Hausarrest – Woche „Zwei“

Die heutige Mutmacher-Parole in den Medien lautet: „Wir packen das!“

Stimmt – und trotzdem beginnt Woche „Zwei“ im homeoffice mit gemischten Gefühlen, denn es bleibt in unserer „Zelle“ verdächtig ruhig am Bildschirm und in der Telefonleitung.

In positiven Gedanken ertränkt?

In einer Krisenbewältigungsmeditation versunken?

Im Stand-by-Modus festgehalten?

Im Alles-weggearbeitet-Modus ausgerutscht?

Woche „Eins“ war neu, ungewohnt, zuweilen herausfordernd, machte neugierig, ängstlich, ungeduldig.

Woche „Zwei“ wird wohl eine Mischung aus Enge, Panik, Resignation und Gelassenheit werden.

Das beschauliche Wochenende dazwischen hat gutgetan: kein schlechtes Gewissen wegen dem Mittagsschläfchen oder dem stundenlangen Filme- / Serienrausch. Man war die meiste Zeit daheim wie auch in den Tagen davor, und trotzdem sind Samstag & Sonntag einfach etwas anderes als die Wochentage. Trotz kaltem Wind haben sich gestern Morgen einige Leute im Park sportlich betätigt: Joggen, Chi-Gong oder Bodywork – die Ein-Meter-Regel wurde dabei auch brav eingehalten.

Woche „Zwei“: Wir werden das nächste Level der Entschleunigung erreichen. Wir werden die nächste Stufe der Selbstreflektion erklimmen. Wir werden stolz auf uns sein, wenn wir uns nicht von diesem unsichtbaren Feind in die Knie zwingen lassen.

Ja! – „Wir packen das!“