Von der Rolle

Dass ich manchmal von der Rolle bin, ist wahrscheinlich nichts Neues.

Aber dass ich seit kurzem auf Rollen stehe, ist mehr oder weniger neu!

Nein, keine Rollen-Spiele, keine Maki-Seetang-Experimente, keine akrobatischen Versuche, nichts von alle dem und viel simpler!

Ich bin – dank einer Eingebung meiner beiden treuen Gehirnzellen – dazu übergegangen, meine Sporthosen und Schals/Tücher sauber zu einer kompakten Rolle zu wickeln, was dann – in meinen Augen – einen recht appetitlichen Eindruck hinterlässt.

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Platzsparender ist diese Variante der Aufbewahrung leider nicht unbedingt, und man braucht auch eine boxartige Ablage, damit die Rollen nicht beliebig durcheinander kullern können und den Berg zur Tiefebene mit Massageeffekt machen.

Ich freue mich jedenfalls jedes Mal, wenn ich einen Blick in eine der beiden Boxen werfe 🙂

…. eine kleine Botschaft für alle, die Ordnung in ihr Leben bringen wollen!

Fashion Sale versus Top Swap

Um an meinen Blog zum Fashion Sale kurz anzuschließen: die Nachfrage war leider enttäuschend minimal bis Null 🙁 willhaben.at ist wohl nicht die passende Plattform. Und die angeschriebenen SecondHandShops haben schon gar nicht geantwortet. Daher kam mir die Einladung zum „Erntedank-Fest-Kleidertausch“ gerade richtig: binnen kürzester Zeit suchte ich aus meinem „ich trenne mich-Stoß“ 20 Kleidungsstücke und Schuhe aus, die ich für eine SwapParty entbehren konnte – habe dann zwei Riesensäcke hingeschleppt, 20 Euro hingelegt und …. abgewartet, was sich tun würde: einige Kleidungsstücke haben den Weg nach drinnen in den Showroom gar nicht gefunden; da waren die Mädels hinter der Theke schneller beim Zugreifen. Und das, was dann aufgehängt wurde, war auch nicht lange da – kein Wunder, haben sich meine Tauschsachen qualitätsmäßig doch von den anderen Fetzen (im wahrsten Sinne des Wortes) deutlich abgehoben. Mit ein, zwei Frauen, die sich als neue Besitzerinnen zeigten, kam ich dann auch ins Gespräch. Die eine meinte, so tolle Sachen! Sie hätte ihre schöneren Kleidungsstücke lieber noch zu Hause gelassen, weil sie erstmal schauen wollte, was die anderen so brächten. Blöd nur, dass jede Frau so denkt! Das tut der Swapperei auf Dauer nicht gut!

Ich habe nach einer Stunde des Beobachtens ein schwarzes kurzes enges Kleid ergattert, habe ein Paar meiner eigenen Schuhe wieder geschnappt, die restlichen Gutscheinpunkte an engagierte Swapperinnen verschenkt – und war schlussendlich zufrieden: ich bin ein paar Sachen los geworden, ich habe ein paar Frauen eine Freude gemacht und darf mich selbst über ein weiteres schwarzes Kleid in meinem Schrank freuen!

Und mit dem Rest der tatsächlich Top-Sachen versuche ich auf anderem Weg mein Glück – nicht locker lassen!

Fashion-Sale für eine gute Sache

Wahrscheinlich das erste Mal, dass ich es bedauere, keinen Facebook-Account zu haben – nur für diese eine Sache, die in meinem Kopf sich formiert. Aber, nachdem ich annehme, dass mein Bekanntheitsgrad nicht von der einen zur anderen Sekunde ins Vielfache aufschwingt, bleibe ich bescheiden hier auf meiner Blogseite – hier, um für eine private Sache mit Herz die Trommeln zu schlagen.

Das Flüchtlingsthema beherrscht unsere Nachrichten, jedes private Gespräch unter Freunden und Bekannten, nur die Politiker halten sich zurückhaltender als es angebracht wäre. Ich bin dem Aufruf bei uns im Unternehmen gefolgt, bestimmte Sachgüter (welches sind: T-Shirts, Jogginghosen und Turnschuhe) zu spenden. Aber das ist mir nicht genug!

Ich möchte mich hier und jetzt und in den kommenden Tagen von etlichen Kleidern, Jacken, Mänteln, einer Hose und einem Hosenanzug trennen, von hippen Schuhen und Stiefeln und einigen Handtaschen – und das gegen eine freiwillige Spende – einer Spende für die Menschen in Not!

Daher an dieser Stelle meine Bitte: schaut, gustiert und sagt es anderen weiter, die mich noch nicht kennen! Und wohlgemerkt: es kann alles direkt vor dem Spiegel bei mir anprobiert werden!

Hier die Fashion-Galerie (das Model wohlgemerkt hat mit mir zwar eine gewisse Ähnlichkeit – oder ist es einfach doch nur ein Double?) / alles in quasi M/38 bzw. das Schuhwerk in Größe 41; die extreme High-Heels in Größe 40 (und das eine oder andere Accessoire findet sich sicher auch noch):

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Mit KEEN kühl durch die Hitz´

Noch immer 35 Grad und kein Ende in Sicht! Das bedeutet für Frau mit zunehmenden Tagesstunden – egal, ob bei sitzender oder stehender Tätigkeit – ein unangenehm-unansehnliches, bambstiges Gefühl in der Knöchel- und Zehengegend. Pumps und Highheels werden da zu Foltergeräten, die besser in das dunkle Zeitalter der Inquisition passen als zum Fashion-Must dieses Sommers.

Ich selbst bin meinen an sich geliebten Plateausandalen in den letzten Tagen ordentlich untreu geworden – Schuld daran sind die mega-bequemen, fuß-belüftenden, geflochtenen Sandalen der Marke KEEN – in Insiderkreisen bekannt als Outdoor-Schuh-Bastler. Bodo schwört sein Jahren auf diese Schuhe. Jeder Versuch, seine 10 Zehen in anderes Schuhwerk zu stecken, schlägt regelmäßig fehl. Ich persönlich war bis dato eher skeptisch, weil breit geschnittene Outdoorschuhe nicht so ganz ins Business-Leben passen. Aber dieser extreme Sommer kehrt so manche Lebensart ins Gegenteil. Jetzt, wo Birkenstock (und Dr.Brinkmann) quasi salonfähig sind, dürfen auch sonstige flache Schlapfen/Sandalen unterm Schreibtisch miteinander kuscheln und tuscheln.

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… die schwarzen sind Bodo´s, meine die etwas bunteren, die zu fast jedem Outfit passen,

aber keine Angst: Ihr anderen Lieblinge mit dem etwas höheren Absatz und der Tendenz, Blasen zu erzeugen, dürft bald wieder aus dem dunklen Schrank hinein in einen heißen Sommertag!

Das NOGO des Tages

Es gibt GOGO´s und es gibt NOGO´s – Zweiteres habe ich heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit gesehen – oder eigentlich gar nicht sehen wollen, aber wenn bestimmte Objekte den Blick magisch anziehen, dann gibt es kein Halten!

Folgendes Szenario:

– weiblich

– Alter ehrliche 50 Plus

– Kleidergröße ungeschummelte 42-44

– Haarfarbe künstliches Hellblond im Kurzhaarschnitt verpackt

– die Maske ausdrucksstark mit knallroten Lippen

– und dann die Fashion-Sünde schlechthin: Burberry (der Klassiker erkennbar an der beigen Grundfarbe und den schwarzen, roten oder weißen dicken Linien horizontal und vertikal angeordnet, wodurch unterschiedlich große Vierecke gebildet werden), allover getragen, im Detail eine zu kurz geschnittene Bluse mit schmalem Taillengürtel und – jetzt wird es ganz schlimm! – lange Leggings in eben diesem Print! Zuerst dachte ich, dass es sich um eine Strumpfhose handelt und habe gehofft, dass sich irgendwo noch ein Rock reingeschummelt haben könnte – aber nein. Und um diesen Fashion-Wahnsinn abzurunden an den malträtierten Füßen knallrote Plateau-Pumps mit gut 15 cm hohen Absätzen. Dementsprechend forsch und flott die Fortbewegung.

Ich habe kein Foto gemacht – denn das tut man nicht -, aber das Bild in meinem Kopf verfolgt mich heute schon den ganzen Tag.

Ich glaube, Burberry bekommt bei mir im Kleiderschrank nie und nimmer ein Platzerl !

Mein neuer Begleiter

Darf ich vorstellen?

Ein kleines Raumwunder in außergewöhnlicher Farbgebung, das sich aktuell sehr gut als stylischer Begleiter einer mit Pinup-Attributen bedruckten Sommerhose und eines knackig engen dunkelbraunen Rocks herausgestellt hat.

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Bodo spricht vom kleinen Echo-Beutel (der große Echo-Beutel ist mein Liebeskind-Zebrastreifen-Unikat; naja, das mit dem Unikat stimmt nicht ganz; es gibt zumindest noch zwei seiner Art – einmal in Wien und einmal in Günzburg, hier allerdings noch ohne stolze Besitzerin) und kann, wie jeder Mann, nicht verstehen, warum eine Handtasche koffergroß-ähnliche Formate annehmen muss, um eine Frau glücklich zu machen.

Ich meine: es muss nicht für alles eine Erklärung geben! Manche Dinge sind einfach so!

Ich steh auf Brinkmann!

Ich habe vor kurzem vehement gegen Birkenstock als Fashion-Must gewettert.

Jetzt hat das Wetter(n) eine andere Richtung eingeschlagen – und das kommt so:

In einer knappen Woche ist es wieder soweit, dass Bodo und ich „dann mal wieder weg“ sind: wir hören schon die Rufe des camino norte! Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass das Après-Schuhwerk nicht zu unterschätzen ist, denn abends sind müde und geschwollene Füße besonders liebebedürftig. Was eignet sich daher besser als fußbett-freundiche Latschen – von Scholl, Birkenstock …. oder Dr. Brinkmann? Letztere mit sagenhaftem Fashion-Instinkt zu einem unglaublichen pilgerfreundlichen Preis! Gestern hat die Post dann die Guten vorbei gebracht – mein Modell besticht durch seinen Anteil an lucky flowers und hat sich beim ersten Anprobieren auch als recht bequem erwiesen.

Let´s have a look … und denk dir deinen Teil! 🙂

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Und nebstbei: ich stehe nicht erst seit jetzt auf Brinkmann! 🙂

Das haut den Wikinger um!

Ich habe gerade den gestrigen Seminar-Flopp erwähnt. Da ich mit meiner Überpünktlichkeit viel zu früh beim Kursort war – samstags kann die Straßenbahn mal ordentlich an den hochklassigen Hotels, an der Oper, dem Parlament, dem Rathaus, dem Heldenplatz, den beiden historischen Museen, der 650 Jahre alten Universität und der Börse vorbeidüsen -, bin ich noch schnell rein in die Trafik, um a) Lotto zu spielen (Ausnahme, weil 4-fach Jackpot und Joker-Jackpot) und mir b) ein Frauenmagazin zu kaufen; Shape gab es nicht (bräuchte dringend ein paar neue Inputs für meine Bauch-Beine-Po-Stunden!), also nahm ich InStyle, um mich über die modischen Ergüsse für Frühling und Sommer zu informieren.

Fazit: I´m shocked! Was soll das? Wer hat sich das nur ausgedacht?

Jeans mit Schlag, die den Boden punktgenau berühren müssen, das heißt, nur mit einem bestimmten Paar Schuhe tragbar.

Fransen an Taschen, Jacken, Röcken, Kleidern (und im Haar?).

Die zu kurz geratene Hose Culotte finde ich ja noch witzig, aber wenn der Bund bis rauf zur Brust geht und dicke Knöpfe am Stoff den Fokus auf den Bauch lenken – ich weiß nicht!

Latzhosen, Overalls im Militarylook, finde ich grundsätzlich ok, aber da muss dann alles passen, nur leider wird oft das richtige Verhältnis von Oberkörper zu Beinen übersehen, mit dem Erfolg, dass der Overall dann genau am Übergang zwischen Body und Legs unangenehm zwickt.

Lange Strickröcke in schrillen Farben können gut aussehen, aber ich fürchte, dass da unterm Rock unangenehme Hitzewallungen entstehen könnten – Strick bei 30 Grad?.

Folklore und Ethno trauen sich immer wieder auf den Laufsteg – es scheint, dass sich alle wieder die 70er Jahre zurück wünschen, vor allem diejenigen unter uns, die viel später auf die Welt gekommen sind.

Lack und Leder bei heißen Temperaturen sind auch nur was für Cat-Woman oder für Shaping-Line, denn mit dem, was da an Schweiß die Beine hinunter rinnt, könnte man einen Salzsee anfüllen.

Ich glaube, da muss ich mein Wikinger-Kostüm rausholen und gegen diese modischen Attacken mein Beil schwingen – hei hei Wicki!

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Froschen-Schnäppschchen

Was soll dieser Blog-Titel? Neee – ich bin nicht betrunken … obwohl … nach einem ausgiebigen Powernapping auf dem Sonnendeck der letzte Rest aus der bauchigen Proseccoflasche, verfeinert mit einer Blutorangen-Limonade – seeehr empfehlenswert! wer braucht schon „Hugo“ und „Aperol“, wenn es den persönlichen „Orange-Pro“ gibt? – meine heute leicht erschlafften Lebensgeister wieder geweckt hat.

Wo will ich eigentlich hin?

Ach ja! Wer die Nachrichten verfolgt hat, weiß, dass irgendwo im Paradies Kermit, der Frosch vom Star aus Stoff zum Star aus echtem Frosch-Kleid geworden ist. Kleid … Kleider … da will ich hin!

Wer mich kennt, weiß, dass ich im Büroalltag Kleidern den absoluten Vorzug gebe, größtenteils over-knee, nach Möglichkeit figurschmeichelnd und eher monochrom. Mein Schrank ist mittlerweile voll damit, doch wie bei Schuhen kann ich hier einfach nicht genug bekommen – besonders, wenn ich unverhofft in ein Butterfass voller Schnäppchen falle!

Man nehme den Tag nach Ostern, wo in einem kleinen Ort gleich nach der italienischen Grenze, Tarvisio, die Leute vom „Reporters“ bis 12:30 ihre Boutique mit ausgewählter Fashion geöffnet haben. Mein S-Kenner-Blick bringt meine Synapsen alsbald zum Schwirren, als ich das blitzblaue Hängerchen mit 3/4 Arm entdecke, das sich in der Garderobe geradezu auf mich wirft und mich als neue Herrin akzeptiert. Und ich wäre nicht ich, wenn ich mich nicht auch in hell-beige Sandalen mit angesagtem weißen Absatz verliebt hätte. 20% auf alles – die Kundin ist glücklich!

Man nehme weiters einen Samstag, der ohne Morgenlauf (!) mit einem extrem-schlechten Seminar über den Umgang mit einer Online-Plattform begonnen hat, draußen strahlender Sonnenschein, indoor Konfusion, weil die Internetverbindung nicht funktionieren will und alle schon leicht nervös und ungeduldig sind – besonders ich. Und dann wird auch noch überzogen – nichts wie weg! Daheim erwarten mich Bodo und seine Tochter Jenny, bereit, mich mit einem sommerlichen Eis auf die Hand zu versöhnen. Mit vier kühlen Kugeln in einer knusprigen Waffel (man darf nicht darüber nachdenken, dass dieser kalorienreiche Genuss mittlerweile € 3,30 kostet!) und einem Spaziergang auf der Landstraße Hauptstraße bei uns im Dritten verschwindet mein Unmut alsbald. Gekonnt locke ich die beiden zum Outlet von Max Well, einer an sich eher höherpreisigen Boutique-Kette, vielleicht auch ein bisschen zu damenhaft für mich – aber ein Gucker schadet ja nicht! Bodo verweigert, Jenny kommt mit. Das Geschäft an sich ist nicht sehr einladend, da sehr reduziert: Kleiderstangen rechts und links an der Wand, das Kassapult, zwei Garderoben, der Boden aus kaltwirkender Beschichtung, das Licht eher düster. Ich habe nachwievor nicht verstanden, wie das mit der Ware, die hier verkauft werden soll, harmonieren soll. Egal – ich bin ja nicht als Interieur-Beraterin hier! Die Kleidungsstücke sind mustergültig nach Farben sortiert. Ich bleibe zuerst in der Nude-Kategorie, wo mich zwei Kleider interessieren – doch: Outlet bedeutet immer, dass genau deine Kleidergröße nicht dabei ist. In Abteilung Rot übersehe ich geflissentlich „Large“, weil sich das Kleid mit einem Bindeband entsprechend schnüren lässt. Abteilung Schwarz will ich eigentlich meiden, aber da mischt sich die junge Fashion-Beraterin ein und empfiehlt mir ein enges ärmelloses Kleid mit schwarzem Unten und einem grau-beigem Oben – und das dann sogar in „Small“ – mein Herz jubelt, die beiden Kleider sitzen wie angegossen, meine eher derben schwarzen Plateau-Treter, die so was von bequem sind – mein derzeitiger Favorit an den Füßen! – geben dem Ganzen wieder den typischen Lucia-Touch. 70 % auf alles – da muss ich nicht lange überlegen!

Ja, du kleiner Kermit-Star, du präsentierst dich in deinem frosch-grünen Outfit. Ich dummer Froschen suhle mich dagegen derzeit in meinen Schnäppschchen-Erfolgen und wechsle oft und gerne mein Kleid!

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Der von Goisern ist ein liebes Kind

Was für ein erfolgreiches Wochenende!

Abgesehen von einem sehr rödelfreudigen und entrümplungssüchtigen Sonntag, den Bodo und ich gleichermaßen, aber an unterschiedlichen Enden unseres Minilofts zelebrierten – Bodo in Sichtung seiner zahlreichen privaten Unterlagen, die endlich ihren Zielhafen ansteuern konnten (Ablageordner oder Altpapier), meine Wenigkeit im Entweihnachtungsdekorieren und in der Neusortierung der Hygiene- und Schmuckartikel -, waren die beiden arbeitsfreien Tage zu meinem Bedauern und Griesgram leider 100%ig sportfaul. Denn der Samstag wurde von einem starken Sturm vertrieben. Mein Lauftraining hätte ich wahrscheinlich in der Nebengasse im Gegenwind absolvieren können, ohne mich vom Platz bewegen zu müssen. Aber gegen den Wind zu kämpfen macht einfach keinen Spass, auch wenn dies bei frühlingshaften Temperaturen stattfinden hätte können. Der Sonntag weckte mich dann mit kalten Regentropfen und den Ausläufern des Sturms  – keine Chance: der innere Schweinehund wollte einfach weiter schlafen und um keinen Preis der Welt nass werden! (Mir fehlt offensichtlich der nächste Marathon als Motivation und antreibende Kraft zum Training; der Vienna City Marathon 2015 ist ein NoGo für mich – Massenlaufrausch mit 80.000 Beinen?! Und bis auf den Wings for Life Run Anfang Mai habe ich noch kein Event gefunden, das mir den nötigen Antrieb geben könnte … bitte sagt nicht, dass ich alt werde!!!)

Nein, der „Erfolg“ steckt in zwei Namen: der Johann von Goisern und das Liebeskind geben sich bei mir nun die Hand und haben bereits enge Freundschaft geschlossen.

Der von Goisern ziert ab sofort meine Nase und verhilft den Buchstaben im Buch (Papier oder elektronisch) zur erforderlichen Schärfe. Gut 10 Brillengeschäfte und viel Hatscherei hat es gebraucht, bis ich endlich die modische Brillenfassung gefunden habe, mit der ich mich nun auch offiziell zeigen lassen werde. Zebraflocken und ein Hauch Blitzblau in eine rundliche Form gebracht, schmiegen sich an meinen schmalen Eierkopf. Nicht nur ein Optiker hat nach ein paar erfolglos hergezeigten Modellen zugeben müssen, dass der schmale Kopf an sich derzeit leider eher out ist. Der Mensch heute lebt nicht mehr auf großem Fuß, sondern all das Wissen, all die Informationen, die rund um die Uhr auf einen einströmen, bedingen einen größeren Schädel. Was jetzt den Eindruck erscheinen lassen mag, dass sich in meiner Birne außer zwei harmonisierenden Gehirnzellen Leere ausbreitet, die mit wenig Raum auskommt?

Das Liebeskind hat mich bereits vor Weihnachten auf ein neues Taschenmodell aufmerksam gemacht, das mit animalischer Buntheit und kompakter Mega-Größe Aufmerksamkeit erregt und sich vom uniformen Großstadtdschungel abhebt. Im Dezember konnte ich noch tapfer widerstehen, doch gestern „sprach“ sie noch einmal mit mir: „Ich habe auf dich gewartet – Jetzt oder nie!“ Deutlicher ging es nicht – echt nicht!

Jetzt sind sie da die beiden, bei mir – und sie werden es gut haben, bei mir!

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