Wir sind nicht allein! Das viele Daheim-Sein im letzten Jahr hat viele dazu bewogen, über Sanierungs- und Umbaumaßnahmen in den eigenen vier Wänden nachzudenken. Nachdem wir unseren Wohn-/Schlafbereich erst vor ein paar Jahren „aufgefrischt“ haben, wir im Frühjahr viel Energie in die Gestaltung der Terrasse gesteckt haben, bleiben nur noch Vorraum – und Bad / WC! Nach fast 20 Jahren mit einer raumhohen Verfliesung aus 20 x 20 Fliesen in Weiß, mit einer Badewanne, die wir nie benutzt haben, mit einer schmächtigen Dusche und mit einem WC, das Zug um Zug tiefer rutscht, ist es nur legitim, wenn man über einen Umbau nachdenkt – auch wenn es sich um eine Mietwohnung handelt – Warum sollen wir es in den nächsten 10, 15, 20 (?) Jahren nicht ein wenig moderner, altersgerechter, einfach „anders“ haben können?
Vor Weihnachten haben wir mit konkreten Überlegungen begonnen und Kontakt mit einem „Badprofi“ aufgenommen – es kam zwar zu einem Erstgespräch, aber nie zu einem Angebot. Der zweite „Badprofi“ hat mit seinem Angebot weit übers Ziel geschossen … aller guten Dinge sind daher wohl DREI! Und seit gestern ist es laut, staubig, beengt, … volle Baustelle auf kleinstem Raum!
Bodo und ich haben gute Vorarbeit geleistet:
Entfernen (und verkaufen!) der Badewanne,
Ablösen der Wandfliesen – rd. 300 Stück haben wir heil herunter bekommen, aber nicht einmal geschenkt wollte hier jemand zugreifen (nur ein Nachbar hat sich ein paar zum Ausbessern genommen),
Zwischenlagerung von Waschmaschine, Sidebord, Putzmitteln, Handtüchern, … Schuhschrank (damit im Vorraum Platz frei wird für … all die Gerätschaften, die der Installateur mitgebracht hat und unsere eigenen Errungenschaften, wie Duschsäule, Armaturen, Handwaschbecken samt Unterschrank fürs Klo) sowie
Anbringen einer „Staubschleuse“, die lustig im Wind flattert, wenn der Reißverschluss zum Durchschlüpfen geöffnet wird.
Gestern war dann offizieller Tag EINS: Zuerst kamen die Lieferungen von WC, Durchlauferhitzer und Fliesen (die lagern momentan unten im Hof und wiegen gefühlt eine Tonne!), dann gegen 10 Uhr trudelten zwei großgewachsene, starke Burschen ein: Franz, der Obermonteur, ein lustiger Kerl, und sein Gehilfe, eher der Stumme, der dafür die „lauten“ Arbeiten durchführen muss. Mit entsprechendem Equipment und ordentlichem Getös waren die Bodenfliesen in Null-Komma-Null-Nichts herausgestemmt. Und bald schon war es dann mit der Dusche auch vorbei – bye bye!
Bodo war immer direkt dabei und hat tatkräftig angepackt, wo nur immer – inkl. dem kleinen Wettstreit: „Wer ist stärker und kann mehr Schutt auf einmal wegschaffen?“ … Sein Rücken zeigt sich heute von diesem Steinzeit-Gehabe aber nicht sehr entzückt! Und nachmittags, als die beiden Jungs (um 15 Uhr bereits!) weg waren, hat er sich noch die oberste Fliesenreihe vorgeknöpft, die besonders schwer zu entfernen war … Seine Müdigkeit gestern Abend war dann stärker als der spannende Film auf Netflix!
Nachdem das WC vorerst noch verschont bleibt, können wir noch ein paar Tage hier schlafen, auch wenn´s eng ist rundherum. Geduscht habe ich heute morgen nach meiner schweißtreibenden Laufrunde auf der Terrasse unterm Gartenschlauch – das war ziemlich erfrischend … zum Glück „muss“ ich heute noch ins Fitness-Studio! Bodo wird aber wohl lieber das Sanitärangebot in der Ersatzwohnung wahrnehmen!
Tag ZWEI hat dann mit viel Stemmerei begonnen, denn heute entscheidet sich, ob unser Traum nach einer bodenebenen Dusche wahr werden kann – es geht hier um Zentimeter, die fürs Gefälle und den Einbau der Schlitzrinne benötigt werden! Bodo hat den Jungs einen extra Kaffee versprochen – und ich habe belegte Weckerln mitgebracht … also: strengt`s Euch an!
Anbei noch ein paar „Impressionen“:

