Gewissensbisse, Ausreden und Spekulationen

Das Schlimmste am gestrigen Tag war wohl, dass ich ungefähr 7 Mal erklären musste, warum ich nicht bis ins Ziel gelaufen bin. Da bekam ich die unterschiedlichsten, durchaus sehr tröstenden und aufmunternden Worte:

F meinte: ich bin stolz auf dich, dass du die Stärke (?) gezeigt hast, zu bestimmen, wann Schluss ist!

S (weiblich) meinte: du musst dir nichts mehr beweisen; du weißt, dass du einen Marathon laufen kannst; lauf deinen eigenen Marathon!

S (männlich) meinte: die Wiener Marathonstrecke ist mit ein Grund, dass er nicht teilnimmt; laufen wir doch in der Wachau am 14.September!

Der wahre Satz aber stammt von meiner liebsten besseren (?) Seite:

EINES solltest du aber NIE…, bei keinem der Wettkämpfe vergessen: Egal wie viele Teilnehmer: Du kämpfst immer gegen den gleichen GRÖSSTEN aller Gegner: DICH selber und den solltest du NIE gewinnen lassen, weil du einfach stärker bist als du selber!!!

Das Wichtigste ist, dass ich natürlich weiter laufe, zum persönlichen Spass, zum körperlichen Ausgleich, um den Puls in die Höhe zu treiben und jedes noch so lästiges Virus raus zu schwitzen. Es gibt keine Ausrede, dass ich mit einem Mal die Lauftreter verstauben lasse. Ich glaube, dass ich dann so grantig werden würde, dass mich die Menschen um mich herum ans Laufband ketten und mich mit einer dünnen Ledergerte zum Laufen „animieren“ würden – und diese Schmach, die tu ich mir sicher nicht an!

Ich habe mir heute Morgen die restlichen lausigen Gedanken aus dem Kopf blasen lassen und bin dabei doch etwas außer Atem gekommen – aber jetzt geht´s wieder gut und geht´s wieder aufwärts – da bin ich mir sicher – und das ist keine Aus-Rede, sondern eine Ein-Bildung!

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