Mal was „Corona-Freies“ – meine Erfahrungen mit Bärlauch:
Bodo und ich haben quasi am letzten Wochenende in Freiheit einen Spaziergang im Wald gemacht und wurden da auf andere Personen in gebückter Haltung aufmerksam – die Bärlauchsaison ist eröffnet!
Sollen wir auch? Sollen wir nicht? Ein Notfallssackerl (eigentlich als Raincover für den Fotoapparat gedacht) hätten wir ja dabei …
Noch unschlüssig gingen wir weiter. Als wir dann aber an einer Stelle vorbeikamen, die dermaßen saftig grün im einfallenden Sonnenlicht leuchtete, war´s auch um uns geschehen. Ziemlich schnell und ziemlich einfach fanden einzelne Blätter und ganze Büschel den Weg vom Erdreich ins Plastiksackerl (Sorry, ein Regenschutz kann nur als Kunststoffprodukt wirksam sein!). Leicht benebelt vom würzig-kräftig-intensiven Geruch machten wir uns auf den Heimweg –
Planänderung fürs Abendessen: Bärlauchsuppe. Im Internet rasch ein Rezept gefunden, das ohne Kartoffel und Schlagrahm auskommt, wagten wir uns gemeinsam an die Zubereitung heran: Bodo´s Stärke lag dabei am Waschen der Bärlauchblätter und später am Pürieren, meine im Bereitstellen der Zutaten, im Rühren und Würzen. – Ergebnis: mal was anderes, aber gut.
Allerdings: was tun mit dem Rest (eindeutig viel zu viel geerntet!)? PESTO mit gerösteten Sonnenblumenkernen, Olivenöl –
Am nächsten Tag gab´s daher dann grüne Pasta!
Und es blieben noch zwei Gläser mit Pesto übrig!
Davon ein bisschen was ins Gemüse-Käseomelett hineingerührt.
Und gestern habe ich mir zur „Krönung“ mit dem allerletzten Rest eine vegetarische Lasagne gemacht (Bodo hatte die Fleischvariante aus dem Tiefkühlfach :-). Das war dann aber eindeutig zu viel, zu viel für meine Geschmacksknopsen, zu viel für Bodo´s Nase – trotz Zahnpasta und Kaugummi!
Für uns ist die Bärlauchsaison 2020 daher eindeutig schon wieder zu Ende!