Das Mal-Finale vom Freitag hat das Eis gebrochen – der gestrige Sonntag brachte dann das Sahnehäubchen!
Nach einem erholsamen Schlaf und einem fröhlichen Aufwachen stand für mich fest: Heute wird geputzt! Dafür verzichte ich sogar auf den letzten (?) Sommer-Sonnentag auf meiner Sonnenterrasse! Männer mögen es ja meistens bis immer so gar nicht, wenn ihr Weibchen zum Putzfetzen, zur Sprühflasche, zum Staubsauger etc. greift – denn dann ist Mann immer im Weg! Bodo verhält sich da nicht viel anders, aber gestern bekam ich seine volle Unterstützung – er machte rasch einen weiten Bogen um „meine Arena“ für die kommenden Stunden und widmete sich anderen Dingen.
Nachdem Bad, WC und Vorraum ja aufgrund der Sonderbehandlung der letzten Wochen und Tage als sauber-rein-clean bezeichnet werden können, war meine Putzstrategie nun wie folgt:
1 – ich arbeite mich von hinten nach vorne vor (wobei „hinten“ der Schlafbereich ist, wochenlang stark vernachlässigt, da vollgestellt)
2 – ich brauche Bodenfreiheit, um dem Lurch zu zeigen, dass die Zeiten der großen Entfaltung nunmehr vorbei sind – daher wurden Bett und Terrasse kurzfristig zum Zwischenlager umfunktioniert
3 – 2 Eimer mit Wasser und a) Allzweckreiniger zum Abwischen von (verstaubten) Oberflächen und b) Parkettbodenpflege und je zwei Putztüchern für Nass- und Trockenwischen
4 – Akkustaubsauger in unmittelbarer Nähe, ebenso die Sprühflasche mit der Möbelpolitur
5 – bequemes, praktisches Arbeitsgewand – aber ja nicht zu sexy, denn, wenn der Po in knappen Short beim Bodenwischen wackelt, werden Männer leicht nervös 🙂
Im Kampf gegen Staub bin ich in meinem Element! Robert, unsere Mikro-Hausspinne der siebten Generation, nahm schnell Reißaus, denn mein Staubtuch kennt kein Pardon, wenn es um das Zerstören von Spinnennetzen geht!
Die Zeit verging wie im Flug – um 9 Uhr hatte ich begonnen – und erst gegen 14 Uhr war ich zufrieden mit meinem Tagwerk. Zeit für eine Pause, einen Snack als verspätetem Frühstück und einem Glaserl Prosecco, das sich auch Bodo verdient hat, denn er war in seinem Arbeitseck zugange, um hier technische Verbesserungen durchzuführen. Seine Workstation selbst kann aber erst im Herbst, wenn alle Lehrer*innen und Schüler*innen EDV-/IT-mäßig versorgt sind, angegangen werden – denn das ist richtig viel Arbeit und vor allem heikle Arbeit!
Eigentlich hätte ich es für den einen Tag gut sein lassen können, aber nach ein paar Leseminuten und schwindender Sonne hatte ich dann doch noch Lust, das Sideboard unter den Dachflächenfenstern samt Untendrunter und Ringsherum zu entstauben und zu refreshen – erst dann war´s gut!

So gut, wieder freien, sauberen Boden unter sich zu spüren – Platz zum Tanzen, zum Yogisieren – oder einfach, um sich auf den Boden zu legen!

Ein bisschen habe ich mir noch aufbewahrt, denn Staub versteckt sich auch unter Teppichen und unter dem Kleiderschrank!