Advent 2020 – # 15

„Es gibt Berge, über die man hinübermuss, sonst geht der Weg nicht weiter.“

Ludwig Thoma, dt. Schriftsteller, 1867–1921

Heute ein paar tiefgründige, sportliche Gedanken, wofür man aber nicht unbedingt wander-/pilger-affin sein muss: Eine Erhebung, eine Anhöhe, ein Berg – ist immer etwas, was im Weg ist, was den Puls höher schlagen und das ansonsten leise Atmem zu einer Synphonie anschwellen lässt; ein Hindernis, dem man entweder über Umwege ausweichen kann oder dem man sich stellen muss, um es zu überwinden.

Ein Bild, das jeder von uns vor Augen hat, eine Situation, die jeder von uns schon mal erlebt hat – im echten wie im übertragenen Sinn.

Aber lassen wir mal all die Strapazen weg und blenden wir Schweiß und Schmerzen aus: Wie erhaben ist das Gefühl, wenn man den Berg erklommen hat, wenn man ihn bezwungen hat und mit einer herrlichen Aussicht belohnt wird? Wie leicht fühlt man sich, wenn der mühsame Anstieg bewältigt wurde, wenn man wieder zu Atem kommt und sich frei wie ein Vogel in den Lüften fühlt?

Ist es nicht allein deshalb wert, sich zu überwinden, wenn´s mal nicht so glatt läuft, sich mit dem Hindernis zu messen, um dann als Sieger aus einem fairen Kampf hervorzutreten?