobic-Lizenz über Rautekgriff, stabile Seitenlage und Herzdruckmassage berieseln ließ. Leider funktioniert ausgerechnet hier das Langzeitgedächtnis nur mit großen Lücken!

Die „stabile Seitenlage“ verwende ich des Öfteren in meinen Bauch-Beine-Po-Stunden, wenn es darum geht, die Ab- und Adduktoren  zu trainieren. Mein Herz massiere ich äußerst selten, da ich hier kaum Muskelkater verspüre. Und zum Abschleppen von jungen Männern in der Diskothek bin ich mehr oder weniger zu vernünftig („alt“ möchte ich tunlichst vermeiden)!

23 „SchülerInnen“, mehr oder weniger freiwillig und interessiert, und 1 äußerst engagierte, lebhafte, motivierte, fröhliche „Lehrerin“ – es konnte losgehen!

Es ging auch gleich los – mit „Erste-Hilfe-Mantras“, die wir am Ende des zweiten Ausbildungstages im Schlaf herunterplärren konnten:

  • Erste Hilfe … ist einfach!
  • Als Ersthelfer kann man … nichts falsch machen (außer man tut nichts)!
  • Als Ersthelfer bist du … nicht allein (denn der Profi am Telefon unter „144“ ist bei dir)
  • Ruhe bewahren!
  • Kommunizieren … mit dem Verunglückten, mit anderen Ersthelfern
  • Atmung vorhanden, aber ohne Bewusstsein? … stabile Seitenlage
  • keine Atmung (ist automatisch ohne Bewusstsein)? … Herzdruckmassage (HDM) im Rhythmus 30x drücken : 2x beatmen (bei Säuglingen und Ertrunkenen beginnt man mit 5x beatmen)

16 Stunden Zuhören, Üben, Verstehen haben aus 23 „SchülerInnen“ Ersthelfer gemacht, die im Notfall sicher nicht wegschauen werden – denn: Erste Hilfe zu leisten … ist wirklich einfach!

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