Schönheitsfehler

Was soll das jetzt?!

Aus dem Marathonfieber zurück in den momentan trainingslosen Alltag fühlen sich die Oberschenkel anfangs noch ein bisschen spröde an. Aber mit Yoga und PowerPlate ist auch dieses Andenken ruckzuck wieder Geschichte.

Und dann das: ich sitze am Dienstag brav bei der Arbeit, als nachmittags meine Lippen von einer Sekunde auf die andere aufgehen wie ein Germ- bzw. Hefeteig zum Allerheiligen-Striezel oder für Buchteln. Ich kenne mich anfangs gar nicht aus, weil mir Fieberblasen (zum Glück) ziemlich fremd sind – ich hatte in meinem langen Leben erst einmal eine derartige Verunstaltung im Gesicht, als ich beim Wörther See-Halbmarathon kollabiert bin. Zeichen dafür, dass mein Immunsystem in Verona ein wenig durcheinander gekommen ist? Oder einfach eine Reaktion auf das allgemeine Rundum-Husten/Schnupfen, sobald es draußen etwas kälter wird und in den Häusern, in U- und S-Bahnen die Heizung eingestellt ist, als wären wir in Sibirien?

Das Schlimme ist ja, dass die Lippenschwellung gar nicht mal so stark sichtbar ist, man selbst aber das Gefühl hat, dass eine absichtlich herbeigeführte (und teure) Aufspritzung dagegen ein schlapper Luftballon ist. Es spannt und zieht und man ist stark dazu verleitet, ständig kleine Streicheleinheiten schenken zu müssen – Hände weg! Ich versuche mich in Gelassenheit, fühle mich aber ziemlich entstellt, vor allem, als dann doch die Meldung kommt: was ist dir da passiert? Daheim tupfe ich mir höllisch brennende Medizin auf und hinter die Lippen – jetzt sieht man´s dann wirklich, weil das Mittelchen einen herrlichen Braunton hinterlässt – aber es soll ja helfen.

Über Nacht hat sich Gleichmut eingestellt: was soll´s -Bodo ist wegen Grippe derzeit eh nicht so auf Küssen eingestellt. Im Büro ist jeder mit seinem Kram mehr als beschäftigt. Und als kleiner Trost: diese Schwellungen gehen sicher bald wieder weg!

Großer Respekt meinerseits gegenüber all jenen, die häufig von Fieberblasen heimgesucht werden – das sind die wahren Yogis!

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