Lauf-Depression

Gibt es sowas wie Lauf-Depression? Ich verstehe das nicht: die Temperaturen liegen bei Null, die Schuhe passen, die Laufkleidung ist schwarz-bunt gemischt – also alles eigentlich bestens auf mich zugeschnitzt – und trotzdem spüre ich derzeit eine Unlust, welche allenfalls durch die morgendliche Noch-Schwärze des Himmels oder durch die immer sehr ähnlichen Laufstrecken im Prater oder entlang des Donaukanals bedingt ist. Heute morgen war es besonders schlimm, meine Füße zum Wechselschritt zu bewegen. Wo ist mein Lauf-Elan geblieben? Fehlt mir das Sonnen- bzw. Tageslicht, um meine Sinne für den Weg an sich zu begeistern? Vielleicht müsste ich spannende Hörbücher oder lustige Sketches hören anstelle betrüblicher Nachrichten aus aller Welt und immer die gleiche Musik (vielleicht sollte ich den Sender mal wechseln?). Vielleicht sollte ich die Laufrunde mal andersrum laufen, um die Gewohnheit zu durchbrechen oder im Rückwärtslauf springen? Vielleicht sollte ich zwischendurch mal öfters Hampelmann machen oder die schwere Sprungschnur mitschleppen, um ab & dann mit elegantem Schwung zu hopsen. Vielleicht sollte ich im Fitness-Studio auf dem Crosstrainer Cardiotraining machen? Vielleicht ….?

Vielleicht sollte ich mit den halterlosen Strümpfen laufen – dann hätten zumindest die Jogger der dunklen Macht etwas zum Lachen – und ich Frostbeulen am Po!

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