Immer schön in Bewegung bleiben!

Man soll es nicht für möglich halten – „dank“ COVID-19 habe ich zwar wieder die Liebe zum Bloggen, sprich zum Gedanken-Niederschreiben, entdeckt, aber kaum mehr ein Wort über meine sportlichen Aktivitäten verloren! Bin ich faul und fett geworden? Hat mein Gluteus Maximus in den mittlerweile vier Wochen, die ich mittlerweile auf dem Barhocker verbracht habe, maximale Ausmaße angenommen? Hat mein „Bingo-Muskel“ (Trizeps!) die Festigkeit von Schwabbelpudding erreicht? Ist meine Bauchdecke mittlerweile so gewellt wie die Dachhaut beim Haus gegenüber? Haben sich meine festen Wadeln in dürre Zahnstocher verwandelt und meine muskulös-definierten Oberschenkel in ein Cellulitis-Paradies?

Sicher nicht!

So sehr ich es vermisse, meine schweißtreibenden, humorvollen und motivierenden Stunden (Bodywork, Spinning, Yoga) im Fitness-Club zu leiten, habe ich nun doch viel mehr Zeit für mich!

Ich gehe 5-6 Mal in der Woche in der Früh laufen, kombiniert mit einem kurzen Stopp, wo ich Kräftigungsübungen einbaue – 20 Liegestütze, 100 flotte Situps, manchmal auch noch Squats und anderes – je nach Lust und Laune. Wenn ich dann – zu Bodo´s großer „Freude“ – verschwitzt heimkomme, rolle ich noch für ein paar Minuten meine Yogamatte aus, versuche, den durchs Laufen steifen Unterrücken mit ein paar Sonnengrüßen wieder geschmeidig zu machen und pumpe mir im Kopfstand möglichst viel Energie ins Hirn. Da sind dann gute zwei Stunden mit gesund-aktivierender Bewegung verstrichen – und um 8 Uhr sperrt dann das homeoffice auf. Zugegebenermaßen verbringe ich dann aber den ganzen Tag mehr oder weniger im Sitzen (wie im „realen“ Leben auch); da ist es dann sogar eher Bodo, der mich zum kurzen Aufstehen animiert bzw. zwingt – Achtung: vorher alles abspeichern!!!

Und wenn der Tag sich dann langsam Richtung Feierabend neigt, das Notebook runtergefahren und der „clean desk“-Zustand hergestellt wird (dh alles wegräumen, was an Arbeit erinnern könnte), weiß Bodo, dass es jetzt gleich „ernst“ wird – mein „privates Yogastudio“ zwischen Vorraum und Küchenbereich bzw. zwischen Wohn- und Schlafbereich (wo halt im Miniloft am besten Platz für die Matte ist und vor allem keine Dachschrägen behindern) öffnet gleich! Bodo wehrt sich zwar vehement mit Händen und Füßen gegen Sonnengruß, Baum, Krähe und sonstige Positionen, aber er respektiert mein Tun, indem er sich während der folgenden 60 … 90 Minuten, die ich auf der Yogamatte verbringe, still und leise beschäftigt, sprich: er widmet sich seiner Workstation. Aber – und das finde ich süß, nett und aufmerksam – holt er aus unserem animalischen Dekofundus, der derzeit aus Schafen, Hasen und Vögeln besteht, ein paar Exemplare und platziert diese vor meiner Matte – ob als stumme Zuschauer oder als kritische Jury, habe ich noch nicht ganz herausgefunden.

So gesehen: ist mein Popo weiterhin „altersgerecht“ knackig, mein Bauch trotz Naschereien halbwegs definiert, die Schenkel sind zum Anbeißen und die Oberarme optisch stark! –

und Nein: heute habe ich KEIN Foto von mir!