„Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“
Václav Havel, Schriftsteller und Politiker
Das ist jetzt ein Zitat, an dem ich zu knabbern habe, denn mit fortschreitendem Advent – nur noch zwei Mal schlafen, dann kommt das Christkind! -, neige ich Gefahr, mich zu wiederholen. Also lasse ich den Satz vom Havel einfach so stehen – jeder, der Mut machen möchte, hat seinen eigenen Zugang dazu und seinen individuellen Ausdruck.
Trotzdem soll auch dieser Advent-s-Tag nicht ohne meine Einmischung vergehen!
Meine kindliche Vorweihnachtszeit war geprägt von einem kleinen Büchleich – „Schnüpperle – Vierundzwanzig Geschichten zur Weihnachtszeit“ … ich habe gerade nachgeschaut: das gibt es noch immer!!! Meine Mutter hat uns Kindern jeden Tag, beginnend am 1. Dezember, abends daraus vorgelesen … nur der 24. Dezember, der fiel flach, weil da logischerweise am Abend etwas anderes wichtiger war. Über Jahre hinweg war dieses Advent-s-Ritual Pflicht für uns – das Buch hatte seinen Platz in einer Schublade, nicht im Bücherregal; meine Mutter war sicher froh darüber, dass die Geschichten immer recht kurz waren und „Bitte noch eine Geschichte!“ auf den nächsten Tag verschoben werden konnte; und auch, als ich dann selbst lesen und die Geschichten wahrscheinlich schon auswendig konnte, war es wichtig, diese mit mütterlich gefärbter Stimme zu hören.
Ich wünsche jedem eine ähnliche oder auch ganz anders gestrickte Erinnerung an den Advent aus Kindertagen!